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TelefonSeelsoge feiert Geburtstag

Seit 40 Jahren immer da: die TelefonSeelsorge

Nicht verzweifelt alleine bleiben, sondern lieber zum Telefonhörer greifen - rund um die Uhr an jedem Tag im Jahr. Dieses Angebot macht die Telefonseelsorge für Duisburg Mülheim und Oberhausen seit nunmehr 40 Jahren. Dieser Geburtstag wird nun gefeiert.

Das Sofa für die Seele gibt's übrigens wirklich - ist (fast) so alt die die TelefonSeelsorge, ebenso gesprächserfahren wie verschwiegen und steht als Sitzgelegenheit im Duisburger Büro. (Foto: zielgruppe.net) Das Sofa für die Seele gibt's übrigens wirklich - ist (fast) so alt die die TelefonSeelsorge, ebenso gesprächserfahren wie verschwiegen und steht als Sitzgelegenheit im Duisburger Büro. (Foto: zielgruppe.net)

Im Jahr 2014 besteht die TelefonSeelsorge Duisburg Mülheim Oberhausen vierzig Jahre. 720.000 Anrufe sind seitdem entgegengenommen, über 1.100.000 Stunden ehrenamtlicher Dienst geleistet worden. Die Zahl der Anrufer ist seit der Gründung von 8.000 auf jetzt 24.000 im Jahr angewachsen. Mit der Zeit hat die TelefonSeelsorge ihre Angebote ausgeweitet: Eine Mail-Seelsorge und die Krisenbegleitung kamen hinzu. Konstanz gibt es hingegen bei den Themen, die die Ratsuchenden zur Sprache bringen: Beziehungsfragen, Einsamkeit, psychische und physische Erkrankungen und auch Suizidalität prägen die Gespräche. Dazu Olaf Meier, Leiter der TelefonSeelsorge Duisburg Mülheim Oberhausen: „Wie an den Themen der Anrufe zu sehen, rufen viele psychisch hochsensible und auch viele psychoseerfahrene Menschen bei uns an. Hier leistet TelefonSeelsorge einen wichtigen Beitrag für die gemeindenahe psychosoziale Versorgung. Dies ist umso bemerkenswerter, als die Kommunen sich gar nicht an der Finanzierung beteiligen, sondern allein die beiden großen Kirchen diesen lokal so wichtigen Dienst finanzieren. Ohne Ansehen der Person, der Religion, der Nationalität bieten die Kirchen diesen Dienst für Menschen in Krisen und in Notsituationen an."

„Seelsorge ist Kernaufgabe der Kirche“, betonte Superintendent Helmut Hitzbleck, der auch Kuratoriumsmitglied der Ökumenischen TelefonSeelsorge ist. „Die fundierte Ausbildung der Ehrenamtlichen ist beispielgebend, ohne sie wäre das Angebot nicht zu leisten.“

Der Telefondienst macht den Löwenanteil der Arbeit der Telefonseelsorge aus: Ein Telefon ist 24 Stunden am Tag besetzt, ein zweites Telefon zwölf Stunden. Dafür sorgen 120 Ehrenamtliche, die je 36 Dienste à 4 Stunden im Jahr leisten, unterstützt werden sie von den hauptamtlichen Fachkräften Olaf Meier (Leiter der Telefonseelsorge) und Rosemarie Schettler (Leiterin der Krisenbegleitung).

Wer die Nummer der Telefonseelsorge wählt (kostenfrei: 08001110111 und 08001110222), kann sich darauf verlassen am anderen Ende einen Gesprächspartner zu finden, der nach professionellen Standards arbeitet. Alle TelefonseelsorgerInnen haben eine profunde einjährige nebenberufliche Ausbildung hinter sich und nehmen regelmäßig an Supervisionen teil. Auch in weiteren Punkten ist auf die Telefonseelsorge Verlass: Die Anrufe sind anonym, das heißt: Die Anrufenden und Mitarbeitenden nennen nicht ihren Namen. Die Telefonnummer erscheint nicht auf dem Display, das Telefonat nicht auf dem Einzelverbindungsnachweis. Die Mitarbeitenden sind zur Verschwiegenheit verpflichtet.

Die Anrufzahl ist in 2013 auf 24.000 gestiegen (Vorjahr: 20.000), die Zahl der daraus entstandenen längeren Seelsorgegespräche hat um 1.000 zugenommen.

