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für den 23.10.2020

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Refrmationstag 2009

"Visionen christlicher Freiheit"

Gottesdienste in den Gemeinden, Lutherbonbons und Luftballons auf der Schlossstraße - die Evangelischen in Mülheim und Essen-Kettwig feierten den Reformationstag. In der Petrikirche predigte Prof. Hauschildt über "Visionen christlicher Freiheit".

Mit blauen und orangenen Lutherballons machten die Jugendlichen in der Fußgängerzone auf den Reformationstag aufmerksam. LupeMit blauen und orangenen Lutherballons machten die Jugendlichen in der Fußgängerzone auf den Reformationstag aufmerksam.

Über "Visionen christlicher Freiheit" predigte Prof. Dr. Eberhard Hauschildt  (Universität Bonn) im zentralen Reformationsgottesdienst des Kirchenkreises An der Ruhr in der Petrikirche. "Welche christlichen Freiheiten hat uns die Reformation gebracht?" Prof. Dr. Hauschildt begann mit einer Bestandsaufnahme.

Luther sah den Christenmenschen als freien Herr und Dienstbaren Knecht zugleich. Diese Spannung wird auch in den Paulusworten im ersten Korintherbrief deutlich: "Denn obwohl ich frei bin von jedermann, habe ich doch mich selbst jedermann zum Knecht gemacht." (1. Korinther 9, 19) Gott schenkt den Menschen diese Freiheit, führte Hauschildt aus. Freiheit von Zweifel und Druck, auch Freiheit von der Werkgerechtigkeit, also von dem Gedanken, sich Gottes Gnade erst durch gute Werke verdienen zu müssen.

 

 

Prof. Dr. Eberhard Hauschildt predigte in der petrikirche. LupeProf. Dr. Eberhard Hauschildt predigte in der petrikirche.

Die geschenkte Freiheit mache keine Unterschiede, sie lasse keine besondere Autorität der Priester gegenüber Laien zu. Ein besonders Augenmerk legte Hauschildt auf den sozialen Bezug dieser Freiheit: "Die Freiheit findet Ausdruck im Handeln, in der Annahme des Anderen, als wäre er man selbst." Als Vision formulierte er, dass "wir nicht nur innerlich frei werden, sondern auch sozial sensibel und aufmerksam werden auf die Mächte, die einem die Freiheit rauben."

"Machen wir mit der inneren Freiheit ernst", forderte Hauschildt angesichts der Herausforderungen, vor die der demografische Wandel die Kirche heute stellt. "Welche Organisationsform entspricht heute der christlichen Freiheit?" Hausschildt stellte seine Idee von einem "Netz kirchlicher Orte" vor. "Dazu kann eine Gemeinde gehören, oder auch eine Citykirche oder ein Bildungswerk." In diesem Netz nehmen sich die Partner untereinander Aufgaben ab. "Wir werden nicht alles überall anbieten können. Aber dennoch werden die kirchlichen Orte im Netz Gemeinsamkeiten pflegen und als evangelisch erkennbar sein."

Die christlichen Orte seien gekennzeichnet von einer besonderen Gastfreiheit. Gastgeber ist Gott, seine Räume bieten Platz zur Entfaltung und laden ein, auch tiefer in die christliche Gemeinschaft einzusteigen.

Hauschildt schloss mit einem Ausblick auf die Freiheit "auch zur Ökumene". Er rief dazu auf, anderen Religionen "ehrlich, dienend und zuhörend" gegenüberzutreten und damit nicht zuletzt zu einer "Belebung der politischen Kultur" beizutragen.

Nicht nur in der Petrikirche wurde der Reformationstag mit einem Gottesdienst gefeiert, die Gemeinden links der Ruhr luden zu einem Kantatengottesdienst in die Kirche an der Wilhelminenstraße ein, Gottesdienste feierten auch die Evangelischen Kirchengemeinden Heißen, Kettwig und die Gottesdienstgemeinde im Evangelischen Krankenhaus.

Schon am Nachmittag hatten Konfirmandinnen und Konfirmanden der Vereinten Evangelischen Kirchengemeinde in der Fußgängerzone auf den Reformationstag aufmerksam gemacht. Gemeinsam verteilten Sie Lutherbonbons und -luftballons und informierten so über den Evangelischen Feiertag.

 

 

 

ala /

 



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