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für den 07.08.2020

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Von Mülheim nach Alabama

Ein Wiedersehen mit Lou Ann Sellers, bis Dezember 2007 Frauenpastorin im Kirchenkreis An der Ruhr, gab es bei einem lebendigen Gesprächsabend in der Ladenkirche.

Lou Ann Sellers bei ihrem Vortrag in de Ladenkirche Lou Ann Sellers bei ihrem Vortrag in de Ladenkirche

Neuer Dienstsitz der früheren Frauenpastorin ist Tuscaloosa im US-Bundesstaat Alabama. Dort ist Lou Ann Sellers als Pastorin der Presbyterianischen Gemeinde zuständig für Mission und Gemeindeaufbau. "Über die Amerikanischen Südstaaten muss man eines wissen: Es gibt dort zwei Religionen. Bei der einen geht es um Gott, bei der anderen dreht sich alles um Football", so führte die gebürtige Amerikanerin in den Abend ein. Damit sich die Anwesenden insbesondere mit der zweiten Art von Religion vertraut machen konnten, übte die Pastorin mit allen den Schlachtruf "ihrer" Mannschaft "Roll Tide Roll!".
 

 

Großes Hallo beim Wiedersehen mit den Wegbegleiterinnen aus Mülheim. Großes Hallo beim Wiedersehen mit den Wegbegleiterinnen aus Mülheim.

"Sport ist ganz groß bei uns", berichtete Lou Ann Sellers. Der Gemeindesaal, auf den mitgebrachten Fotos wurde es deutlich, sieht aus wie eine Turnhalle. "Sport ist eine gute Möglichkeit, die Menschen zusammenzubringen", erklärte sie. Doch die Mitglieder der Presbyterianischen Gemeinde, insgesamt sind es 1200, spielen nicht nur Basketball zusammen. Rund 600 kommen jeden Sonntag in den Gottesdienst.

Für deutsche Kirchgänger ungewohnt: Der Kirchmeister bittet die Familien regelmäßig um Auskunft darüber, welchen finanziellen Beitrag zur Gemeindearbeit sie im kommenden Jahr leisten können. "Und wenn im Herbst die versprochenen Beiträge noch nicht eingegangen sind, werden die Gemeindeglieder auch daran erinnert, dass das Jahr bald zu Ende geht", schilderte die Pastorin die amerikanischen Gepflogenheiten der Gemeindefinanzierung.

Wenn die Amerikanischen Gemeindeglieder ihre Pfarrerin suchen, finden sie sie wahrscheinlich in der Nähe der Kirche. "Das ist typisch in Amerika. Die Pfarrerinnen und Pfarrer haben ihr Büro in der Kirche oder im Gemeindehaus. Die deutschen Pfarrhäuser mit Arbeitszimmer gibt es bei uns nicht."

 

 

Der "alte" Frauenfachausschuss wieder vereint. (Vergrößern per Klick auf die Lupe) LupeDer "alte" Frauenfachausschuss wieder vereint. (Vergrößern per Klick auf die Lupe)

Nicht nur um Arbeit und Gemeindealltag in den USA ging es beim Gesprächsabend in der Ladenkirche, Lou Ann Sellers berichtete auch von den Präsidentschaftswahlen und schilderte, wie sie das politische Klima seitdem wahrgenommen hat: "Die Amerikaner brauchten wahrscheinlich eine Vision." Dass Obama derjenige sein könnte, der den Menschen seine Vision nahe bringt, wurde während des Vorwahlkampfes deutlich. "Es lag etwas in der Luft", berichtete Lou Ann Sellers. Die frühere Frauenpastorin hegte Sympathien für Hillary Clinton. "Doch dann merkte ich, dass Obama, eher derjenige sein könnte, der etwas verändern würde."

Tuscaloosa ist eine Universitätsstadt. Lou Ann Sellers: "Heute sind die Hautfarben auf dem Campus bunt gemischt. Doch das war nicht immer so. Noch in den 60ern waren Schwarze dort unerwünscht. Das Selbstbewusstsein der Afroamerikaner ist größer geworden, allein durch die Tatsache, dass ein Dunkelhäutiger Präsident ist." Und auch heute ist die Gleichberechtigung noch nicht vollkommen. Wir haben noch Gesprächsbedarf."

 

 

ala /

 



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