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Initiative Tschernobyl

Ausstellung zur 20-Jahr-Feier in der Familienbildungsstätte

Mit einer Jugendbegegnung und großem Kulturprogramm feiert die Mülheimer Initiative Tschernobyl-Kinder ihr 20-jähriges Bestehen. Ein Beitrag ist eine Ausstellung mit Bildern einer weißrussischen Malklasse in der Ev. Familienbildungsstätte. 

Dagmar van Emmerich,  Norbert Flör, Marlies Rixecker und Ulla Weltike stellten das Programm zum 20-jährigen Bestehen der Initiative vor. LupeDagmar van Emmerich, Norbert Flör, Marlies Rixecker und Ulla Weltike stellten das Programm zum 20-jährigen Bestehen der Initiative vor.

„Der Himmel ist blau“ heißt das internationale Jugendprojekt, mit dem die Mülheimer „Initiative Tschernobyl-Kinder“ in diesem April ihr 20-jähriges Bestehen feiert. Teil des Programms sind eine internationale Jugendbegegnung in Mülheim und jede Menge Kultur: Eine Tanztheaterproduktion zur Carmina Burana (Leitung: Ursula Weltike), ein getanztes „Requiem“ sowie eine Ausstellung mit rund 50 Bildern belarussischer Maler in der Evangelischen Familienbildungsstätte gehören dazu.

54 Gäste aus Belarus erwartet die Tschernobyl-Initiative ab dem 16. April in Mülheim. Die Gäste sind überwiegend Schülerinnen und Schüler, Studentinnen und Studenten. Gemeinsam mit ihren Besuchern aus dem Ruhrgebiet haben sie schon im vergangenen Jahr in ihrer belarussischen Heimat die Tanzperformance einstudiert. Im Gepäck haben sie nicht nur gemeinsame Erfahrungen, sondern auch 48 Bilder zum Thema „Tschernobyl“. Gestaltet wurden die von einer Malklasse aus in Zhodino, rund 420 Kilometer und damit quasi einen Windstoß entfernt vom Ort der nuklearen Katastrophe.

An den Super-GAU im April 1986 können sich die meisten Schülerinnen und Schüler der Malklasse nicht aus eigener Erfahrung erinnern. „Umso erstaunlicher, was ihre Bilder ausdrücken“, findet Norbert Flör von der Tschernobyl-Initiative, der die Bilder schon in Zhodino gesehen hat. Einerseits stellen die Schüler düstere Szenen wie etwa die Evakuierung dar, andererseits kommt immer wieder viel positive Kraft und Lebenswille zum Ausdruck. Zu sehen ist die Ausstellung von Mittwoch, 18. April, (Vernissage um 12.30 Uhr) bis Dienstag, 8. Mai, in der Evangelischen Familienbildungsstätte, Scharpenberg 1b, Eintritt frei. Ein Ausstellungsprospekt liegt aus.

Gemeinsame Kunstprojekte sind wichtige Elemente der „Begegnung auf Augenhöhe“, die Dagmar van Emmerich, Vorsitzende der Initiative Tschernobyl-Kinder, sehr wichtig ist. „Wir haben mit humanitärer Hilfe begonnen, aber in den 20 Jahren unsere Partnerschaft auch weiterentwickelt“, erklärt Norbert Flör die Schritte, die vom reinen „Hilfspäckchen packen“ weg führten. Einen kulturellen Austausch ohne Feindbilder, etwa so wie im Rahmen der deutsch-französischen Freundschaft, wünscht sich Flör für die Zukunft.

Verständigen können sich die jungen Teilnehmer oft schon auf Englisch. Vieles funktioniert aber auch ohne Worte. „Gerade im Tanz können wir Erlebtes mit unserem Körper nachspüren“, sagt Ulla Weltike, die gemeinsam mit deutschen und belarussischen Jugendlichen die „Carmina Burana“ und ein Requiem einstudiert hat. „Die Carmina Burana enthält das ganze Leben, Trauer und Freude, alles, was auch die Teilnehmer des Austausches bewegt“, so Weltike. Während der Begegnung in Mülheim wir nochmals gemeinsam geprobt. Die Carmina Burana wird am Donnerstag, 26. April, 19.30 Uhr in der Stadthalle öffentlich aufgeführt. Karten für 15 Euro (ermäßigt 10 Euro) gibt es an der Abendkasse.

Für ihren Beitrag zur Verständigung zwischen West- und Osteuropa wurde die „Initiative Tschernobyl-Kinder“ 2010 mit dem Hoffnungspreis des Kirchenkreises An der Ruhr ausgezeichnet.

 

 

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ala / 12.04.2012



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