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für den 23.08.2019

Dein, HERR, ist die Größe und die Macht und die Herrlichkeit und der Ruhm und die Hoheit. Denn alles im Himmel und auf Erden ist dein.

1.Chronik 29,11

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"Runder Tisch" der Diakonie

Gesucht: "Ehrliche Bilanz für den Arbeitsmarkt"

Dr. Uwe Becker, Direktor des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche im Rheinland war hochrangiger Gast des "Runden Tisches" der Diakonie. Die Themen Arbeitslosigkeit und Perspektiven für subventionierte Beschäftigung standen im Mittelpunkt.

v.l.: H. Kistner, Prof. Dr. C. Freymann, B. Hirsch-Palepu, H.-J. Norden, Dr. Becker, G. Hillebrand, U. Schreyer Lupev.l.: H. Kistner, Prof. Dr. C. Freymann, B. Hirsch-Palepu, H.-J. Norden, Dr. Becker, G. Hillebrand, U. Schreyer

Auf der Tagesordnung des "Runden Tisches" der Mülheimer Diakonie stehen bei den halbjährlichen Treffen regelmäßig Themen der aktuellen diakonischen Arbeit in der Stadt. "Wir haben gesehen, dass uns das Thema Arbeitsmarkt und Arbeitslosigkeit immer wieder beschäftigt hat. Darum haben wir ganz bewusst den Dialog mit unserem Spitzenverband gesucht", erklärte Gerald Hillebrand, Vorsitzender des "Runden Tisches" und Synodalbeauftragter für die diakonische Arbeit im Evangelischen Kirchenkreis An der Ruhr.

"Mehr Ehrlichkeit im Dialog", ist eine der Forderungen, die aus der Diskussion am runden Tisch der Diakonie erwächst. "Wir müssen uns eingestehen", sagt Ulrich Schreyer, Geschäftsführer des Diakoniewerks Arbeit & Kultur gGmbH, "dass es eine große Zahl von Menschen gibt, die auf dem ersten Arbeitmarkt keine Chance haben. Für sie brauchen wir niveauvolle integrative Beschäftigung."

"Wir werden Unterstützung bei der Suche nach einem Konsens für den dritten Arbeitsmarkt bekommen", gab sich der Direktor des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche im Rheinland, Dr. Uwe Becker, optimistisch. Ein Signal dafür sei die landespolitische Diskussion des Kombilohn-Modells.

Nächste Schritte in Mülheim sieht Ulrich Schreyer im Dialog mit der Mülheimer Unternehmerschaft, den örtlichen Kammern und Verbänden. "Wir müssen uns über Fragen der Zusätzlichkeit unterhalten. Hier sind die Richtlinien oft sehr eng gesteckt." Dabei würden durch zusätzliche Beschäftigung oft nur Defizite, zum Beispiel bei der Sauberkeit im Stadtbild ausgeglichen. "Würden diese Defizite nicht im Rahmen von Arbeitsmarktmaßnahmen bearbeitet, blieben sie bestehen. Offensichtlich können die Kommunen im Rahmen ihrer Finanzkraft entsprechende Leistungen nicht finanzieren."

Das aktuelle Konjunkturhoch hat nach übereinstimmender Ansicht der Teilnehmer des "Runden Tisches" keine direkten Auswirkungen auf die diakonische Arbeit mit Langzeitarbeitslosen. "Wenn Arbeitsuchende vermittelt werden, dann oft in Zeitarbeit oder in andere prekäre Arbeitsverhältnisse", so Dr. Uwe Becker, der für Ende Juni die Ergebnisse einer Expertise ankündigte. Befragungen von 250 so genannten Ein-Euro-Jobbern zeigen, dass viele Menschen dankbar sind, auch nur über sechs oder zwölf Monate  wieder eine Perspektive zubekommen. "Daran wird deutlich, dass wir auf Dauer einen subventionierten Arbeitsmarkt brauchen", so Dr. Becker.

 

 

 

 

Annika Lante /

 



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