Gottesdienste

Jeden Sonntag und an vielen anderen Tagen wird in den Gemeinden Gottesdienst gefeiert. Die nächsten Termine finden Sie hier.

mehr
Montag, 26. August, 17.00 Uhr
Ökumenisches Trauercafé für alle
Gemeindehaus Holunderstraße
Dienstag, 27. August, 11.00 Uhr
Seelsorge in der Ladenkirche
Evangelische Ladenkirche
Mittwoch, 28. August, 17.30 Uhr
Trauer bewegt - Gesprächskreis für Trauernde
Kloster Saarn

 

> Alle Termine anzeigen

Kirchengemeinden
Kirchengemeinden mehr
Losung

für den 23.08.2019

Dein, HERR, ist die Größe und die Macht und die Herrlichkeit und der Ruhm und die Hoheit. Denn alles im Himmel und auf Erden ist dein.

1.Chronik 29,11

mehr
Service

"Ökumene im Gespräch" in der Kreuzkirche

Prof. Konrad Raiser: "Ordnung des Friedens ist das konkrete Gebot für heute"

Einen prominenten Gast hatte der Gemeindedienst für Mission und Ökumene: Prof. Dr. Konrad Raiser, ehemaliger Generalsekretär des ökumenischen Weltrats der Kirchen, referierte über Bonhoeffers Impulse zu einer Friedensordnung der Ökumene.

Prof. Dr. Konrad Raiser LupeProf. Dr. Konrad Raiser

Der Vortrag des bekannten Referenten lockte zahlreiche Neugierige in das Gemeindezentrum an der August-Schmidt-Straße. Rund 50 Zuhörerinnen und Zuhörer bekamen während des Abends mit Professor Raiser einen anregenden Einblick in Fragen der konkreten Verantwortung von Christen in der Welt. Fundierte historische Einordnung und Schriften Bonhoeffers bildeten die Grundlage des Vortrags. Zahlreiche aktuelle Anknüpfungspunkte fand Raiser seinen Beobachtungen zu aktuellen politischen Tendenzen, wie der Globalisierung und die sich wandelnde Rolle der Vereinten Nationen.

 

 

Zahlreiche Zuhörerinnen und Zuhörer interessierten sich für den Vortrag. LupeZahlreiche Zuhörerinnen und Zuhörer interessierten sich für den Vortrag.

Fragen des Weltfriedens, führte er aus, wurden für Bonhoeffer zu einem zentralen Thema seiner Beteiligung an der ökumenischen Bewegung. Raiser rückte die konkrete Verantwortung der Christen in der Welt in den Fokus. Beispiele dafür liefert Bonhoeffers Lebensweg, der durch seinen Widerstand gegen das Nazi-Regime gekennzeichnet war. Raiser kennzeichnete Bonhoeffers Zugang zu Fragen von Krieg und Frieden als Begriff des "konkreten Gebotes" für den Frieden. "Und dieses Gebot muss konkret werden, über die die es verkündigen", so Raiser. Damit betonte er die Verantwortung der Christen in der Ökumene. "Eine Rechtfertigung von Krieg ist niemals Gottes Gebot." Im Gegenteil: "Die Ordnung des Friedens ist das konkrete Gebot für heute."

In Raisers Resümee durften Bonhoeffers "radikale Vorstöße in der Frage von Krieg und Frieden" heute immer noch als wegweisend gelten. Die Reichweite dieses Ansatzes, so räumte Raiser ein, sei angesichts der Dynamik der Globalisierung begrenzt. Was fruchtbar bleibt, das sei ein durch Bonhoeffer eingeleiteter Perspektivwechsel zu einer veränderten Geschichtsauffassung: hin zu einer "Weltgeschichte von unten", oder in Bonhoeffers Worten: "Es bleibt ein Erlebnis von unvergleichlichem Wert, dass wir die großen Ereignisse der Weltgeschichte einmal von unten, aus der Perspektive der Ausgeschalteten, Beargwöhnten, Schlechtbehandelten, Machtlosen, Unterdrückten und Verhöhnten, kurz der Leidenden sehen gelernt haben."

 

 

Pfarrerin Ursula Thomé (GMÖ) und Prof. Raiser LupePfarrerin Ursula Thomé (GMÖ) und Prof. Raiser

Der Vortrag von Prof. Raiser war der zweite in der Reihe "Ökumene im Gespräch". Jährlich lädt der Gemeindedienst für Mission und Ökumene, Region westliches Ruhrgebiet, unter diesem Titel zu einem Vortrags- und Gesprächsabend in die Mülheimer Kreuzkirche ein. Auch im Jahr 2008 wird die reihe fortgesetzt. Weitere Informationen bei Pfarrerin Ursula Thomé, gmoe@kirche-muelheim.de.

 

 

ala /

 



© 2019, Evangelischer Kirchenkreis an der Ruhr
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung