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für den 26.05.2019

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Pfarrstellen in der Schule

"Schulbeginn" für Christine Erzfeld und Volker Stamm

Zum Schuljahr 2007/08 haben zwei Theologen aus dem Kirchenkreis An der Ruhr eine Pfarrstelle im Schuldienst angetreten. Christine Erzfeld unterrichtet Religion im Berufskolleg an der Kluse und Volker Stamm an der Rembergschule.

Christine Erzfeld und Volker Stamm Christine Erzfeld und Volker Stamm

35-Jährige unterrichtet Evangelische Religion am Berufskolleg an der Kluse

Im Berufskolleg unterrichtet Christine Erzfeld angehende Maler und Lackierer, Chemieassistenten oder Elektroinstallateure, aber auch Jugendliche ohne Ausbildungsplatz. "Es ist wichtig, dass Kirche auch einen Platz in der Gesellschaft hat. Der Religionsunterricht bietet eine wertvolle Chance, diesen Platz einzunehmen", sagt Christine Erzfeld, die zuvor an einer Gesamtschule in Essen tätig war. "Natürlich spricht Religion nicht jede und jeden in der Klasse auf Anhieb an. Aber in meinem Unterricht kann ich mit den Jugendlichen gemeinsam ihre Lebensperspektiven in den Blick nehmen und ihnen das vermitteln, was ich am christlichen Menschenbild wichtig finde."

Als Pfarrerin, die Religion unterrichtet, ist Christine Erzfeld auch für Gespräche da, die sich oft "zwischen Tür und Angel" anbahnen. Schülerinnen und Schüler melden sich mitunter auch mit einem persönlichen Problem. "Die Schüler sollten aus dem Religionsunterricht mitnehmen, dass sie als Individuum wichtig sind", sagt Christine Erzfeld. Dazu gehört es auch, ganz spontane Fragen zu klären, wie die, ob man als katholischer Christ evangelisch heiraten dürfe.

Christine Erzfeld ist 35 Jahre alt und lebt in Mülheim-Broich. Sie studierte Evangelische Theologie in Heidelberg, Münster und Wuppertal und war als Vikarin einer Kirchengemeinde in Krefeld, später als Pfarrerin zur Anstellung in Aachen tätig. In Aachen arbeitete sie zudem in der Telefonseelsorge. Ein Diakonisches Jahr führte Christine Erzfeld nach Frankreich, wo sie mit politischen Flüchtlingen arbeitete. In ihrer Freizeit geht die Pfarrerin gerne joggen oder widmet sich der Musik im Chor oder am Klavier.

 

 

Religion erleben mit den Rembergschülern

"Gemeinsam Religion erleben", so beschreibt Pfarrer Volker Stamm das, was er jeden Tag mit den Rembergschülern tut. Volker Stamm und unterrichtet Religion an der Rembergschule, Förderschule der Stadt Mülheim mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung. Zum Schuljahr 2007/2008 konnte dort ein halbe Pfarrstelle eingerichtet werden. Zuvor hatte Volker Stamm schon als Pastor im Sonderdienst an der Rembergschule gearbeitet.

In zehn Klassen unterrichtet Volker Stamm Schüler zwischen 6 und 22 Jahren. "Wenn wir Religion erleben, dann geschieht das mit Kopf, Herz und Hand", sagt er. Meist geht es dabei sehr kreativ und sinnlich zu. Beim Thema "Geborgen sein in Gottes Hand" kommen zunächst einmal die eigenen Hände ins Spiel, die Umrisse werden auf Papier gezeichnet, in einer "Fühlbox" wird der Tastsinn trainiert und vieles mehr.

Geborgenheit im Unterricht vermitteln vor allem wiederkehrende Rituale. Die "Religionskerze" ist so eines. Sie wird zu Beginn jeder Stunde von einem Schüler angezündet. Jeder weiß: Religion ist jetzt dran, mit Kreativarbeit und Erzählen im Stuhlkreis, gemeinsamen Liedern und Momenten der Stille.

Diese Momente im Klassenzimmer machen ihn reich, sagt Pfarrer Volker Stamm. "In der Rembergschule erlebe ich mit den Schülern Gemeinschaft. Man lässt sich hier sehr aufeinander ein." Eine ganz besondere Erfahrung von Gemeinschaft sind für ihn die Gottesdienste mit der Schulgemeinde, die von der Beteiligung und der Begeisterungsfähigkeit der Schüler leben.

Den Religionsunterricht sieht Volker Stamm als Gemeinschaft stiftendes Element innerhalb des Klassenverbandes. "Deshalb hat es mich gefreut, als der Schulleiter Peter Kalde meine katholische Kollegin und mich bat, ein ökumenisches Konzept für den Religionsunterricht zu erarbeiten. Dazu gehört, dass wir Religion im Klassenverband aus evangelischen und katholischen Schülern anbieten. Sogar die meisten muslimischen Schüler nehmen daran teil." Darüber freut sich der Theologe sehr. "Das ist ein großer Vertrauensbeweis  - und natürlich auch ein Ausdruck gemeinsamer Lebensfreude."

Begegnungen mit so genannten - dieser Zusatz ist dem Pfarrer wichtig - behinderten Menschen ziehen sich wie ein roter Faden durch die Biografie des 41-Jährigen. Seinen Studienbeginn erlebte er in Bethel, später lebte Volker Stamm ein Jahr lang in einer "Arche" in Frankreich. Das ist eine Wohn- und Lebensgemeinschaft behinderter und nicht behinderter Menschen, die ihren Alltag, ihre Arbeit und Freizeit miteinander teilen.

Seine Freizeit neben dem Unterricht widmet Volker Stamm seinem anderthalb-jährigen Sohn Jonathan und dem Daumendrücken für die Kicker vom VfL aus Bochum.

 

 

 

ala /

 



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