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Freitag, 23. Oktober, 14.00 Uhr
Durchatmen - Mittagsandacht
Evangelische Ladenkirche
Freitag, 23. Oktober, 18.00 Uhr
Meditativer Tanz
Matthäuskirche
Freitag, 23. Oktober, 19.30 Uhr
Else Lasker-Schüler - Eine Lesung mit Musik
Petrikirche

 

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Losung

für den 23.10.2020

Ich will mit euch einen ewigen Bund schließen.

Jesaja 55,3

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Service

Evangelische Beratungsstelle

Survival-Tipps fürs Homeoffice

Zu Hause zu arbeiten und gleichzeitig die Kinder zu betreuen, stellt Eltern gerade vor eine große Herausforderung. Diplom-Psychologe und Familientherapeut Volker Rohse  hat einige Tipps, wie Familien diese schwierige Zeit gut überstehen können. 

Volker Rohse leitet die Evangelische Beratungsstelle für Erziehungs-, Ehe- und Lebensfragen im Kirchenkreis An der Ruhr. Volker Rohse leitet die Evangelische Beratungsstelle für Erziehungs-, Ehe- und Lebensfragen im Kirchenkreis An der Ruhr.

Machen Sie gemeinsam mit den Kindern einen Wochenplan.

Viele Familien erstellen sich gerade einen Wochenplan, auf dem für alle ersichtlich ist, was wann ansteht. Lassen Sie die Kinder dabei mitüberlegen und den Plan mitgestalten, dadurch wird es ein gemeinsames Projekt der Familie. Wenn die Kinder mitwirken können, fühlen sie sich ernst genommen und sind auch eher bereit, sich an Absprachen zu halten. Und sie können immer wieder nachschauen, wann die nächste Pause naht und sehen, dass am Wochenende auch wieder gemeinsame freie Zeit ansteht.

 

Behalten Sie Routinen und Rituale bei.

Kinder lieben Routinen, weil sie ihnen die Welt vereinfachen. Sie wissen:  Ich kann mich auf etwas einstellen. Und Routinen helfen allen, den Alltag gut zu überstehen. Gerade in Zeiten, die durch Veränderungen gekennzeichnet sind, geben gleiche und verlässliche Abläufe Sicherheit und Orientierung.  Versuchen Sie, im Wochenplan Strukturen weiterzuführen, die den Kindern aus Kita und Schule bekannt sind.  Behalten Sie feste Zeiten zum Aufstehen und Schlafengehen bei. Genauso wichtig ist es aber auch, liebgewonnene Rituale wie das abendliche Vorlesen beizubehalten.

 

Schaffen Sie feste  Arbeitszeiten.

Legen Sie Zeiten fest,  zu denen sowohl Eltern als auch Kinder arbeiten. So schaffen alle, was sie schaffen müssen. Eltern können ihren Kindern dabei helfen sich zu strukturieren, indem sie sie entscheiden lassen, mit welchem Fach sie anfangen und welche Aufgaben sie bis zur nächsten gemeinsamen Pause schaffen möchten. Hierbei sollten sich die Kinder erreichbare Ziele setzen. So lernen Kinder, mit so wenig Hilfestellung wie möglich Verantwortung für ihre Aufgaben zu übernehmen. Aufgaben, die nicht allein gelöst werden können, werden später gemeinsam angeschaut.

 

Planen Sie ausreichend Pausen ein.

Je älter Kinder sind, umso länger ist ihre Konzentrationsspanne. Sind bei Kindern im Kindergartenalter 15  bis 30 Minuten schon eine lange Zeit, wenn sie sich selbst beschäftigen sollen, können für  Schulkinder schon 30 bis 45 Minuten lange Arbeitsphasen eingeplant werden.

Pausen und gemeinsame Zeit nach einer Arbeitsphase (oder einer Allein-Spiel-Phase) sind der Schlüssel zur Zufriedenheit aller. Genießen Sie die arbeitsfreie Zeit ganz bewusst, zum Beispiel mit einem gemeinsamen Spiel. Schöne gemeinsame Momente können uns durch den Tag tragen. 

 

Wechseln Sie sich bei der Betreuung ab.

Wenn beide Eltern zu Hause sind, teilen Sie sich auf, wer wann die Kinder betreut oder während der Arbeitsphasen ansprechbar ist. Dann kommt immer eines der Elternteile dazu, seine Sachen zu erledigen. Oder hat Zeit, mal durchzuatmen. 

Verabreden Sie Zeichen, wenn Sie – oder auch die Kinder – nicht gestört werden wollen.

