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für den 23.10.2020

Ich will mit euch einen ewigen Bund schließen.

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Diakonisches Werk

OB besucht Sprach- und Integrationskurse

Deutsch lernen, Arbeit finden und eine eigene Familie gründen - über die Herausforderungen junger Migranten informierte sich OB Mühlenfeld bei einem Besuch der Sprach- und Integrationskurse des Diakonischen Werks.

Oberbürgermeisiterin Dagmar Mühlenfeld im individuellen Gespräch mit den Teilnehmenden LupeOberbürgermeisiterin Dagmar Mühlenfeld im individuellen Gespräch mit den Teilnehmenden

"Wir helfen jungen Migrantinnen und Migranten, hier gut anzukommen", erklärt Birgit Hirsch-Palepu, stellvertretende Geschäftsführerin des Diakonischen Werks im Kirchenkreis An der Ruhr. Zurzeit betreut das DW in Mülheim über 100 junge Menschen zwischen 18 und 27 Jahren in vier Integrations- und Sprachkursen. Außerdem bietet das Diakonische Werk als erster Träger in der Stadt einen berufsorientierenden Sprachkurs an, der aus Mitteln des europäischen Sozialfonds gefördert wird.

 

 

Birgit Hirsch-Palepu, stellvertretende Geschäftsführerin des Diakonischen Werkes, und Kursleiterin Maria Rausch betrachten gemeinsam mit Dagmar Mühlenfeld Ergebnisse der Projektarbeit in den Kursen. LupeBirgit Hirsch-Palepu, stellvertretende Geschäftsführerin des Diakonischen Werkes, und Kursleiterin Maria Rausch betrachten gemeinsam mit Dagmar Mühlenfeld Ergebnisse der Projektarbeit in den Kursen.

Deutsch lernen ist nur eine von vielen Herausforderungen des Alltags für die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer.  "Es ist so schwierig, einen KiTa-Platz für unsere Kinder zu bekommen. Ich habe meine Kinder nun bei einer Tagesmutter untergebracht", berichtete eine Teilnehmerin. "Dabei wäre die KiTa für die Kinder so wichtig." Dass die Situation "verbesserungswürdig" ist, räumte die OB ohne Zögern ein. "Es muss möglich sein, dass auch allein erziehende Frauen in die Sprachkurse kommen", machte Dozentin Maria Rasusch deutlich "Das geht oft nicht ohne Betreuung für die Kinder."

 

 

Viele Fragen an das Stadtoberhaupt hatten die Teilnehmenden vorbereitet, nur einige konnten gestellt werden. Die anderen Fragen gehen nicht verloren, sie werden schriftlich nachgereicht. LupeViele Fragen an das Stadtoberhaupt hatten die Teilnehmenden vorbereitet, nur einige konnten gestellt werden. Die anderen Fragen gehen nicht verloren, sie werden schriftlich nachgereicht.

Einen Platz im Arbeitsleben zu finden, ist den Teilnehmenden deutlich wichtig. "Wir haben oft Probleme bei Bewerbungen, weil wir deutlich älter sind als deutsche Schulabgänger. Und unsere Kinder landen oft auf der Hauptschule, besuchen nur selten die Realschule oder ganz selten das Gymnasium, obwohl viele bestimmt das Potenzial dazu hätten." In einem Fall hinderte ein Kopftuch am Antritt einer Berufsausbildung. Sofortlösungen hatte die OB natürlich nicht mitgebracht, versprach aber: "Wir haben mit der IHK gemeinsam eine Ausbildungsoffensive, dort spreche ich Ihre Themen an."

In den Kursen des Diakonischen Werks geht es um mehr als um Wissensvermittlung und Sprachtraining, darauf legen Birgit Hirsch Palepu und Maria Rasusch Wert. "Ich sehe meine Aufgabe auch darin, den jungen Leuten Mut zu machen, ihnen zu sagen, du gehörst dazu", betont Maria Rasusch. Birgit Hirsch-Palepu: "Wir bemühen uns auch, weitergehende Angebote zu machen, etwa pädagogische Seminare für Mütter oder Sprachförderung auch nach dem Einstieg ins Berufsleben. Dazu sind wir auf externe Finanzierung angewiesen. Dadurch konnten wir für die jungen Migrantinnen und Migranten schon einige Angebote nach Mülheim holen." Neuestes Angebot in der Reihe ist der berufsorientierende Sprachkurs. Sieben von zwölf Teilnehmenden aus dem starten nach den Sommerferien sogar direkt ins Arbeitsleben. Sie haben sich erfolgreich beworben und den begehrten Ausbildungsvertrag in der Tasche.

Die Sprach- und Integrationskurse sind ein Angebot des Jugendmigrationsdienstes (JMD) im Diakonischen Werk. Weitere Informationen zur Arbeit des JMD gibt es hier.

 

ala /

 



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