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für den 17.11.2019

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Service

Tansania-Partnerschaft

Bildung in den Blick genommen

Reformation und Bildung war das Leitthema des Partnerschaftsbesuches. Darüber hinaus bleiben viele herzliche persönliche Begegnungen in Erinnerung - Bildergalerie hier, ausführlicher Bericht beim Partnerschaftsgottesdienst im September.

Zu Besuch in der Grundschule an der Augustastraße, im Bild: Sozialarbeiterin Mwamini Chuma, District Pastor Anta Muro und Pfarrer Godlisten Nkya Zu Besuch in der Grundschule an der Augustastraße, im Bild: Sozialarbeiterin Mwamini Chuma, District Pastor Anta Muro und Pfarrer Godlisten Nkya

Der gemeinsame Floßbau, die Andacht im Wittenberger Luthergarten und viele begeisterte Grundschüler an der Augustastraße, die „ihre“ Helden aus Tansania gar nicht mehr loslassen wollten , viele Bilder und vor allem viele Begegnungen bleiben Gästen und Gastgebern nach dem Besuch der tansanischen Partnerschaftsdelegation in Erinnerung.

„Reformation und Bildung“ hieß das Thema der Partnerschaftsbegegnung, die im Mai in Mülheim stattfand. District Pastor (Superintendent) Anta Muro, Sozialarbeiterin Mwamini Chuma, Pfarrer Mwipile Mpayage, Pfarrer Godlisten Nkya und Verwaltungsmitarbeiter Tumaini Tesha waren im Kirchenkreis zu Gast. Gemeinsam mit den Mitgliedern des Partnerschaftskreises besuchten sie verschiedene Bildungseinrichtungen in Mülheim und Umgebung: die KiTa Muhrenkamp auf dem Kirchenhügel, ebenso wie die Sprachschule und Kinderbetreuung des Diakonischen Werks, die Familienbildungsstätte und die Grundschule mit offener Ganztagsbetreuung durch das Diakonische Werk in Styrum. Dabei gab es auch für die Mülheimer Partner immer wieder Neues zu entdecken.

Chancengleichheit und gerechter Zugang zu Bildung sind auch im vermeintlich reichen Deutschland ein Thema, erfuhren die Gäste beim Besuch an der Styrumer Grundschule. „Die Kinder in unseren Klassen kommen oft mit geringeren Voraussetzungen zu uns als es in anderen Stadtteilen der Fall ist“, berichtete etwa Schulleiterin Simone Dausel an der Grundschule Augustastraße. Auch in Daressalam entscheidet der soziale Hintergrund über Schulkarrieren. Eltern, die sich das Schulgeld leisten können, schicken ihre Kinder oft auf Privatschulen.

Auch die tansanischen Kirchenpartner setzen sich ein für bessere Bildungschancen. Einige Projekte wie etwa die neue Mädchenschule der tansanischen Öst- und Küstendiözese der Ev.-Lutherischen Kirche in Mkuza hatte die Mülheimer Delegation schon bei ihrem letzten Besuch in Daressalam 2014 kennengelernt. Der Besuch in Mülheim war die thematische Fortsetzung der letzten Begegnung in Daressalam, bei der es schwerpunktmäßig um die Arbeit der Kirche für junge Frauen und Mütter ging.

Dass der Einsatz für mehr Bildung schon zu Zeiten der Reformation ein großes Anliegen der Kirchengelehrten war, erlebten die Partner aus Mülheim und Daressalam gemeinsam in Wittenberg. – Für nicht wenige Teilnehmende der deutsch-tansanischen Reisegruppe ein gemeinsames „erstes Mal“, denn auch viele der mitgereisten Mülheimer Partner hatten die Reformationsstadt zuvor noch nicht besucht. Nicht nur Partnerschaftsarbeit, auch Reformation ist „Teamwork“, diesen Eindruck nahmen alle aus Wittenberg mit. Denn schon zu Luthers Zeiten war es nicht der zu Weltruhm gelangte Reformator allein, der das Projekt Reformation vorantrieb. Er konnte auf die Unterstützung durch den „Lehrer der Nation“ Phillip Melanchton, Lucas Cranach, Katharina von Bora und Pfarrer Bugenhagen setzen. Gemeinsam erlebten die Gäste aus Mülheim und Daressalam auch die Wirkungsstätten der Reformatoren.

Ein volles Programm, die Kommunikation in der Zweit- oder Drittsprache Englisch, dazu ein Frühsommer, der sich nicht von der wärmsten Seite zeigte, all das verlangte den Teilnehmenden einige Ausdauer ab. Aufgewogen wurde die Mühe durch viele spannende Begegnungen und Herzlichkeit, die immer weiterhalf, auch wenn einmal die Worte fehlten.

Untergebracht waren die Besucher aus Daressalam, wie bei den Partnerschaftsbegegnungen üblich, in Gastfamilien. Für 2018 steht der nächste planmäßige Gegenbesuch in Daressalam an. Alle zwei Jahre findet im Rahmen der Kirchenkreispartnerschaft eine Begegnung, je abwechselnd in Mülheim und in Daressalam, statt. „Wir würden die Partnerschaft künftig gerne etwas breiter aufstellen und haben mit den Partner über eine Begegnung speziell für Chorsängerinnen und Sänger nachgedacht“, berichtet Pfarrerin Ursula Thomé über die Perspektiven für die Weiterarbeit.

Die Begegnungen werden durch den Partnerschaftskreis Tansania vorbereitet, der offen für alle interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist. Neue Mitglieder sind stets herzlich willkommen (Kontakt: thome@gmoe.de, Telefon 882269413).

Einladung zum Partnerschaftsgottesdienst

Wer mehr über den Besuch in Mülheim oder die Partnerschaftsarbeit allgemein erfahren möchte, ist herzlich eingeladen zum Partnerschaftsgottesdienst, den der Kirchenkreis am Sonntag, 25. September, 11.15 Uhr, in der Heißener Erlöserkirche feiert.

 

 

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ala / 29.06.2016



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