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für den 25.07.2016

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Haus Ruhrgarten

40 Jahre als Gottes Botschafterinnen

Im Mülheimer Haus Ruhrgarten sind die Grünen Damen eine wahre Institution. Seit 40 Jahren gibt es das ehrenamtliche Team, das für die Bewohnerinnen und Bewohner da ist. Dieser runde Geburtstag wird im evangelischen Pflegeheim am Ruhrufer nun gefeiert.

30 Grüne Damen und zwei Grüne Herren gibt es im Mülheimer Haus Ruhrgarten, ihre Aufgaben sind so verschieden wie ihre eigenen Neigungen und Interessen und die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner. Viele der Grünen Damen begleiten Bewohner, nehmen sich individuell Zeit für sie - zum Reden und Zuhören, spazieren oder vorlesen. Andere leiten Gruppenangebote wie eine regelmäßige Zeitungsrunde, Singkreise oder Handarbeitsgruppen. Aufgaben in der Pflege gehören nicht dazu.

„Sie sind in den 40 Jahren zu Botschaftern Gottes“ geworden, sagte Superintendent Helmut Hitzbleck in seiner Geburtstagsansprache an die Grünen Damen und Herren. 40 Jahre – das sei kein „goldenes“ und auch kein „silbernes Jubiläum“, nichtsdestotrotz weise die 40 einige biblische Bezüge auf: 40 Tage Sintflut, bis die Katastrophe mit dem Regenbogen als Hoffnungszeichen endet, 40 Tage war Moses aus dem Berg Sinai und ganze 40 Jahre hat es gedauert, bis das Volk Israel im gelobten Land angekommen war – allesamt „Veränderungsprozesse zwischen Gott und den Menschen. Auch Sie“, sagte der Superintendent an die Ehrenamtliche n gerichtet, „Werden aus ihrer Aufgabe verändert hervor gehen“.

Oskar Dierbach hat ein Herz für jede Grüne Dame Oskar Dierbach hat ein Herz für jede Grüne Dame

Als verändernd und bereichernd empfinden auch die Grünen Damen ihre Tätigkeit. Die Hälfte des Teams ist seit zehn Jahren oder länger dabei. Besonders geehrt wurden im Rahmen der Feierstunde Ingeborg Hufschmidt für 25-jährige Mitarbeit und Rosemarie Kremser (30 Jahre). „Es ist eine vielschichtige Aufgabe, die einen unheimlich erfüllt“, berichtete Ingeborg Hufschmidt. Am schönsten ist es, die Bewohnerinne und Bewohner dazu zu bringen, etwas aus ihrem Erinnerungsschatz zu erzählen. Wenn das geschieht, werde ich persönlich bereichert und gehe danach glücklich nach Hause.“

Annette Rex, die Gemeinschaft der Grünen Damen leitet, wünschte sich „Dass sich die gesellschaftliche Wahrnehmung des Alters ändert. Alte und Kranke werden oft als Zumutung erlebt. Wir müssen uns aber der Gesellschaft zumuten dürfen. Auch für die hauptamtlich Pflegenden darf die Arbeit keine Zumutung sein.“
Gemeinsame Standards in diesem Sinne hält die „Mülheimer Erklärung zur Ethik in der Pflege“ fest, der sich die Kreissynode an der Ruhr jüngst angeschlossen hatte. Oberbürgermeisterin Mühlenfeld und der geschäftsführende Pflegedienstleiter Oskar Dierbach betonten ihren besonderen Wert als , so Dierbach „Verpflichtung auf Ehrlichkeit und wechselseitige Unterstützung der Institutionen.“

Ins Haus Ruhrgarten zogen die Grünen Damen kaum ein Jahr nach seiner Gründung ein. „Dabei hat das Haus Ruhrgarten durchaus von einem glücklichen Zufall profitiert“, berichtet Christoph Happe, Sozialarbeiter vom Sozialen Dienst des evangelischen Seniorenheims. Per Anzeige hatte das Evangelische Krankenhaus stadtweit nach Interessentinnen für das Ehrenamt gesucht. Und dann meldeten sich so viele, dass sie gar nicht auf einmal eingesetzt werden konnten. „Ein paar nahmen die Sache dann in die eigenen Hand und sagten, ,da gibt es doch auch ein Altenheim‘“. Im vergangenen Jahr wurden die Grünen Damen für Ihr Engagement mit dem Hoffnungspreis des Kirchenkreises An der Ruhr ausgezeichnet.

Verstärkung ist willkommen

Neue Interessenten und Interessenten für das Team der Grünen Damen und Herren sind stets herzlich willkommen. „Unser Wunschtraum wäre es, dass in jedem Wohnbereich an jedem Vor- und Nachmittag jeweils eine Grüne Dame ansprechbar sein könnte“, sagt Christoph Happe, Sozialarbeiter im Haus Ruhrgarten. Wer einmal in die Aufgaben hineinschnuppern möchte, ist zu einem Kennenlernen jederzeit willkommen (Kontakt: Telefon 9951312). Etwa einen Vor- oder Nachmittag in der Woche sollte man als Zeitbudget mitbringen. „Kontinuität und Verlässlichkeit sind im Sinne unserer Bewohner sehr wichtig“, erklärt Sozialarbeiter Happe. Er sorgt dafür, dass niemand beim Start in das neue Ehrenamt allein gelassen wird. Für alle Grünen Damen und Herren gibt es neben gemeinsamen Fortbildungen auch Treffen zum Austausch untereinander.

 

 

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ala / 11.05.2015



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