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Herbstsynode

Kirchenkreis An der Ruhr auf dem Weg zu neuer Finanzstruktur

Um die finanzielle Zukunft des Kirchenkreises An der Ruhr drehte sich die diesjährige Herbstsynode. Beschlossen wurde unter anderem der Weiterbetrieb der Evangelischen Ladenkirche für die kommenden zwei Jahre.

Die Synodalen bei einer Abstimmung. LupeDie Synodalen bei einer Abstimmung.

Gemeinden, Einrichtungen und Werke des Kirchenkreises An der Ruhr müssen bis zum Jahr 2015 Einsparungen von 2,8 Mio. Euro realisieren. Über den Weg zum Ziel berieten am vergangenen Freitag und Samstag die Mitglieder der Kreissynode An der Ruhr. Weitere Punkte auf der Tagesordnung der Synode waren ein Beschluss zum vorläufigen Weiterbetrieb der Evangelischen Ladenkirche und eine Resolution zu besseren Chancen auf Bleiberecht für geduldete Flüchtlinge.

 

 

Superintendent Hitzbleck berichtet. LupeSuperintendent Hitzbleck berichtet.

Am Freitagabend hörten die Synodalen den Bericht von Superintendent Helmut Hitzbleck.

Erster Tagesordnungpunkt am Samstag war die Finanzentwicklung im Kirchenkreis An der Ruhr. Derzeitige Steuerprognosen legen nahe, dass die Kirchensteuerverteilsumme der Evangelischen Kirche in Mülheim und Essen-Kettwig von derzeit 5,9 Mio. Euro auf 5,2 Mio. im Jahr 2010 und auf 4,3 Mio. Euro im Jahr 2015 zurückgehen wird. Hinzu kommt weiterer Einsparungsbedarf, da bereits der aktuelle Haushalt durch Rücklageentnahmen ausgeglichen wird.

Die Diskussion um eine zukunftssichere Finanzplanung wurde auf der vergangenen Sommersynode begonnen. Seitdem haben Arbeitsgruppen der Präsides (Vorsitzende der Gemeindepresbyterien) und Finanzkirchmeister eine Bestandsaufnahme erarbeitet. Erste Zwischenergebnisse stellten Sie den Synodalen vor. Ziel ist es, bis zur Herbstsynode 2010 eine gemeinsame Finanzkonzeption zu entwickeln.

Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung war die Fortführung der Arbeit in der Evangelischen Ladenkirche. Diese wird für vorläufig zwei Jahre vom Kirchenkreis weiter betrieben. Mit dieser Entscheidung schlossen sich die Synodalen mit deutlicher Mehrheit einem Beschlussvorschlag des Kreissynodalvorstandes an.


 

 

Die Synode tagte im Haus der Kirche (Altenhof). LupeDie Synode tagte im Haus der Kirche (Altenhof).

Für eine stärkere Berücksichtigung humanitärer Aspekte im Bleiberecht von Flüchtlingen sprachen sich die Mitglieder des Kirchenparlamentes einstimmig aus. Damit schloss sich die Kreissynode An der Ruhr einer Resolution der Evangelischen Kirche Deutschlands, der Katholischen Deutschen Bischofskonferenz sowie Caritas und Diakonie an. Zurzeit gilt eine „Altfallregelung“, nach der geduldete Flüchtlinge bis zum Ende des Jahres ihren Lebensunterhalt selbstständig finanzieren müssen, um in Deutschland bleiben zu dürfen. Die Erfahrungen auch im Flüchtlingsreferat des Kirchenkreises An der Ruhr zeigen, dass dieses Ziel für die wenigsten zu erreichen ist. Die gemeinsame Resolution der Kirchen fordert dazu eine Fristverlängerung, außerdem eine stärkere Berücksichtigung humanitärer Aspekte in der Einzelfallbeurteilung. Die Kreissynode begrüßt und unterstützt den gemeinsamen Aufruf der Kirchen (mehr unter www.aktion-bleiberecht.de) und bittet die Landessynode, sich in diesem Sinne politisch einzusetzen.

