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Losung

für den 20.10.2020

Freu dich, wenn du einen Glückstag hast. Und wenn du einen Unglückstag hast, dann denke daran: Gott schickt dir beide, und du weißt nicht, was als Nächstes kommt.

Prediger 7,14

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Service

Ausstellungseröffnung

Einladung zum Dialog der Reisenden

"Es ist ganz schön schwierig, einen Koffer zu packen, wenn man nicht weiß, wohin die Reise geht", führte Superintendent Hitzbleck bei der Ausstellungseröffnung ein. 103 Menschen haben es dennoch getan, für die Ausstellung, die nun in Mülheim zu sehen ist.

Noch bis zum 25. Januar sind die Koffer in Mülheim zu sehen. LupeNoch bis zum 25. Januar sind die Koffer in Mülheim zu sehen.

Die "Koffer für die letzte Reise" machen ein Thema begreifbar, dem man sich oft nur mühsam nähert. Es geht ums Abschied nehmen, Festhalten und Loslassen. Begleitung dabei und auf letzten Lebensstationen soll in Mülheim künftig das stationäre Hospiz bieten. "Wir wollen dieses Thema in den Köpfen bewegen", führte Volker Feldkamp, Geschäftsführer der Evangelischen Hospiz gGmbH, bei der Ausstellungseröffnung aus. Dieses Jahr soll der Hospizbau beginnen, vorzugsweise am Wunschstandort im Dichterviertel. "Und 2010 wollen wir fertig sein", so Feldkamp weiter. "Die Ausstellung bietet uns Gelegenheit, das Thema in den Köpfen zu verankern." Gemeinsame Veranstalter der Ausstellung in Mülheim sind der Evangelische Kirchenkreis und die Ev. Hospiz gGmbH.

 

 

Fritz Roth, Initiator und Verleiher der Ausstellung LupeFritz Roth, Initiator und Verleiher der Ausstellung

Zu Gast am Eröffnungsabend war auch Fritz Roth, Bestatter aus Bergisch Gladbach, und Initiator der Koffer-Aktion. Heute hätten die Menschen oft ein distanziertes Verhältnis zu "ihren" Toten. "Früher kam die Oma in die gute Stube, nachdem sie gestorben war, dort konnte die Familie in Ruhe Abschied nehmen. Trauer braucht Wärme, nicht die Kälte, nicht das Distanzierte", erläuterte er seine Intention. Die Kofferpackerinnen und -packer haben sich dieser Aufgabe gestellt und ausgewählt, was ihnen nah und wichtig ist.

Gelegenheit, sich mit dem Abschied nehmen auseinanderzusetzen, bieten in den nächsten Tagen zahlreiche Begleitveranstaltungen zur Ausstellung: Themenabende in der Ladenkirche, Gesprächskreise, oder etwa eine interreligiöse Stadtrundfahrt. Hier finden Sie eine Terminübersicht.

 

 

Der "Dialog zweier Reisender" mit Adelheid Hofmann (li.) und Edith Weis LupeDer "Dialog zweier Reisender" mit Adelheid Hofmann (li.) und Edith Weis

Mit gepackten Koffern kamen auch Adelheid Hofmann und Edith Weis, Trauerbegleiterinnen mit eigener Praxis in Mülheim, zur Ausstellungseröffnung. Sie luden die Gäste im Haus der Evangelischen Kirche ein zur Uraufführung ihres "Dialogs zweier Reisender", einer Begegnung an der Bahnsteigkante. Die eine Reisende kam mit großzügigstem Gepäck "man weiß ja nicht, was man alles braucht: mein Schmuck und die gute Mingvase, außerdem Versicherungen, denn was kann alles passieren - Haftpflicht, Hausrat, Unfall..." "Schnickschnack" findet die andere Reisende, "seitdem ich weiß, was mir wichtig ist, reise ich mit leichtem Gepäck." Gemeinsam rätseln sie über den Inhalt eines herrenlosen Koffers, der am gleichen Bahnsteig steht. Das war der erste Koffer, dem sich das Publikum am Eröffnungsabend näherte. Drin war - ein Spiegel.

Bis zum 25. Januar, sind Interessierte eingeladen, die Ausstellung anzusehen. (Hier finden Sie Anreiseinformationen und Öffnungszeiten.)

Hier geht`s zur Bildergalerie.

 

 

ala /

 



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