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Psalm 91,11-12

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Kirchenkreis

Synode kritisiert Fracking und beschließt Ausschussarbeit

Die Synodalen fassten Beschlüsse zur Beibehaltung des Superintendentenamtes als Nebenamt und der Ausschussarbeit im Kirchenkreis. Außerdem schloss sich die Kreissynode der Kritik der Gemeinden Broich-Saarn und Lukas an der Gasgewinnung per Fracking an.

Superintendent Hitzbleck begrüßt die Synodalen LupeSuperintendent Hitzbleck begrüßt die Synodalen

Die Kreissynode des Kirchenkreises An der Ruhr ist am Freitag, 11. Mai, zu ihrer Frühjahrstagung zusammengekommen. Die Synodalen fassten Beschlüsse zu innerkirchlichen Angelegenheiten, wie etwa der Beibehaltung des Superintendentenamtes als Nebenamt und der Ausschussarbeit auf Kirchenkreisebene. Außerdem schloss sich die Kreissynode An der Ruhr der Kritik der Kirchengemeinden Broich-Saarn und Lukas am Fracking-Verfahren zur Erdgasgewinnung an.

Die Kirchengemeinden Broich-Saarn und Lukas hatten der Kreissynode einen Entschließungsantrag vorgelegt, der sich kritisch mit der Fracking-Methode zur Erdgasgewinnung auseinandersetzt und dazu auffordert, diese Kritik im kirchlichen und politischen Raum zu kommunizieren. Der Antrag umfasst ferner die Forderung, Fracking in sensiblen Gebieten (u.a. Bergbaureviere, dichtbesiedelte Gebiete) zu verbieten und eine Umweltverträglichkeitsprüfung verbindlich vorzuschreiben. Die Synodalen schlossen sich dem Antrag der Gemeinden einstimmig an.

Das Superintendentenamt wird im Kirchenkreis An der Ruhr weiter nebenamtlich ausgeübt, das ist ein weiteres Resultat der Frühjahrssynode. Ein neues Kirchengesetz hatte die Möglichkeit eröffnet, die Superintendentenstelle auf Antrag der Synode im Hauptamt auszuschreiben. Ein solcher Antrag wurde von der Kreissynode An der Ruhr jedoch nicht gestellt. Daher bleibt es in Mülheim und Kettwig bei der bisherigen Regelung: Das Leitungsamt bleibt ein Nebenamt und der/die jeweilige Stelleninhabende behält seine/ihre bisherige Pfarrstelle (einschließlich einer 75%-Entlastung in der Gemeinde).

Oberkirchenrätin Barbara Rudolph vor der Kreissynode An der Ruhr Oberkirchenrätin Barbara Rudolph vor der Kreissynode An der Ruhr

Den Synodalen des Kirchenkreises An der Ruhr beschlossen ferner eine neue Rahmengeschäftsordnung für die kreiskirchlichen Ausschüsse. Neben der Besetzung der Gremien regelt die neue Rahmengeschäftsordnung auch den inhaltlichen Zuschnitt der Ausschussarbeit.

Neu ist, dass die bisherigen Ausschüsse für Finanzen und Verwaltung zu einem gemeinsamen Gremium zusammengelegt werden. Der bisherige Frauenfachausschuss geht im neuen Ausschuss für soziale Gerechtigkeit und Gleichstellung auf. Das Themenfeld des bisherigen Jugendausschusses wird erweitert und künftig im Ausschuss „Jugend und Schule“ bearbeitet.

Die in der neuen Rahmengeschäftsordnung festgelegten Ausschüsse im Überblick:

  • Finanzen und Verwaltung
  • Soziale Gerechtigkeit und Gleichstellung
  • Ökumene und Partnerschaft
  • Jugend und Schule
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Nominierungen
  • Theologie und Kirche.

Assessorin Dagmar Tietsch-Lipski LupeAssessorin Dagmar Tietsch-Lipski

Um Strukturen der evangelischen Kirche in Mülheim und Kettwig geht es auch in der von der Kreissynode eingesetzten Steuerungsgruppe zur Konzeptionsentwicklung, die einen Arbeitsbericht abgab. Den Synodalen stellte die Arbeitsgruppe die Arbeitsfelder ihrer Analyse vor. Dies sind:

  • Praktische Theologie und Heimat
    (Reformideen und Umsetzungsmöglichkeiten für verschiedene Zielgruppen / Milieus)
  • Visionen und Wettbewerb
    (Welche Visionen zeichnen die evangelische Kirche aus? Welchen Beitrag leistet sie in Glaubenswelt und Gesellschaft? Welche Position hat die evangelische Kirche innerhalb der Vielfalt der Lebensstile und Weltsichten?)
  • Ressourcen und Rahmenbedingungen
    (Umgang mit Ressourcen: Mitarbeitende, Gebäude, Vermögen, Umsetzen landeskirchlicher Vorgaben)
  • Konzeptionen und Handlungsfelder
    (Welche Menschen werden über welche Handlungsfelder erreicht?Welche Kooperationen sind sinnvoll?)

Die Gruppe wird ihre Arbeit fortsetzen und ist beauftragt, bis 2014 eine zukunftsfähige Konzeption für die Arbeit in Kirchenkreis und Gemeinden zu entwickeln.

Turnusgemäß standen auch Wahlen auf der Tagesordnung. Die Synodalen aus Mülheim und Kettwig wählten als Abgeordnete zur Landessynode: Pfarrer Gerald Hillebrand (1. Stellvertreter: Pfarrer Helmut Kämpgen, 2. Stellvertreterin: Pfarrerin Gundula Zühlke), Peter Jansen (1. Stellvertreterin Anke Lohscheid, 2. Stellvertreterin Martha Vahrenkamp) und Prof. Dr. Michael Lent (1. Stellvertreter Friedrich-Wilhelm von Gehlen, 2. Stellvertreter Stefan Käufer).

Zum Vorsitzenden des Synodalen Öffentlichkeitsausschusses wurde Pfarrer Dietrich Sonnenberger (Vereinte Ev. Kirchengemeinde) gewählt. Die Synodalbeauftragung als „Gottesdienst-Coach“ wurde an Pfarrerin Reinhilde Lüninghöner (Ev. Kirchengemeinde Heißen) vergeben.

Stichwort: Synode
Die Kreissynode tagt mindestens einmal, oft zweimal im Jahr und ist das höchste Entscheidungsgremium, das „Parlament", eines jeden Kirchenkreises. Zu den Synodalen zählen alle Pfarrerinnen und Pfarrer, sowie weitere gewählte Mitglieder aus den Gemeindepresbyterien (von den Gemeindegliedern gewählte Leitungsgremien). Die Synodalen entscheiden unter anderem über kreiskirchliche Finanzen, erarbeiten auch gemeinsame theologische und sozialethische Stellungnahmen und können Anträge an die Landessynode stellen. Die Synode verhandelt öffentlich. Zum Evangelischen Kirchenkreis An der Ruhr zählen rund 58.500 Gemeindeglieder in Mülheim (rd. 51.500) und Essen-Kettwig (rd. 6.700).

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ala / 12.05.2012



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