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für den 16.02.2019

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Die 1938 ausgegebene Briefmarke erinnert an die 20 Jahre zuvor erlangte Wiederentstehung Polens. Zu sehen ist Staatsgründer Józef Piłsudski. Die 1938 ausgegebene Briefmarke erinnert an die 20 Jahre zuvor erlangte Wiederentstehung Polens. Zu sehen ist Staatsgründer Józef Piłsudski. Gezeigt wird er vor rauchenden Kanonen. Dabei war Polen im November 1918 fast kampflos unabhängig.

Thema „100 Jahre Polen“ im TFG

Geschichte entdecken über Briefmarken

Zeitgeschichte anhand von Briefmarken entdecken, diese kleinen rechteckigen Klebebilder, die aus der Mode kommen – es gibt wohl Spannenderes im Leben von Neuntklässlern. Doch: Schülerinnen und Schüler der 9D des Theodor-Fliedner-Gymnasiums (TFG) in Düsseldorf haben sich auf diese Weise mit „100 Jahre Polen“ beschäftigt.

Die Schüler Xufei, Jakob und Max mit Lehrer Alfons Scholten (v.l.). Die Schüler Xufei, Jakob und Max mit Lehrer Alfons Scholten (v.l.).

„Mit Briefmarken haben wir tatsächlich nur noch zu tun, wenn wir eine Postkarte aus dem Urlaub schicken“, sagt der 15-jährige Max. „Unsere Kommunikation läuft natürlich über soziale Netzwerke. Aber es war auf jeden Fall interessant, weil es auf einer Briefmarke viel zu entziffern und zu entdecken gibt. Die Briefmarken der Ausstellung erzählen viel von der Geschichte Polens. Es sind gute Zeitzeugen.“

Davon können sich nun auch die anderen Schülerinnen und Schüler des TFG ein Bild machen: Gemeinsam mit Geschichtslehrer Alfons Scholten präsentiert die Klasse noch bis zum 28. Februar in der Aula der Schule eine Briefmarkenausstellung des Deutschen Polen-Instituts aus Darmstadt.

Erster Papst aus Polen: Die Briefmarke erschien wenige Tage nach seinem Tod am 2. April 2005. Erster Papst aus Polen: Die Briefmarke erschien wenige Tage nach seinem Tod am 2. April 2005.

In einzelnen Gruppen haben sich die Schülerinnen und Schüler bestimmte Abschnitte der polnischen Geschichte vorgenommen. Die Stationen der Ausstellung erzählen von der Wiederentstehung des polnischen Staates nach dem Ersten Weltkrieg 1918 über die Kämpfe um Staatsgrenzen und die Besatzungsherrschaft im Zweiten Weltkrieg bis hin zum Widerstand gegen die Wehrmacht und dem Neuanfang nach dem Kriegsende sowie den Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen Polens.

„Altes mit Neuem zu verknüpfen, ist nie wirklich einfach. Es war aber nicht so schwer, wie wir das vorher erwartet haben. Wenn diese Verbindung gelingt, ist die digitale Präsentation vor allem für die jüngeren Besucher der Ausstellung ansprechender“, erzählt Max. Mit der Gratis-App „Biparcours“ haben er und seine Mitschüler einen „Guide“ für das Smartphone entwickelt. Durch das Scannen eines QR-Codes erhalten die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung weitere Informationen und erleben das im Unterricht Erarbeitete auf dem mobilen Endgerät.

Gemeinsam mit polnischer Partnerschule

Einen Teil dieser Inhalte haben Jakob (15) und Xufei (14) erarbeitet. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten mit dem komplexen Thema haben die beiden Schüler Gefallen an dem Projekt gefunden, das im Rahmen eines eTwinning-Programms - also der Vernetzung von europäischen Schulen über das Internet - gemeinsam mit einer polnischen Partnerschule durchgeführt wurde.

„Es war auf jeden Fall mal etwas Anderes. Wir haben im Rahmen des Projekts gelernt, dass Briefmarken auch politische Botschaften transportieren“, sagt Jakob. Xufei ergänzt: „Es ist erstaunlich, wie viele Details in der Bearbeitung zu erkennen sind.“

Zugang zu Geschichte funktioniert immer über Altes

Geschichtslehrer Alfons Scholten gibt zu, dass die Schülerinnen und Schüler beim Projektstart ein wenig angeschoben werden mussten. „Es war nicht immer leicht, sie zu motivieren. Aber der Zugang zu Geschichtlichem funktioniert immer über Altes – in diesem Fall halt über Briefmarken.“

Mit Hilfe von „Biparcours“ und dem elektronischen „Guide“ sollen auch die anderen Schülerinnen und Schüler des TFG angelockt werden. Offenbar mit Erfolg. Der „Leistungskurs Geschichte“ wird die Ausstellung in jedem Fall besuchen.

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ekir.de / Tobias Kemberg / 13.02.2019



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