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für den 21.10.2019

Wehe den Hirten, die sich selbst weiden! Sollen die Hirten nicht die Herde weiden?

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Evangelische Jugend bildet "Couragelotsen" aus

Was tun, wenn es Stress mit anderen gibt, „Anmache“ laut wird, oder sich gar Gewalt anbahnt? Die Evangelische Jugend  bietet für alle ab 16 Jahren, die sich in der Jugendarbeit engagieren, einen „Couragelotsen“-Kursus an. Anmeldungen bis 11. Februar.

Über vier Wochenenden erstreckt sich die Schulung, die am 19. Februar beginnt. Angesprochen sind in erster Linie Freiwillige, die sich in der Jugendarbeit engagieren, sei es in Kirchengemeinden oder bei Einrichtungen anderer Träger.

 Die "Couragelotsen" ...

  • schulen ihre aufmerksame Wahrnehmung. Zuerst geht es darum, zu verstehen, wie ein Konflikt geartet ist.
  • tanken Selbstbewusstsein, um den Mut zu haben, in einen Konflikt einzugreifen. 
  • lernen viel über Konflikte und Eskalation, um selber entscheiden zu können, wie man sinnvoll handelt.
  • sind keine forschen Helden, die sich bei jeder Prügelei dazwischen werfen, sondern sensible Menschen, die immer auch ein Auge auf andere haben.

 

Sie bilden die Couragelotsen aus: Kondja Lupp (li.) und Simon Sandmann. Sie bilden die Couragelotsen aus: Kondja Lupp (li.) und Simon Sandmann.

Die Kursleiter Diplom-Sozialpädagoge Simon Sandmann und Kondja Lupp haben selber eine einjährige Ausbildung zum Couragetrainer absolviert und bringen ihre beruflichen Erfahrungen aus der Jugendarbeit in die Seminare ein.

"Man lernt in der Couragelotsen-Fortbildung zum Beispiel, laut und deutlich "Stopp!" zu sagen, zum Beispiel, wenn eine Schlägerei entsteht", erklärt Simon Sandmann. Zum Konzept des Kurses gehört es auch, sich sowohl in die Täter- als auch in die Opferrolle hineinzubegeben. Deswegen stehen immer wieder Rollenspiele, auch Kampfspiele, auf dem Programm. "Die Teilnehmenden merken da erst richtig, welchen Tunnelblick ein Angreifer hat", erklärt Sozialpädagoge und Couragetrainer Sandmann. "Und aus diesem Tunnel müssen wir ihn herausholen." Die "paradoxe Intervention" ist eine Methode, die dabei helfen kann, erklärt er: "Der Angegriffene fragt zum Beispiel plötzlich nach der Uhrzeit oder führt einen verrückten Ententanz auf."

Oberstes Gebot ist jedoch immer die eigene Sicherheit, auch das lernen die Couragelotsen. "Wenn man selber in Gefahr ist, heißt es immer: weglaufen und die Polizei rufen", so Kondja Lupp. Keine Superhelden wolle man durch das Training produzieren, sondern sensible Mitmenschen mit Rüstzeug zum Umgang mit Gewalt versehen.

Die Ausbildung zum Couragelotsen ist herausfordernd. Kondja Lupp: "Die Teilnehmenden werden sicherlich an eigene Grenzen stoßen, und auch lernen, selber Grenzen zu setzen. Das stärkt unser Selbstwertgefühl und hilft uns, die Courage dann auch in der Jugendarbeit und im Alltag zu leben."

Nach der Fortbildung bekommen alle Teilnehmenden ein Zertifikat. "Die im Training erworbenen Fähigkeiten sind als "social skills" sicherlich auch bei mancher Bewerbung hilfreich", sagt Simon Sandmann.

Wer sich für die "Couragelotsen"-Fortbildung interessiert, bekommt weitere Informationen bei Jugendpastor Torsten Möller, Kirchenkreis An der Ruhr, Telefon 3003.124 oder jugend@kirche-muelheim.de. Anmeldungen nimmt Pastor Tosten Möller bis zum 11. Februar entgegen.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Die "Couragelotsen"-Fortbildung wird finanziell unterstützt durch die Stiftung "Jugend mit Zukunft".

 

 

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25.01.2011



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