Ferner setzte sich die Kreissynode mit einem Beschluss für eine weniger restriktive Visavergabe bei der Einreise nach Deutschland ein. Mehrfach drohten ökumenische Begegnungen mit Partnern aus Afrika daran zu scheitern, dass meist jungen Teilnehmenden die Einreise nach Deutschland verwehrt oder erschwert wurde, insbesondere, wenn sie unverheiratet und ohne eigenes Einkommen waren. Die Kreissynode fordert die Landessynode und die Kirchenleitung auf, sich in diesem Sinne einzusetzen und das Thema über die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die kirchlichen Entwicklungswerke auf die politische Tagesordnung zu bringen.

Als Antrag an die Landessynode brachten die Mülheimer Delegierten einen Vorschlag zur Begleitung von Vikarinnen und Vikaren im Schuldienst auf den Weg. Wenn Vikarinnen und Vikare im Rahmen des „integrierten pädagogischen Vikariats“ an allgemeinbildenden Schulen Religion unterrichten, muss diese Ausbildungsphase fachlich begleitet werden. Die Schulreferentinnen und -referenten der Evangelischen Kirche im Rheinland schlagen daher vor, in drei Regionen der Landeskirche jeweils eine 20%-Pfarrstelle für diesen Aufgabenbereich einzurichten. Die Kosten dafür soll die Landeskirche tragen.

Wahlen
Auch einige Posten in Kreis- und Landeskirchlichen Gremien waren neu zu besetzen. Die Synodalen wählten Hans-Joachim Behr (Kgm. Styrum) zum Synodalältesten. Er folgt Kurt Leyk nach, der alle kreiskirchlichen Ämter aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt hat. Als Abgeordneter zur Landessynode wird künftig Prof. Dr. Michael Lent an Stelle von Kurt Leyk den Kirchenkreis An der Ruhr vertreten. Als stellvertretende Landessynodale wurden Anke Lohscheidt (Vereinte Ev. Kgm.) und Martha Vahrenkamp (Kgm. bei der Theodor Fliedner Stiftung) gewählt. Im Kuratorium der Evangelischen Beratungsstelle für Erziehungs-, Ehe-, und Lebensfragen folgt Irmtrud Schäckermann (Kgm. Broich) der ausgeschiedenen Martina Sassmannshausen nach. Den stellvertretenden Vorsitz im Verwaltungsfachausschuss des Kirchenkreises übernimmt künftig Peter Jansen (Kgm. Broich), als weiteres Mitglied wurde Heinz Ordelheide (Markuskirchengemeinde) gewählt. Pfarrerin Ursula Welting übernimmt den Synodalauftrag für christlich-islamische Begegnung von Pfarrerin Christiane Wittenschläger.

 

Stichwort: Synode
Die Kreissynode tagt mindestens einmal, oft zweimal im Jahr und ist das höchste Entscheidungsgremium, das "Parlament", eines jeden Kirchenkreises. In Mülheim gibt es derzeit 80 Mitglieder. Zu den Synodalen zählen alle Pfarrerinnen und Pfarrer, sowie weitere gewählte Mitglieder aus den Gemeindepresbyterien (von den Gemeindegliedern gewählte Leitungsgremien). Die Synodalen entscheiden unter anderem über kreiskirchliche Finanzen (aktuell über Haushalts- und Wirtschaftspläne in Höhe von 10, 5 Mio. Euro.), erarbeiten auch gemeinsame theologische und sozialethische Stellungnahmen und können Anträge an die Landessynode stellen. Die Synode verhandelt öffentlich. Zum Evangelischen Kirchenkreis An der Ruhr zählen rund 61.000 Gemeindeglieder in Mülheim und Essen-Kettwig.

 

 

ala /

 



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