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für den 06.12.2019

Gelobt sei der Herr täglich. Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch.

Psalm 68,20

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Eindrücke aus Tel Aviv

"Wann schläft Tel Aviv?" unter diesem Titel lud Pfarrer Gerhard Bennertz zu einem Dia- und Vortragsabend in die Evangelische Ladenkirche ein. Referent und Zuhörer teilten vor allem eins: die Faszination an dem Land.

Kennt sich auch ohne Landkarte bestens in Tel Aviv aus: Pfarrer i.R. Gerhard Bennertz. LupeKennt sich auch ohne Landkarte bestens in Tel Aviv aus: Pfarrer i.R. Gerhard Bennertz.

"Nie!", lautete selbstverständlich die Antwort auf die Frage im Veranstaltungstitel. Tel Aviv ist eine Stadt, die nicht zur Ruhe kommt. "Vielleicht einmal in der Stunde vor Sonnenaufgang", meint Bennertz, der auch in diesem Herbst wieder auf einige Stunden Schlaf verzichtete, um seine Israelreise völlig auszukosten.

100 Jahre wird die israelische Stadt am Mittelmeer nun alt, besiedelt ist das Gebiet schon viel länger, Forscher gehen von mindestens 5000 Jahren aus. "Habe ich jetzt ein Drittel der Stadtgeschichte miterlebt, oder vielleicht ein Tausendstel oder ein Zweitausendstel?", fragte der Referent, der vor 32 Jahren das erste Mal noch Israel kam, und seitdem fast im Jahresrhythmus immer wieder zurückkehrte.

 

 

Viele Israelbegeisterte kamen in der Ladenkirche zusammen. LupeViele Israelbegeisterte kamen in der Ladenkirche zusammen.

Viele Eindrücke brachte Pfarrer Bennertz mit seiner Diaschau in die Ladenkirche. Zu sehen war Historisches: Bilder von Ausgrabungen, die auch heute noch stets neue steinerne Zeitzeugnisse der ersten Siedler zu Tage fördern. Zu sehen gab es aber auch ganz aktuelle Bildeindrücke aus der Stadt, in der der Verkehrsstrom nie abreißt. "Eigentlich ist immer Stau", so Bennertz.

In vielen Bildern sahen die Besucherinnen und Besucher die Gegensätze der Region: Die Strände mit kleinen Fischrestaurants und die Enge der Stadt, die mangels Platz in die Höhe wächst, oder auch die Skyline des inzwischen eingemeindeten Jaffa mit Kirchturm und Minaretten.

Nicht fehlen durfte der Brückenschlag nach Mülheim. Gerhard Bennertz berichtete von seinen Reisen, auf denen er die Geschichte Mülheimer Juden dokumentierte, die vor den Nazis nach Israel geflohen waren. In den 30er-Jahren baute man in Tel Aviv eigens einen neuen Hafen, um die Flüchtlinge aufnehmen zu können. Und sogar eine kleiner Beitrag zur Verbesserung des Straßenwesens in Tel Aviv kommt aus der Stadt am Fluss: Der Mülheimer David Tanne ließ nach seiner Auswanderung die ersten Kreisverkehre in Tel Aviv bauen.

 

 

 

ala /

 



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