Wenn Sie eine Weile ungestört arbeiten oder telefonieren möchten, beziehen Sie die Kinder in die Lösung mit ein. Auch mit kleineren Kindern kann man gemeinsam Zeichen oder Bilder überlegen, die zeigen, ob eine Störung gerade willkommen ist oder nicht. Das können zum Beispiel eine Ampel oder vom Kind gemalte Smilies sein.  Und wenn eines der Kinder doch ins Videomeeting platzt: Bewahren Sie die Ruhe. Gerade in der jetzigen Situation wird jeder Verständnis dafür haben. 2017 wurde Professor Robert Kelly berühmt, als er während eines BBC Live-Interviews im Homeoffice von seinen kleinen Kindern gestört wurde. Eltern sollten solche Situationen mit Humor nehmen.

Die verabredeten Zeichen sollten aber auch für die Kinder gelten, wenn diese nicht gestört werden wollen, zum Beispiel wenn sie lernen, in Ruhe ein Hörspiel hören wollen oder sich online mit Freunden treffen.

 

Legen Sie angemessene Medienzeiten fest.

In vielen Familien wird die übliche Faustregel von 30 Minuten Medienzeit im Kindergartenalter und 60 Minuten im Grundschulalter im Moment nicht umzusetzen sein.  Versuchen Sie dennoch, feste Zeiten zu verabreden. Nur so lernen Kinder, mit Medien umzugehen und ihre Zeit einzuteilen. Zum Beispiel: Nach einer Folge der Lieblingsserie bleibt noch eine halbe Stunde für etwas anderes. Medienzeit umfasst die Nutzung aller elektronischen Medien: Fernsehen, Tablet, Handy und Konsole.

Letztlich können Sie Ihre Kinder am besten einschätzen und entsprechend für Ausgewogenheit sorgen. Aktive Kinder, die sich auch ohne elektronische Medien gut beschäftigen, können auch mal mehr Zeit vor dem Bildschirm verbringen, weil sie nicht daran kleben bleiben. Bei Kindern, die sich nur schwer zu etwas anderem aufraffen können, besteht die Gefahr, dass sich dieses Verhalten noch verstärkt. Hier können Sie mit gemeinsamen Spielen und Beschäftigungen gegenwirken. Die meisten Kinder machen nämlich am liebsten etwas mit anderen zusammen.

 

Erlauben Sie sich, weniger zu schaffen als sonst.

Wenn Eltern sich unter Druck setzen, im Homeoffice genauso produktiv zu sein wie auf der Arbeit, kann das nicht gelingen. Die meisten Arbeitgeber haben dafür Verständnis. Wenn Sie sich erlauben, in dieser besonderen Situation  weniger zu schaffen als sonst, können Sie sich über das freuen, was geht, aber auch die Zeit mit den Kindern genießen. Eltern tun also gut daran, ihre Ansprüche an sich selbst herunterzuschrauben und die Situation zur Entschleunigung zu nutzen. Viele Familien gestalten die von außen verordnete Zeit auch bewusst mit gemeinsamen Spaziergängen in der Natur oder mit Fahrradtouren. Bewegung, Abwechslung und neue Eindrücke tun allen gut und nachher lässt es sich auch leichter wieder zu Hause miteinander umgehen.

 

Reden Sie mit Ihren Kinder über deren Ängste und bleiben Sie authentisch.

Ängste können auch zu Spannungen untereinander führen. Deshalb ist es gut, wenn Sie mit Ihren Kindern über deren Ängste sprechen. Gehen  Sie offen und ehrlich auf die Fragen Ihrer Kinder ein, aber überschütten Sie sie nicht mit Informationen. Achten Sie auf altersgerechte Erklärungen. Im Internet gibt es gute Anregungen, wie Sie mit kleineren Kindern über das Virus sprechen können, zum Beispiel in Form eines Experiments, das mit Wasser und Pfeffer veranschaulicht, warum Händewaschen so wichtig ist. Sie müssen nicht auf alle Fragen ihrer Kinder eine Antwort wissen. Es kann Spaß machen, gemeinsam nach Antworten zu suchen. Und bleiben Sie in den Gesprächen authentisch, selbst wenn Sie verunsichert sind. Zum Beispiel, wenn Sie nicht genau sagen können, wann man die Großeltern wiedersehen kann. Kinder haben ein gutes Gespür dafür, ob ihre Eltern das, was sie sagen, auch meinen. So können Sie als Familie lernen, auch Unsicherheiten gemeinsam auszuhalten.  

