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für den 06.12.2019

Gelobt sei der Herr täglich. Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch.

Psalm 68,20

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Weihnachten, Pessah und Ramadan - Feste bei Christen Juden und Muslimen

Eine Einladung zum Austausch war der interreligiöse Themenabend mit Christen, Juden und Muslimen in der Evangelischen Ladenkirche. Im Rahmen der Reihe "Religionsfreiheit und Toleranz" ging es dieses Mal um die Feiertage der drei großen Religionen.

Am großen Tisch entwickelte sich ein lebendiger Austausch zwischen Christen, Juden und Muslimen. LupeAm großen Tisch entwickelte sich ein lebendiger Austausch zwischen Christen, Juden und Muslimen.

Für die Muslime beginnt gerade die Fastenzeit, 30 Tage lang, einen Monat nach dem Mondkalender, wird tagsüber nicht gegessen und nicht getrunken. Für Müzzeyen Semerci, muslimische Vertreterin bei dem Gesprächsabend, ist das Ramadanfest zum Ende der Fastenzeit das schönste von allen, "weil man sich 30 Tage lang mit Körper und Seele darauf vorbereitet hat."

Fastenzeiten kennt das Christentum auch, so Pfarrerin Christiane Wittenschläger, die als Vertreterin der Christen Auskunft gab. "Allerdings sind wir nicht unbedingt die Experten für das Thema", räumte sie ein. Die siebenwöchige Passionszeit vor Ostern oder auch die Adventszeit, praktizierten nicht annähernd so viele Gemeindemitglieder so konsequent wie etwa die Muslime den Ramadan. "Es geht auch gar nicht ums Nicht-Essen", so Wittenschläger, "Wichtig ist vielmehr die Erfahrung: Ich lebe nicht durch Essen und Trinken, sondern durch Gott".

Dem konnte sich auch die dritte Teilnehmerin der Runde Dariya Itunina von der jüdischen gemeinde anschließen. Verzicht wird bei den Juden etwa vor Pessah (Fest zum Auszug des Volk Israels aus Ägypten) praktiziert "Da essen wir kein ungesäuertes Brot". 

Ganz persönlich möge sie Purim lieber, berichtete die Erzieherin Itunina, die auch den neuen jüdischen Kindergarten in Duisburg leitet. An Purim feiern die Juden Königin Esther, die ihr Volk durch geschickte Diplomatie vor der Ausrottung durch die Perser bewahrte. "Purim ist so fröhlich", schilderte Itunina, die Kinder verkleiden sich und spielen die Geschichte von Esther nach."

Was ein Fest wirklich ausmacht, kann man oft erst sagen, wenn man einmal dabei war. "Welches Fest der anderen Religionen würden Sie denn gerne einmal miterleben?", fragte Moderator Pfarrer David Ruddat die Diskussionsteilnehmerinnen. "Den jüdischen Schabbat", sagten Pfarrerin Wittenschläger und die Muslima Semerci. "Das Familienfest "Weihnachten", sagte Kindergartenleiterin Itunina. Vielleicht folgt ja eine Einladung.

Fortgesetzt wird der interreligiöse Dialog im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Religionsfreiheit und Toleranz" bei der nächsten Veranstaltung über die "Glaubensorte: Synagoge, Kirche und Moschee" in der Evangelischen Ladenkirche am Mittwoch, 28. Oktober, 18 Uhr.

 

 

 

ala /

 



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