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für den 26.05.2019

Das ist mir lieb, dass der HERR meine Stimme und mein Flehen hört.

Psalm 116,1

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Service

9. Dezember: "Candle Lightnig Day"

Gedenkgottesdienst für verwaiste Eltern: Heilt Zeit alle Wunden?

Zum diesjährigen Gedenkgottesdienst für verwaiste Eltern lädt die Gruppe "Leben ohne dich" am Sonntag, 9. Dezember um 18 Uhr in die Kreuzkirche, August-Schmidt-Straße, ein.

Gedenkgottesdienst 2006 LupeGedenkgottesdienst 2006

Gemeinsam werden die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher der Frage nachspüren "Heilt Zeit wirklich alle Wunden?!" Eingeladen sind Eltern, die ein Kind verloren haben - auch wenn der Verlust schon lange zurückliegt- sowie alle Menschen, die mit Betroffenen zu tun haben oder sich einfach angesprochen fühlen. Zu ihrem Gedenkgottesdienst lädt die Guppe einmal im Jahr, am "Worldwide Candle Lighting Day", dem zweiten Sonntag im Dezember, ein.

 

 

"Leben ohne Dich" heißt die Selbsthilfegruppe verwaister Eltern, die sich jeden Monat im "Diakonie Am Eck" auf dem Kirchenhügel trifft. Manches Mal sind es 20 Mütter und Väter, die zusammen kommen, um sich auszusprechen, gegenseitig Mut zu machen, gemeinsam der Trauer Raum zu geben, aber auch um Zeit zum Lachen zu finden.

Seit 2001 trifft sich die Gruppe in Mülheim. Der Anstoß zur Gruppengründung: "Als ich im Jahre 2000 meinen Sohn verlor, habe ich nach einer Selbsthilfegruppe gesucht und stand ziemlich alleine da", berichtet Tina, die schließlich die Initiative ergriff und "Leben ohne dich" in Mülheim gründete. Allein ist sie mit ihrem unfassbaren Erlebnis nicht geblieben. Der Verein zählt mittlerweile 180 Mitglieder. Auch sieben Jahre nach der Gründung stoßen immer wieder verwaiste Eltern hinzu. "Für mich ist ,Leben ohne Dich' nahezu zu einem Fulltimejob geworden", sagt Tina, die zusätzlich Webadministratorin der Vereinshomepage ist und sich zur Trauerbegleiterin weitergebildet hat.

Auch wenn "Leben ohne Dich" eine Selbsthilfegruppe ist, waren die Mütter und Väter von Anfang an offen für seelsorgerlichen Beistand. Heute begleiten Pfarrer Volker Stamm und Diakonin Ragnhild Geck die Gruppe. Im Wechsel mit den Eltern bereiten sie alle zwei Monate ein Treffen vor. Themen, mit denen sich die Gruppe beschäftigt, sind etwa die unterschiedliche Art von Männern und Frauen, mit der Trauer umzugehen, das häufig erlebte Zerbrechen von Freundschaften, die oftmals vergessenen Geschwisterkinder oder auch die Suche nach hilfreichen Ritualen in der Trauer. "Es ist wichtig, der Trauer mit Wertschätzung zu begegnen", betont Diakonin Ragnhild Geck. Pfarrer Volker Stamm sieht seine Rolle vor allem als Moderator. "Ich kann die Betroffenen miteinander ins Gespräch bringen. Trösten - das ginge wohl allzu oft ins Leere."

Für die Mütter und Väter wie etwa Silke ist es vielfach gut, einen Ort zu haben, "wo ich einfach so sein kann wie ich bin. Und nicht perfekt funktionieren muss wie bei der Arbeit". Die Abende in der Gruppe helfen, Gespräche zu führen, die von allein nicht in Gang kommen. "Es ist unheimlich schwierig, deinen Freunden zu erklären, dass du nicht bald wieder ,normal' wirst", beschreibt Olaf einen Konflikt, den er ebenso wie andere Gruppenmitglieder erlebt hat. Zu einem der vergangenen Treffen waren deshalb auch Freunde und Familienmitglieder eingeladen.
Eine Aussprache kann helfen, der Verlust bleibt. Bei "Leben ohne Dich" lernen Mütter und Väter, mit ihm zu leben.

Die Gruppe trifft sich an jedem vierten Donnerstag im Monat von 20 bis 22 Uhr im "Diakonie Am Eck". Kontakt: Ute Seils, Tel.: 02056. 23718, www.leben-ohne-dich.de

 

 

 

 



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