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Service

TelefonSeelsorge

Immer ganz Ohr -auch an den Festtagen

"Wir sind immer ganz Ohr" - ihr Versprechen löst die ökumenische TelefonSeelsorge auch an den Feiertagen ein. Damit die Dienste stets besetzt werden können, werden neue Mitarbeitende gesucht. Einen Infoabend gibt es am 10. Januar.

Olaf Meier, Leiter der TelefonSeelsorge DU-MH-OB Olaf Meier, Leiter der TelefonSeelsorge DU-MH-OB

„Ich bin ganz Ohr“ - das versprechen die ehrenamtlichen Mitarbeiter der ökumenischen TelefonSeelsorge Duisburg-Mülheim-Oberhausen auch zu Weihnachten und zum Jahreswechsel den Anrufern, die gerade zu den Feiertagen jemanden zum Zuhören oder zum Gespräch brauchen. Unter den Ruf-Nummern 0800 / 1110111 oder 0800 / 1110222 sind die Telefonseelsorgerinnen und -seelsorger wie an jedem Tag des Jahres rund um die Uhr erreichbar.

Damit das so bleiben kann, beginnt auch im kommenden Frühjahr wieder ein einjähriger Ausbildungskurs, dem am Donnerstag, 10. Januar, 19 bis 20.30 Uhr, ein Informationsabend im Haus der evangelischen Kirche, Stadtmitte Duisburg, Am Burgacker 14-16 (Nähe Live-Saver-Brunnen) vorgeschaltet ist. Ausbildung und Arbeit werden an diesem Abend vorgestellt. Interessenten, die an diesem Abend verhindert sind, können mit dem Sekretariat - Klaudia Kuipers, Telefon 0203/22657 - oder per E-Mail duisburg@telefonseelsorge.de Kontakt aufnehmen.

Derzeit sind 120 TelefonseelsorgerInnen im Alter von 40 bis 75 Jahren im Einsatz: drei Dienste monatlich zu je vier Stunden, davon ein Nachtdienst. Etwa 60 Anrufe pro Tag erreichen die Telefonseelsorge, im Jahr sind es ca. 22.000. Beziehungsfragen, Einsamkeit, psychische Beeinträchtigungen und auch angedachte Suizide sind Schwerpunkte der Sorgen und Krisen, mit denen sich Anrufer an die TelefonSeelsorge wenden.

Im Blick auf die bevorstehende Festzeit hat der Leiter der TelefonSeelsorge, Diplom Psychologe und -theologe Olaf Meier, die Erfahrung gemacht, dass nicht so sehr das Weihnachtsfest die Zahl der Anrufe in die Höhe schnellen lässt, sondern vielmehr die Tage danach und der Jahreswechsel. Zu Weih-nachten seien doch etliche Menschen bereit, sich um Mitmenschen, die allein und einsam seien, zu kümmern. Dies gelte offenbar für Silvester, das man eher mit Freunden und Bekannten in fröhlicher Runde verbringen möchte, weniger. Außerdem werde vielfach zwischen den Jahren Bilanz gezogen. Trauer über Verluste im abgelaufenen Jahr und das Gefühl des Verlassenseins verstärkten sich, Streitigkeiten in der Familie zu Weihnachten und Enttäuschungen über Absagen wirkten nach. Zu Silvester melden sich aber auch jene Menschen, die schon über lange Zeit regelmäßig anrufen und auch jetzt ihre Probleme wieder aufgreifen möchten. Die Anrufe zu Silvester seien oft sehr kritisch und brauchten viel Sensibilität und Einfühlungsvermögen der Mitarbeiter.

Für viele TelefonSeelsoger hat die „TS-Schicht“ zu Weihnachten Tradition, auch wenn daheim die Familie wartet. Schwieriger sind die Silvester-Termine zu besetzen, die oft viel Belastendes und Leidvolles mit sich bringen. Um den Jahreswechsel herum bekommen die Mitarbeiter aber neben den Problemanrufen verstärkt auch Dankanrufe für die Begleitung oder das Gespräch im letzten Jahr. Man ruft aber auch an, um sich zu vergewissern, dass die TelefonSeelsorge auch Weihnachten und Silvester besetzt ist. Olaf Meier: „Es ist für die Anrufer wichtig, zu wissen, dass Menschen in Bereitschaft sind, um zuzuhören und über schwierige Situationen zu reden.“

 

 

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14.12.2012



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