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Denkmal Gnadenkirche

Früher Wunsch nach Selbstständigkeit im eigenen Gotteshaus

Die Heißener Gnadenkirche ist eines von acht denkmalgeschützten Gotteshäusern im Kirchenkreis An der Ruhr. Sie wurde nach dem gleichen Bauplan wie die Kirchen in Spelorf und Styrum gebaut.

Die Gnadenkirche an der Hingbergstraße. LupeDie Gnadenkirche an der Hingbergstraße.

Ein Beschluss der Altstadtgemeinde aus dem Jahr 1881 hatte Folgen gleich für drei der heutigen Mülheimer Kirchengemeinden. Damals entschied die Altstadtgemeinde, zu deren Bezirk auch Speldorf gehörte, drei neue Kirchbauten in Auftrag zu geben, nicht nur für Speldorf, sondern auch für Heißen und Styrum. So verfügen diese Gemeinden bis heute über drei nahezu baugleiche Kirchen. Vermutlich, um Geld zu sparen, baute man das Langhaus immer nach dem gleichen Plan. Zugrunde liegt jeweils der Entwurf des Kirchbaumeisters Ernst Roßkothen aus Frankenberg. Die Grundrisse der Langhäuser sind nahezu identisch, weisen aber in ihren Details interessante Varianten auf. 

 

 

Die Orgel in der Gnadenkirche LupeDie Orgel in der Gnadenkirche

Dem Kirchbau in Heißen ging der Wunsch nach mehr Eigenständigkeit voraus. Im ehemals selbstständigen Ortsteil Heißen wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts der Wunsch der evangelischen Bürger immer stärker, sich von der Altstadtgemeinde zu lösen. Der erste Pfarrer wurde bereits 1876 eingeführt. Ab 1878 traf sich die Heißener Gemeinde zu eigenen Sonntagsgottesdiensten. Sie fanden in einem Schulgebäude statt, das an der Stelle der heutigen Kirche stand.

1882 erfolgte die Grundsteinlegung auf dem zentral gelegenen Grundstück am Heißener Markt, in Nachbarschaft zum Bürgermeisteramt. Schon am 24. Oktober 1883 konnte die Kirche eingeweiht werden.

Die Gnadenkirche ist im neugotischen Stil aus Backstein errichtete mit einem Polygonchor als Apsis. Der 52 Meter hohe quadratische Spitzturm mit seinen vier ebenfalls spitzgedeckten Flankentürmchen wurde erst später (1894) vorgesetzt und erhielt ein detailreiches Portal aus Naturstein.

 

 

Kirche als Kunstraum: Skulpturen von Edith Stefelmanns. LupeKirche als Kunstraum: Skulpturen von Edith Stefelmanns.

Abgesehen vom Portal ist der sonstige äußere Gebäudeschmuck sehr spärlich. Andere, ursprünglich vorhandene Natursteingliederungen, vor allem die spitzbogigen Maßwerkfenster im Turm und Langhaus, sind zum Teil schon 1938/39 aufgrund starker Erosion umgestaltet worden. Das Innere der Kirche wird vom Holzwerk der Stützen, der teilweise kassettierten Deckenuntersichten und der Orgelempore dominiert. Die 1964 und 1995 erneuerten Chorfenster sind bleiverglast und durch Glasmalerei gestaltet.

Die erste Orgel aus der Orgelbauanstalt Paul Faust (Schwelm), wurde in den 1940er Jahren ausgebaut, die heutige Orgel der Firma V. Peter (Köln), konnte 1959 eingeweiht werden. Die drei Bronzeglocken von 1906 wurden im Ersten Weltkrieg (1917) beschlagnahmt. 1923 erhielt die Kirche neue vom Bochumer Verein erstellte Eisengussglocken.

 

Dieser Text ist der Broschüre "Orte der Einkehr und des Gebets - Denkmalgeschützte Kirchen" entnommen. Das Heft ist erschienen zum Tag des offenen Denkmals 2007 und kann im Öffentlichkeitsreferat des Kirchenkreises An der Ruhr nachbestellt werden. Die Broschüre enthält Texte, Fotos und Architekturzeichnungen, von denen die Untere Denkmalbehörde der Stadt Mülheim zahlreiche zur Verfügung gestellt hat.

Broschüre als pdf zum Download.

 

 

ala /

 



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