Gottesdienste

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Montag, 2. November, 19.30 Uhr
Elternunterhalt
Ev. Familienbildungsstätte Mülheim
Dienstag, 3. November, 11.00 Uhr
offene Markuskirche
ev. Markuskirchengemeinde
Samstag, 7. November, 10.00 Uhr
Auszeit für mich
Ev. Familienbildungsstätte Mülheim

 

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Losung

für den 31.10.2020

Ich will des Morgens rühmen deine Güte; denn du bist mir Schutz und Zuflucht in meiner Not.

Psalm 59,17

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Service

50 Jahre Christuskirche

"Gott nicht da suchen, wo er nicht ist"

50 Jahre Christuskirche - das feiert die Kirchengemeinde Saarn gemeinsam mit anderen Geburtstagskindern: zum Beispiel mit Barbie (wird 50) und Johannes Calvin (wäre heuer 500 geworden). Ein weiterer Abend war Geburtstagskind Charles Darwin (200) gewidmet.

Charles Darwin zu Gast in der Christukirche. Charles Darwin zu Gast in der Christukirche.

Glaube und moderne naturwissenschaftliche Erkenntnis, passt das zusammen? Darum ging es bei einem Abend im Festprogramm, den Pfarrer und Diplom-Chemiker Thomas Jantzen gestaltete. Los ging`s mit einer Inspektion der Bilder, die sich die Menschen seit der Ägypterzeit über ihre Welt machten: die Erde als Scheibe, darüber ein Firmament wie eine Käseglocke, drunter Säulen und ein Tor zur Unterwelt. Dann rückte auch der Weltraum in den Blick und die Erde bald aus dem Mittelpunkt des Geschehens. Der Mensch wurde zur Randfigur, je weiter er seinen Horizont öffnete.

 

 

Nicht nur zum Zuhören, sondern auch zum lebendigen Austausch bot der Abend Gelegenheit. Nicht nur zum Zuhören, sondern auch zum lebendigen Austausch bot der Abend Gelegenheit.

Gott kommt in den Erklärungsmodellen der modernen Kosmologie und Evolutionstheorie nicht vor. "Dort wird er auch nicht gebraucht", so Pfarrer Thomas Jantzen. Und nahm als nächstes den biblischen Schöpfungsbericht in den Blick - als eine Erzählung über das, was Gott geschaffen hat. Dabei liefert der Schöpfungsbericht keinen Ersatz für die Naturgesetze, "er beschreibt vielmehr ein Gottesbild, sagt mehr aus über die Beziehung Gottes zur Welt als über die Entstehung der Erde", so Pfarrer Jantzen.

Entrüsteter Widerspruch aus dem Publikum blieb nicht aus: "Aber die Wissenschaftler haben doch auch nur Hypothesen, schlussendlich bewiesen ist doch auch in der Naturwissenschaft nichts." "Wir müssen Gott nicht suchen, wo er nicht zu finden ist", bot Pfarrer und Chemiker Thomas Jantzen einen Ausweg aus dem scheinbaren Widerspruch an. "Es macht keinen Sinn, Gott als Lückenfüller für noch nicht-erklärte naturwissenschaftliche Phänomene zu benutzen. Der Glaube kann nicht leisten, was die Wissenschaft leistet. Er bietet etwas anderes: Sinn - und ist ein Beziehungsstifter zu Gott."

Die Welt ist von Gott, aber Gott steckt nicht in der wissenschaftlich erklärbaren Welt - vielfach nickende Zustimmung in den Kirchenbänken. Dann aber doch: "Aber es gibt doch noch andere Aussagen in der Bibel, was ist denn mit ,er schuf den Menschen nach seinem Bilde'?" Der Abend wurde bei intensiven Gesprächen und von der Männerfrühstücksrunde hergerichteten Schnittchen fortgesetzt.

 

 

 

ala /

 



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