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Ev. Kirchengemeinde Speldorf

Reformatorinnen. Seit 1517.

Die Reformation war keine „Ein-Mann-Show“, vielmehr gab und gibt es bedeutende Frauen, die der Kirche seit Luthers Zeiten ihren Stempel aufdrücken. Das zeigt die Ausstellung „Reformatorinnen. Seit 1517“, die im Dezember auch in Speldorf zu sehen ist. 

Bedeutende Frauen der Reformation würdigt die Evangelische Kirche im Rheinland mit der Ausstellung „Reformatorinnen. Seit 1517“. Sie ist ein Beitrag der rheinischen Kirche zum Reformationsjubiläum und zeigt: Die Reformation war keine „Ein-Mann-Show“ Martin Luthers. In Mülheim wird sie vom 1. bis 15. Dezmber 2017 im und rund um das Gemeindehaus Speldorf-Mitte, Duisburger Straße 276, zu sehen sein (Öffnungszeiten: montags bis freitags 9 bis 12 Uhr und 14.30 bis 17 Uhr).

Die Ausstellung sei ein wichtiger Beitrag zur rheinischen Art, Reformation zu feiern, sagte Präses Manfred Rekowski bei der Ausstellungseröffnung während der Landessynode in Bad Neuenahr. Denn die Ausstellung beschränke sich nicht nur auf eine historische Sicht, sondern richte den Blick auch auf die Gegenwart und in die Zukunft.

Den Ausstellungstitel „Reformatorinnen“ bezeichnete Rekowski als „bewusste Provokation, die auch gut ins Rheinland passt“. Frauen, die die Kirche reformierten oder reformieren, „die gab und gibt es“, unterstrich er. Diese Perspektive passe zur rheinischen Kirche, weil ihr zum einen die Geschlechtergerechtigkeit ein wichtiges Anliegen sei. Zum anderen sei es typisch für die rheinische Kirche, die Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Dies tue die Ausstellung, indem sie anhand von Biographien sichtbar mache, wie viel Mut, Kreativität und Innovationspotenzial nötig waren, um die Kirche zu reformieren.

Die Ausstellung stellt 13 bedeutende Frauen der Reformation vor. Ausgewählt wurden drei Gruppen, erläuterte Irene Diller, theologische Dezernentin in der Gender- und Gleichstellungsstelle der Evangelischen Kirche im Rheinland, die das Projekt entwickelt und realisiert hat. Erstens Frauen, die als Schriftstellerinnen theologisch gearbeitet haben, wie Argula von Grumbach. Sie verfasste Flugschriften in hohen Auflagen, „die mit denen von Luther durchaus mithalten können“, so Diller. Zweitens Herrscherinnen, die beherzt das umsetzten, was sie für wahr und richtig hielten, wie Elisabeth von Calenberg-Göttingen. Die Herzogin habe eine Landeskirchenordnung und die erste protestantische Staatsethik verfasst. Drittens Ehefrauen von Reformatoren, die wie Luthers Frau Katharina von Bora das reformatorische Wirken unterstützten und beförderten.

„Später kamen andere Rollen hinzu, die Frauen wahrnehmen konnten und in denen sie die Kirche weiterhin reformierten“, so Diller. Deshalb gehörten auch Friederike Fliedner, die Mitbegründerin der Kaiserswerther Schwesternschaft, die erste ordinierte Theologin der rheinischen Kirche, Pfarrerin Ilse Härter, und die Theologin Dorothee Sölle in die Ausstellung.

Über QR-Codes auf den Figuren und Roll-Ups sowie auf der Internetseite www.reformatorinnen.de können auch Gespräche der Frauen in Szenen ihres Lebens verfolgt werden.

Die multimediale Ausstellung wurde finanziell gefördert von der Staatsministerin für Kultur und Medien und wird in diesem Jahr noch an rund 40 Orten zu sehen sein: in vielen Kirchenkreisen im Rheinland, beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in Berlin, bei der Weltausstellung der Reformation in Wittenberg, beim ökumenischen Christusfest in Koblenz und auf der nordrhein-westfälischen Landesgartenschau in Bad Lippspringe.

 

 

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EKiR / ala / 10.01.2017



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