Wichtig ist es dennoch, dass Sie zwischen ihren eigenen Ängsten und denen ihrer Kinder unterscheiden. Erwachsenenthemen wie mögliche existenzielle Ängste sollten auch Themen unter Erwachsenen bleiben und besser abends mit Freundinnen und Freunden besprochen werden.

 

Achten Sie auf sich.

Wenn es den Eltern gut geht, geht es auch den Kindern gut. Bei allem Stress: Finden Sie Dinge, die Ihnen gut tun und helfen, sich zu entspannen. Wo sind Ihre Kraftquellen? Yoga, Meditation, ein strammer Spaziergang – vieles geht auch trotz der momentan geltenden Regeln.

 

Die aktuelle Situation stellt viele Familien vor Herausforderungen. Die evangelischen Beratungsstellen unterstützen Familien bieten telefonische Sprechstunden an. Eine Übersicht zur Telefonberatung findet sich hier.

Mögliches Vorgehen für einen Wochenplan: Alles sammeln, was gemacht werden muss und soll; Uhren mit Zeiten malen;  erst die Mahlzeiten festlegen, dann die Pflichten und die schönen Dinge. (Foto: ekir.de/Maren Kockskämper) Mögliches Vorgehen für einen Wochenplan: Alles sammeln, was gemacht werden muss und soll; Uhren mit Zeiten malen; erst die Mahlzeiten festlegen, dann die Pflichten und die schönen Dinge. (Foto: ekir.de/Maren Kockskämper)

 

 

 

Link-Tipps der Redaktion: Beschäftigungsideen für Kinder

 

Albas tägliche Sportstunde: Der Basketballverein Alba Berlin bietet montags bis freitags täglich neue Sportvideos für Kita- und Grundschulkinder auf seinem YouTube-Kanal an.

Digitale Vorlesebücher: Einen digitalen Geschichtenservice mit Vorlesegschichten für Kinder im Alter von drei bis sieben Jahren bietet der Service der Stiftung Lesen jede Woche unter https://www.einfachvorlesen.de/ an. Das Angebot ist online oder aber auch als App für Tablet oder Smartphone kostenlos nutzbar. Auf der Homepage der Stiftung gibt es darüber hinaus noch Bastel- und Aktionsideen.

Online-Musikstunde: Julia Miller-Lissner/Kindermusik vom Feinsten bietet auf ihrem YouTube-Kanal Musikstunden für alle Eltern mit Kindern von null bis fünf Jahren an:

Bastelideen für Ostern: Auf dem Kiga-Portal gibt es einen Gratis-Bereich für Eltern mit Bastelideen für Ostern.

Audible Stories: Audible hat eine Auswahl von Hörbüchern für Kinder in sechs Sprachen zusammengestellt, die kostenlos gehört werden können. Das Angebot soll noch erweitert werden.

Malen, basteln, rätseln:  Der Tessloff-Verlag bietet kostenlose Downloads an.

 

Kirchliche Angebote

Godly-Play-Kindergottesdienste für zu Hause: Bis zum 12. April wird jeweils Samstagabend (bzw. Gründonnerstagabend) eine Godly-Play-Darbietung bei  YouTube hochgeladen. Die Auswahl  konzentriert sich auf die Passionszeit: 29.März: Jesus öffnet die Augen (Bartimäus),  5. April:  Jesus leidet und stirbt,  10. April: Jesus betet in Gethsemane,  12. April: Warum wir Ostern feiern: Das leere Grab.

KiBiWo@Home von Kirche Unterwegs: Eine Kinderbibelwoche für zu Hause, 15. bis 17. April, jeweils 9.30 Uhr auf http://www.kircheunterwegs.de bzw. Facebook: @KiBiWoatHome

Kidscom online: Die Evangelische Kirchengemeinde  Cochem  hat einen YouTube-Kanal gestartet, auf dem es für  Kinder Theaterstücke, Basteltipps, Spieltipps und biblischen Geschichten gibt.

Ohrenkirche für Kids: Die Kirchengemeinde Sankt Augustin Niederpleis und Mülldorf hat einen Kids-Blog eingerichtet, wo bereits  die erste Folge der „Ohrenkirche für Kids“ zu hören ist, eine etwa zehnminütige Geschichte, abrufbar auch über das Smartphone.

Weitere Angebote zum Thema „Kirche und Kinder“ finden Sie auf der Webseite des Rheinischen Verbandes für Kindergottesdienst und in unserer Ideenbörse auf ekir.de.

 

 

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Text: Christina Schramm / EKiR.de / 30.03.2020



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