Besuch aus Tansania

"Keine Giraffentheologie betreiben"

Schon zum zweiten Mal zu Gast beim Kirchenkreis An der Ruhr ist Alex Malasusa, "Presiding Bishop" der ELCT (Evangelical Lutheran Church Tansania) und zugleich Bischof der Ost- und Küstendiözese, in der auch der neue Mülheimer Partnerdistrikt liegt.

Günther Thomé, Bischof Alex Malasusa, Superintendent Helmut Hitzbleck und Pfarrer David Ruddat (v.l.) LupeGünther Thomé, Bischof Alex Malasusa, Superintendent Helmut Hitzbleck und Pfarrer David Ruddat (v.l.)

Superintendent Helmut Hitzbleck empfing den tansanischen Gast. Beide nutzen die Möglichkeit zum Austausch über die Situation von Kirche und Gemeindearbeit in Deutschland und in Tansania. "Vor allem über missionarische Arbeit können wir viel von Tansania lernen. Wir hier müssen wieder neu lernen, die Menschen für uns zu begeistern", so Superintendent Helmut. Vor allem Investitionen im Jugendbereich seien wichtig, wenn die Kirche wachsen solle, betont Bischof Malasusa.

 

 

Das ist in Tansania auch der Fall. In vielen Gemeinden werden neue Gotteshäuser gebaut, neue Pastoren werden gesucht. Alex Malasusa weiß, welchen Herausforderungen diese in den Gemeinden gegenüberstehen. "Die Menschen erwarten von uns Antworten auf ihre Fragen. Da geht es um Armut, Aids und Korruption". In unseren Predigten kann es nicht nur um das ewige Leben gehen, sondern auch das Alltägliche müssen die Menschen wieder finden. Wir dürfen keine ,Giraffentheologie` betreiben - hoch herab von der Kanzel."

Alex Malasusa bleibt zwei Tage in Mülheim, ehe er zur VEM-Vollversammlung auf Borkum weitereist. Während seines Kurzbesuchs besucht er unter anderem Die Evangelische Ladenkirche mit der Ausstellung "Blaues Wunder - Menschenrecht Wasser" und das Evangelische Krankenhaus.

Der nächste Schritt auf dem Weg zur neuen Kirchenkreispartnerschaft ist der Besuch einer tansanischen Delegation in Mülheim im Herbst. Schon jetzt bekräftigte Bischof Malasusa die Einladung nach Tansania, in den neuen Partnerdistrikt Kinondoni.


 

 

 

ala /