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Daniel 12,2

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Telefonseelsorge

"Tragen helfen" - Telefonseelsorge bekommt Unterstützung

Über gleich doppelte Unterstützung freut sich in diesen Tagen die ökumenische Telefonseelsorge Duisburg-Mülheim-Oberhausen: Eine Grafikerin stellte kostenfrei eine Gestaltungsidee zur Verfügung und die Rotarier finanzieren ein Fortbildungswochenende.

Foto: Sabine Merkelt-Rahm Foto: Sabine Merkelt-Rahm

Bei der Telefonseelsorge ruft man normalerweise an – persönliche Gäste kriegen keinen Korb, aber nun vielleicht eine Tasche. „Können wir Ihnen tragen helfen?“ steht darauf. Olaf Meier, Leiter der ökumenischen Telefonseelsorge Duisburg-Mühlheim-Oberhausen findet die Zurückhaltung des Spruches gerade angemessen. „Wir drängen den Anrufern ja keine fertigen Lösungen ihrer Probleme auf, wir bieten nur an, sie ein Stück zu begleiten“, sagt er. Seinen Tragetaschenvorrat verdankt er der Initiative einer jungen Werbegrafikerin, die etwas für die Telefonseelsorge tun wollte und statt Geld eine gute Idee spendierte.

Matthias Korell, der Vizepräsident des Rotary Clubs Duisburg Rhein Ruhr und Clubvorstandsmitglied Dietrich Köhler-Miggel gehören zu den wenigen Außenstehenden, die eingeladen wurden, die Telefonseelsorge in ihren Räumen zu besuchen. Zum Schutz für die Anrufenden und Mitarbeitenden wird hier nämlich Wert auf Anonymität gelegt. Nachdem Olaf Meier vor den Rotariern einen Vortrag gehalten hatte, entschlossen die sich, den Ehrenamtlichen der Telefonseelsorge ein Fortbildungswochenende zu finanzieren. „Die Qualifizierung unser Telefonseelsorger ist kostspielig“, sagt Olaf Meier, „Bei den Schulungswochenenden gibt es Fachvorträge, Rollenspiele und Gespräche, um die Mitarbeiter auf ihre anspruchsvolle Aufgabe gründlich vorzubereiten. Allein die Ausbildung eines Mitarbeiters dauert ein Jahr und kostet etwa fünf bis sechstausend Euro.“

Nicht jeder eignet sich dazu, Menschen in schwierigen Lebenssituationen beizustehen. Es braucht schon eine Portion Lebenserfahrung, Sensibilität und die Bereitschaft, sich selbst begleiten und auch in Frage stellen zu lassen. Wer Auswahl und Ausbildung durchlaufen hat, der wird Teil der großen Telefonseelsorge-Familie, die drei Hauptamtliche und 120 Ehrenamtliche umfasst. Meier erläuterte den Sponsoren bei ihrem Besuch, dass mit der Ausbildung die Verpflichtung einhergeht, sich mindestens drei Jahre lang zu engagieren. Das bedeutet, 36 Dienste à vier Stunden am Telefon im Jahr, davon sechs Nachtdienste à acht Stunden.

Die Gäste werfen einen Blick in eines der Sprechzimmer. Der Telefonseelsorger vom Dienst winkt kurz. Er hat seine Uhr und das Handy weggelegt, während seiner Schicht konzentriert er sich ganz auf die Anrufer. 45 Gespräche kommen im Durchschnitt täglich zustande. Die Themen spiegeln das Leben wieder: Einsamkeit, Eheprobleme, Existenzängste. Etwa alle zwei Tage sagt ein Anrufer: „Ich bringe mich um.“

Die Nummer der Telefonseelsorge (0800-1110111 oder 0800-110222) ist kostenlos erreichbar, wie Polizei und Feuerwehr. Die Verbindungskosten für Festnetz und Handygespräche machen deutschlandweit im Jahr etwa dreieinhalb Millionen Euro aus und werden komplett vom Netzbetreiber Telekom getragen.

Die Telefonseelsorge sucht übrigens stets Verstärkung für ihr Team. Der nächste Kurs für die Ausbildung zum ehrenamtlichen Telefonseelsorger beginnt im Frühjahr 2014.

 

 

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Sabine Merkelt-Rahm / ala / 05.09.2013



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