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Losung

für den 20.10.2020

Freu dich, wenn du einen Glückstag hast. Und wenn du einen Unglückstag hast, dann denke daran: Gott schickt dir beide, und du weißt nicht, was als Nächstes kommt.

Prediger 7,14

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Service

Kirche und Kandidaten diskutieren

Suchet der Stadt Beste(n)

Den kirchlichen Blick auf die Kommunalpolitik warfen am Montagabend rund 250 Menschen im Haus der Kirche. Evangelische und Katholische Kirche hatten die OB-Kandidatinnen und -Kandidaten zur Podiumsdiskussion eingeladen.

Sieben OB-KandidatInnen diskutierten lebhaft mit Moderator Michael Brocker und mit 250 Gästen. Sieben OB-KandidatInnen diskutierten lebhaft mit Moderator Michael Brocker und mit 250 Gästen.

Unter dem Titel "Suchet der Stadt Beste(n)" stellten sich die zwei Kandidatinnen und fünf Kandidaten, die bei der Wahl zum Oberbürgermeister/-in antreten, den Fragen von WDR2-Moderator Michael Brocker - und vor allem auch den Fragen der anwesenden Mülheimerinnen und Mülheimer.

 

 

Auch aus dem Publikum kamen viele Fragen. Auch aus dem Publikum kamen viele Fragen.

Schon die erste Frage offenbarte die Unterschiede. Ihren Schwerpunkt für die Zeit nach ihrer potenziellen Wahl sollten die Oberbürgermeister-Kandidaten und Kandidatinnen zum Auftakt nennen. Bildung ist das für die Amtsinhaberin Dagmar Mühlenfeld (SPD). Die Innenstadt hat CDU-Kandidat Stefan Zowislo im Blick. Der Vertreter der Mülheimer Bürgerinitiativen, Friedel Lemke, schaut auf die Stadtteile und will dort das "urbane Leben fördern"; der städtische Haushalt ist ein weiteres MBI-Thema. Barbara Steffens (Bündnis 90/Die Grünen) nennt außer dem "ökologischen Schwerpunkt, der sich von selbst versteht", den demographischen Wandel als Grund für Handlungsbedarf, um die Stadt für Senioren erlebbar zu machen. Christian Mangen (FDP) will ebenfalls den Haushalt in Ordnungen bringen. Wim Ehlers (Die Linke) fordert soziale Gerechtigkeit samt Sozialticket und der freie Kandidat Eugen Kalff verweist auf das von ihm 2005 erfolgreich initiierte Bürgerbegehren gegen Privatisierungen von städtischen Einrichtungen und will eben da weitermachen: für mehr Bürgerbeteiligung und gegen PPP (Public-Private-Partnership).

So weit, so vielfältig. Die anschließenden Fragen allerdings führten tiefer, richteten sich oft gezielt an einzelne Kandidaten und trafen machen unvorbereitet. Direkt von den Wählern kamen die Fragen. Teils wurden sie vom Publikum gestellt, das sich an diesem warmen Sommerabend im Haus der Kirche versammelt hatte. Oder Moderator Michael Brocker las Fragen vor, die im Vorfeld in den Kirchengemeinden und Pfarreien der Stadt Fragen gesammelt wurden.

 

 

Gut gefüllt waren die Besucherreihen im Altenhof. LupeGut gefüllt waren die Besucherreihen im Altenhof.

Die persönlich angestrebte Zusammenarbeit zwischen Kirchen und Kommune war beispielsweise Thema - und die wünschen sich natürlich alle sieben. Ebenso abgefragt wurde die Meinung der Vertreter und Vertreterinnen der vier großen Parteien zu verkaufsoffenen Sonntagen und dem dazugehörenden "Sonntagsschutz": FDP-Mann Mangen hat kein Problem mit den 19 verkaufsoffenen Sonntagen, die es in diesem Jahr in Mülheim gibt. Die Grüne Barbara Steffens ist gegen eine Aufweichung der Schutzes, Stefan Zowislo von der CDU will Maß halten und SPD-Kandidatin Dagmar Mühlenfeld glaubt, wir "kämen auch mit weniger aus".

Religions- oder Ethikunterricht, Studiengebühren, Fluglärm und Fachhochschule - die angesprochenen Themen waren vielfältig. Moderator Michael Brocker führte dabei souverän durch den Abend, hielt Fragen und Antworten knapp und fragte jedoch manches Mal bei allzu schwammigen Antworten genauer nach. Die Zuhörer selbst hörten merklich genau hin. Auf Zwischen- oder Buhrufe verzichteten sie völlig, zeigten Zustimmung oder Abneigung allein durch Applaus - und oft fiel der arg mager aus.

Eineinhalb Stunden lang positionierten sich die sieben Kandidaten an weiß betuchten Stehtischen und versuchten, ihren politischen Standpunkt klar zu machen. Wem das besser gelang, wird die Wahl zeigen.

 

 

Julia Damm /

 



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