Gottesdienste

Jeden Sonntag und an vielen anderen Tagen wird in den Gemeinden Gottesdienst gefeiert. Die nächsten Termine finden Sie hier.

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Montag, 26. August, 17.00 Uhr
Ökumenisches Trauercafé für alle
Gemeindehaus Holunderstraße
Dienstag, 27. August, 11.00 Uhr
Seelsorge in der Ladenkirche
Evangelische Ladenkirche
Mittwoch, 28. August, 17.30 Uhr
Trauer bewegt - Gesprächskreis für Trauernde
Kloster Saarn

 

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Losung

für den 24.08.2019

Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR.

Jeremia 29,13-14

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Service

Neue Reihe: Mülheimer auf die Kanzel

Detlef Schönen über die "liebe Not mit der Liebe"

Um die "liebe Not mit der Liebe" ging es in der Kanzelrede, die NRZ-Redaktionsleiter Detlef Schönen am Sonntag in der Petrikirche hielt. Der Vortrag war der erste in der Reihe "Mülheimer auf die Kanzel", die in loser Folge fortgesetzt wird.

Wie viele Menschen kann man eigentlich lieben? "Für mich als Grundschüler war die Antwort klar: eine Million!", erinnerte sich Detlef Schönen in seiner Kanzelrede. Eine Million, also ungefähr die größte Zahl, die in der Welt des Neunjährigen vorstellbar war.

Doch was ist Liebe? Nicht bloß die heitere Gelassenheit und Freundlichkeit, mit der man als Christ seinen Mitmenschen begegnen will. Liebe fordert mehr, stellte der Kanzelredner fest, Liebe fordert Hingabe. Persönlich und ernst gemeint.  Aber millionenfach verteilbar?

 

 

Kanzelredner Detlef Schönen bekam in der Ladenkirche ein "Dankeschön" aus den Händen von Ulrich Schreyer. LupeKanzelredner Detlef Schönen bekam in der Ladenkirche ein "Dankeschön" aus den Händen von Ulrich Schreyer.

Die Kanzelrede über die Liebe schien geeignet, die Grenzen des Vorstellbaren zu erkunden. Schönen verschonte die gebannten Zuhörerinnen und Zuhörer in der Petrikirche nicht mit harter Kost: Wie ist es denn eigentlich mit der Liebe in Momenten, in den sie unvorstellbar scheint? Mit der Liebe zu Menschen, deren Grausamkeiten man im Unmaß kennen gelernt hat?

So erzählte der Journalist die Geschichte eines SS-Gauleiters aus seiner Heimatstadt Düsseldorf. Schönen hatte die Geschichte eines Kriegsverbrechers recherchiert, der noch am letzten Tag des Krieges Unschuldige erschießen ließ, um anschließend in der jungen Bundesrepublik in gut situierten Kreisen wieder Fuß zu fassen. Aus seiner während der Recherche ständig wachsenden Abscheu machte Schönen keinen Hehl.  - Kein Platz für die Liebe? 
Und doch: Monate, nachdem die Geschichte veröffentlicht war, meldete sich die Tochter des Kriegsverbrechers. Das Gespräch dauerte lange, und dann fiel der Satz "und er war doch so ein liebevoller Vater".  Ein schmerzhafter Platz für die Liebe. Die Tochter hatte Deutschland schon seit langem verlassen - vielleicht auch auf der Flucht vor für Sie unerträglichen Widersprüchen.

Die Zuhörerinnen und Zuhörer nahmen viele Anstöße und Anregungen mit zum anschließenden Gespräch in der Ladenkirche.

 

 

"Mülheimer auf die Kanzel" lautet der Titel startet dieser neuen Veranstaltungsreihe: Nicht-theologinnen und -theologen halten im Rahmen eines zentralen Gottesdienstes "Kanzelreden" in der Petrikirche. Prominente Mülheimer Bürgerinnen und Bürger bringen hier ganz persönliche Alltags- und Berufserfahrungen ein. Nach dem Gottesdienst ist die Ladenkirche Treffpunkt für Gespräch und Diskussion.

Nächste Termine:
Sonntag, 18. November, 11.15 Uhr, Petrikirche
Kanzelrede:  Heinz Lison, Präsident der UnternemerverbandsGruppe e.V. Ruhr-Niederrhein

Sonntag, 20. Januar 2008, 11.15 Uhr, Petrikirche
Kanzelrede: Hannelore Kraft, Landesvorsitzende der SPD und Fraktionsvorsitzende im Landtag

 

 

 

ala /

 



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