Speziell für Menschen mit Suizidgedanken und deren Angehörige wurde 1986 die Krisenbegleitung eingerichtet. Hier finden Betroffene und Angehörige kompetente Ansprechpartner, die auch für Folgekontakte zur Verfügung stehen. Im vergangenen Jahr ist es zu 110 Anfragen gekommen, 33 Begleitungen wurden eingerichtet. „Lebenssituationen, die zu solch schweren Krisen führen, sind komplex und oft eng mit Verlusterfahrungen verbunden. Tod, Trauer, Einsamkeit und Depression spielen eine große Rolle“, erklärt Rosemarie Schettler, Leiterin der Krisenbegleitung. Die Krisenbegleitung ist unter Telefon 0203. 22656 und per E-Mail und kriseduisburg@aol.com zu erreichen.

Mit 250 Gästen feierte die ökumenische TelefonSeelsorge Duisburg Mülheim Oberhausen ihr 40jähriges Jubiläum unter dem Motto „Wir bleiben TelefonHörer“.

• Der Leiter der TelefonSeelsorge Olaf Meier konnte 120 aktive ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und 15 neue Mitarbeitende willkommen heißen.

Zu den Gästen zählten (v.l.) Superintendent Armin Schneider (Duisburg), Duisburgs OB Sören Link, der ein Grußwort für alle drei Kommunen sprach, Stadtdechant B. Lücking, Mülheims Bürgermeisterin Ursula Schröder, Oberhausens Bürgermeisterin E. Albrecht.

Olaf Meier, Leiter der TelefonSeelsorge (Foto: Köhring) Olaf Meier, Leiter der TelefonSeelsorge (Foto: Köhring)

Die Mailberatung gibt es seit 1998. Im Durchschnitt gehen zwei E-Mails pro Woche über das Kontaktformular ein (zur Mailberatung). „Für jüngere Ratsuchende scheint es leichter zu sein, heikle Themen wie Erfahrung sexueller Gewalt, Selbstverletzendes Verhalten oder Suizidgedanken per Mail aufzuschreiben als sie am Telefon auszusprechen. Diese Anliegen kommen oft erst im Verlauf des Mailkontakts zum Vorschein, wenn die ratsuchende Person Vertrauen in die/den Mitarbeitende/n gefasst hat“, beschreibt Olaf Meier, Leiter der ökumenischen TelefonSeelsorge den Vorteil des Online-Mediums.

„Damit das Angebot fortbestehen kann, bilden wir jährlich neue Ehrenamtliche aus. Wir freuen uns über Interessierte, die sich ein Engagement vorstellen können“, sagt Olaf Meier. Der nächste Kurs startet im Frühjahr 2015, Informationen gibt es unter Telefon 0203. 22657. Olaf Meier: „Die meisten TelefonseelsorgerInnen erleben ihren Dienst persönlich als sehr sinnvoll und bleiben dem Team dann auch lange treu. Viele schätzen die gute Gemeinschaft innerhalb des Teams.“ Die Statistik gibt Meier recht: Im Durchschnitt bleiben die Ehrenamtlichen zehn Jahre bei der TelefonSeelsorge.

Auch wenn für die Dienste vorwiegend ehrenamtlich geleistet werden, braucht die Telefonseelsorge Geld, um arbeiten zu können: Finanziert werden Telefonseelsorge und Krisenbegleitung über die Träger, die evangelischen Kirchenkreise Duisburg, Mülheim, Oberhausen, das Bistum Essen und die Arbeitsgemeinschaft der evangelischen Freikirchen Duisburg. Der 1996 gegründete Förderkreis TelefonSeelsorge Duisburg Mülheim Oberhausen e. V. unterstützt die Einrichtung in jedem Jahr mit etwa 13.000 Euro. Finanziert werden davon die Kosten für die einjährigen Ausbildungskurse neuer ehrenamtlicher Mitarbeitenden, die monatlichen Supervisionsgruppen und die Fortbildungen von Ehrenamtlichen. Wer spenden oder Mitglied im Förderkreis werden möchte, wendet sich an schriftlich an „Förderkreis TelefonSeelsorge Duisburg Mülheim Oberhausen e. V., Postfach 20 02 51, 47018 Duisburg“ oder findet weitere Infos im Netz unter http://www.telefonseelsorge-duisburg.de/foerderkreis/.

 

 

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ala / 22.10.2014



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