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für den 18.08.2019

Befiehl dem HERRN deine Wege und hoffe auf ihn, er wird's wohlmachen.

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Ladenkirche

Pflegeversicherung - Tipps für Betroffene und Angehörige

Viele Fragen hatten die Besucherinnen und Besucher zum Infonachmittag über die Pflegeversicherung mitgebracht. Referent Frank Zerbock stand in der Ladenkirche Rede und Antwort.

Referent Frank Zerbock Referent Frank Zerbock

"Was ist, wenn ich meine Eltern versorgen muss?" und  "Was, wenn ich selbst eines Tages auf Hilfe angewiesen bin? Und: "Wird man im Geschäft mit der Pflege letzten Endes nicht nur abgezockt?" Ängste und auch Misstrauen schwangen mit in den Fragen, die die Zuhörerinnen und Zuhörer mitbrachten.

Sie erfuhren, dass die Pflegeversicherung keine Vollversicherung ist, sondern immer nur Zuschüsse gewähren kann. "Dennoch gewährt kein anderes europäisches Land eine derartige gesetzliche Versicherung", so Frank Zerbock, Sachgebietsleiter bei der Barmer Ersatzkasse in Essen.

 

 

Nicht nur zum Zuhören waren die Veranstaltungsbesucher gekommen, viele hatten eigene Fragen mitgebracht. Nicht nur zum Zuhören waren die Veranstaltungsbesucher gekommen, viele hatten eigene Fragen mitgebracht.

Auch die Einordnung in die verschiedenen Pflegestufen erläuterte der Referent. Entscheidend seien oft festgelegte Zeitkorridore, für das Duschen werden etwa stets nur 15-20 Minuten angerechten, ganz gleich ob der Pflegebedürftige dafür tatsächlich eine halbe Stunde oder sogar länger brauche. "Da gibt es schon grenzwertige Fälle. Für die Betroffenen ist das natürlich dramatisch, wenn nur eine Minute fehlt, um eine Pflegestufe zu erreichen", räumte der Versicherungsfachmann ein.

An den gesetzlichen Vorgaben können Betroffene kaum etwas ändern. Allerdings hatte Frank Zerbock auch praktische Tipps für seine Zuhörerinnen und Zuhörer mitgebracht: "Wenn sich Pflegebedürftigkeit anbahnt, melden Sie sich am besten sofort bei ihrer Pflegekasse. Oft wird schon der erste Anruf als Antragsdatum anerkannt."

Ob jemand Anspruch auf Pflegegeld hat, muss der medizinische Dienst feststellen. "Wenn Sie mit dem Ergebnis nicht einverstanden sind, können Sie das Gutachten anfordern, das ist Ihr Recht", klärte Zerbock auf. Wenn die Pflegebedürfnisse nicht ausreichend gewürdigt wurden, ist ein Widerspruch möglich. "Führen Sie am besten ein Pflegetagebuch", riet Zerbock den Anwesenden, "so können Sie am besten nachweisen, wo genau im Alltag Hilfe benötigt wird."

Aktuell gibt es in Deutschland drei bis vier Millionen pflegebedürftige Bürgerinnen und Bürger und zweieinhalb Millionen pflegende Angehörige. Die haben verschiedene Ansprüche auf Unterstützung, zum Beispiel darauf, dass eine Fachkraft Sie in einem zweistündigen Kurs in die häusliche Pflege einführt. Wer mehr als 14 Stunden in der Woche für die Pflege von Angehörigen aufwendet, ist sogar rentenversichert.

Nähere Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten sind bei allen Krankenkassen erhältlich. Oft informieren auch andere Stellen, wie zum Beispiel die Kommunen.

Wie man eine Wohnung seniorengerecht gestaltet, erklärt Jorge Escanilla-Rivera vom Kommunalen sozialen Dienst der Stadt Mülheim bei einem Infonachmittag am Dienstag, 10. März, 15 Uhr, in der Evangelischen Ladenkirche. Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit der Evangelischen Familienbildungsstätte statt.
 

 

 

ala /

 



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