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für den 06.12.2019

Gelobt sei der Herr täglich. Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch.

Psalm 68,20

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Service

Themenabend in der Ladenkirche

Gemeinsam zur Wir-Gesellschaft

"Evangelisch - na und?", unter diesem Titel traf sich Hannelore Kraft mit den Besucherinnen und Besuchern der Ladenkirche. Politisch und ganz persönlich wurden Ansichten über die "Ich-Gesellschaft" und christliche Werte ausgetauscht.

Hannelore Kraft zu Gast in der Ladenkirche. Hannelore Kraft zu Gast in der Ladenkirche.

"Wir sind eine Ich-Gesellschaft geworden", lautete die Diagnose der SPD-Landesvorsitzenden. "Wir müssen wieder hin zum ,Wir', auch aus christlicher Überzeugung." Das christliche "Wir" hat Hannelore Kraft für sich neu entdeckt. In ihrem Studium hatte sie sich mit kirchlicher Entwicklungshilfe auseinandergesetzt und an der kirchlichen Position zum Paragrafen 218 gerieben, um dann schließlich "schweren Herzens" aus der katholischen Kirche auszutreten.

 

 

Die Besucherinnen und Besucher fanden viel Gesprächsstoff. Die Besucherinnen und Besucher fanden viel Gesprächsstoff.

Doch eigentlich blieben christliche Werte für die Politikerin aktuell. "In der Partei sind Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität unsere Grundwerte. In der Kirche höre ich von Schwerpunkten in den Bereichen Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung." Ihr Fazit: "Da gibt es doch viele Gemeinsamkeiten, beide nehmen wir die nächste Generation, die Schwellenländer und den Umweltschutz in den Blick."

"Ich habe mich länger mit dieser Feststellung auseinandergesetzt", berichtete die Mülheimerin. "Und bin dann wieder in die Kirche eingetreten". Dieses Mal in die Evangelische. Von der Kirche erhofft sie sich, dass sie mithilft, "eine gesellschaftliche Diskussion zu organisieren." Die Menschen wollten durchaus das "wir" in den Blick nehmen. "Man muss die Gesellschaft nur wecken."

Nicht alle Antworten sind dabei einfach, das war auch an dem Abend in der Ladenkirche klar. "Ihren Job möchte ich nicht haben", räumte eine Zuhörerin ein. "Was soll man tun: Die Autos von der Straße holen, um die Schöpfung zu bewahren? Und was ist, wenn dann die Opel-Angestellten arbeitslos werden?" Die Referentin machte nicht den Versuch, ein Patentrezept zu präsentieren, es blieb der Wunsch zum Wachwerden. "Wenn wir von verschiedenen Seiten aus die Gesellschaft zum Nachdenken bringen, können wir einen Fortschritt bewirken."

 

 

 

ala /

 



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