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Saarn

Gesichter der Migration - zu sehen im Gemeindezentrum

"Das Gesicht der Migration in Mülheim an der Ruhr" zeigt eine Ausstellung des Künstlers Klaus Wichmann, zu sehen bis zum 20. September im Gemeindehaus an der Saarner Christuskirche.

Klaus Wichmann und Helga Richter-Lönnecke, stellvertretende Direktorin der Heinrich-Thöne-Volkshochschule, eröffneten die Ausstellung. LupeKlaus Wichmann und Helga Richter-Lönnecke, stellvertretende Direktorin der Heinrich-Thöne-Volkshochschule, eröffneten die Ausstellung.

Die Stadtgeschichte wäre anders verlaufen, wenn keine Migrantinnen und Migranten nach Mülheim gekommen wären. Davon erzählen die dargestellten Biografien. Auf den zehn Ausstellungstafeln kann man neue Geschichten entdecken, aber auch viele bekannte Gesichter der Stadt wieder erkennen, wie etwa das des heutigen Integrationsratsvorsitzenden Enver Sen, einst und heute. Oder die Geschichte von Vasilios Poungias, der aus Griechenland einwanderte und in Mülheim seine Frau Lisa kennen lernte, die bis 2004 Bürgermeisterin war.

Eine Heimat in der Fremde war von 2004 bis 2005 auch das Gemeindezentrum, in dem heute die Ausstellung stattfindet. Anderthalb Jahre lang gewährte die Saarner Gemeinde der türkisch-kurdischen Familie Kabak Kirchenasyl.  "So ist es in doppelter Hinsicht kein Zufall, dass wir die Ausstellung genau hier eröffnen", sagte Pfarrer David Ruddat in seiner Einführung. Der zweite lokale Anker: "Viele Menschen, die in direkter Nachbarschaft zu unserem Gemeindehaus wohnen, kamen nach dem Krieg als Flüchtlinge hierher, heute leben ihre Familien schon in der zweiten oder dritten Generation in Mülheim."

 

 

Am Eröffnungsabend konnten Besucherinnen und Besucher einen ersten Blick auf die zehn Stelltafeln werfen. LupeAm Eröffnungsabend konnten Besucherinnen und Besucher einen ersten Blick auf die zehn Stelltafeln werfen.

Die Ausstellung zeigt biografische Ausschnitte aus und persönliche Einblicke in Lebensgeschichten, die zu Mülheimer Geschichten geworden sind.  Zusammengetragen und grafisch aufbereitet wurden sie von Künstler Klaus Wichmann. Für ihn ist es eine absolute Notwendigkeit, die Situation der Einwanderer öffentlich zum Thema zu machen. "Ich möchte auch in Zukunft noch in einer Stadt leben, in der die verschiedenen Kulturen gedeihlich miteinander auskommen." Die Ausstellung vermittelt zahlreiche Momentaufnahmen, die ahnen lassen, wie viel Anstrengung zum gedeihlichen Auskommen gehört, die aber auch Hoffnung machen und zeigen, wo dies im Großen oder Kleinen gelingt.

Zum 200-jährigen Stadtjubiläum, das Mülheim im vergangenen Jahr feierte, hat Klaus Wichmann die Ausstellung entwickelt. Seitdem ist das Projekt stets weiter gewachsen, nicht zuletzt Dank eines Arbeitskreises der Heinrich-Thöne-Volkshochschule, der stets weitere Migrationsgeschichten recherchiert. Nachzulesen ist das gesammelte Material auf der Webseite: www.migration-geschichte.de, hier werden die Migrationsgeschichten beständig fortgeschrieben.

Die Ausstellung im Evangelischen Gemeindehaus Saarn, Lindenhof 20, ist sonntags nach dem Gottesdienst geöffnet und nach Vereinbarung (Telefon 0208. 486679). Der Eintritt ist frei. Für Schulklassen, Jugendgruppen und Lehrende gibt es ein Heft mit didaktischen Handreichungen.

 

 

 

ala /

 



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