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für den 18.08.2019

Befiehl dem HERRN deine Wege und hoffe auf ihn, er wird's wohlmachen.

Psalm 37,5

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Service

Themenabend in der Ladenkirche

"Vorbeugendes Krisenmanagement für das eigene Leben"

Selten haben die Fragen den Gästen der Ladenkirche so auf den Nägeln gebrannt wie beim letzten Themenabend. Es ging um die Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht.

Rechtsanwalt und Notar Uwe Reuter LupeRechtsanwalt und Notar Uwe Reuter

"Vorbeugendes Krisenmanagement für das eigene Leben", so beschrieb der Referent des Abends, Rechtsanwalt und Notar Uwe Reuter, das Themengebiet. Die praktische Vorsorge für das eigene Leben und das der Angehörigen erfassen die Juristen in drei Dokumenten. Die Patientenverfügung ("Was geschieht, wenn ich über meine medizinische Behandlung nicht mehr selber entscheiden kann?") dürfte das bekannteste Schriftstück sein, weiter ging es um Vorsorgevollmacht (als freiwillige Übertragung persönlicher und wirtschaftlicher Entscheidungsbefugnisse auf eine Vertrauensperson) und um die Betreuungsverfügung (vom Gericht bestellter Beistand im Wege der Rechtsfürsorge).

Während sich mit der Patientenverfügung schon viele Menschen befassten, sei die Vorsorgevollmacht manches Mal unterschätzt, dafür aber umso wichtiger, machte Uwe Reuter deutlich. Die Vorsorgevollmacht helfe, die eigenen Angelegenheiten frühzeitig und ohne Druck zu regeln. Im Gegensatz zur Betreuungsverfügung, ist hier kein Amtsarzt und kein Vormundschaftsgericht beteiligt. "Die Vorsorgevollmacht kann sich auf verschiedene Lebensbereiche erstrecken", erklärte Reuter. Persönliche Fragen, wie "Ist ein Umzug ins Heim nötig?", aber auch wirtschaftliche, wie den Verkauf von Haus und Grundstück. Sinnvoll sei es, einer Vertrauensperson weitgehende Vollmachten zu erteilen, denn im Falle des Falles ziehe eine persönliche Entscheidung wie der Umzug in eine stationäre Alteneinrichtung oft finanzielle Folgen nach sich.

Als zweites Argument für die Vorsorgevollmacht, führte Uwe Reuter an, dass eine Patientenverfügung allein deutlich weniger wirkungsvoll sei. Viel sinnvoller sei es, mit dem Bevollmächtigten einen eigenen "Sprecher" am Krankenbett zu haben, wenn man selbst die eigenen Wünsche nicht mehr mitteilen könne.

Die Fragen der Zuhörerinnen und Zuhörer in der Evangelischen Ladenkirche zeigten, wie nahe den Menschen das Thema war. "Wie kann ich die Situation für mich und meine Eltern am besten regeln?", "Sind vorgedruckte Patientenverfügungen empfehlenswert?" Die Antworten darauf waren so verschieden wie individuell. Fertige Lösungen konnten Gäste der Ladenkirche sicherlich nicht mit nach Hause nehmen, dafür aber die Ermutigung, sich dem Thema in praktischen Schritten zu nähern.

 

 

 

 

ala /

 



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