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für den 23.10.2020

Ich will mit euch einen ewigen Bund schließen.

Jesaja 55,3

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Neujahrsempfang

"Wo die Hoffnung Wurzeln schlägt"

"Bildung braucht Religion - Religion braucht Bildung", hieß der Titel des Gastvortrags Oberkirchenrat Klaus Eberl beim diesjährigen Neujahrsempfang des Kirchenkreises An der Ruhr. Gastredner Eberl leitet die Anteilung "Bildung" im Landeskirchenamt.

Oberkirchenrat Klaus Eberl Oberkirchenrat Klaus Eberl

 

 

 

Superintendent Helmut Hitzbleck Superintendent Helmut Hitzbleck

"Bildung ist eines der großen Themen, auch in Mülheim", führte Superintendent Helmut Hitzbleck in das Thema ein. "Auch wir als Kirche möchten uns daran beteiligen. Wir tun das schon jetzt, nämlich in KiTas und Familienzentren, in der Familienbildung und in der Jugendarbeit. Und wir müssen das in Zukunft noch stärker tun. Es ist uns wichtig, dass Kinder und Jugendliche wieder Zugang zu Kirche gewinnen. Um der Kinder willen und um der Kirche willen."

 

 

"Religion braucht Bildung - spätestens seit der Reformation", stieg Oberkirchenrat Eberl ins Thema ein. Nämlich, um "das eigene Gewissen zu prüfen und verantwortungsvoll in der Welt zu handeln." Auch die Religion brauchten wir, so Eberl weiter. "Denn woher kommen sonst die Werte - Es ist die Frage, wo die Hoffnung Wurzeln schlägt." Zwei christliche Ideale rückte Eberl in den Fokus: die Gnade, "oder auch das Recht auf einen Neuanfang, einen zweiten Anlauf", so wie es der "verlorene Sohn" erfuhr und, zweitens, die Bereitschaft für den Nächsten da zu sein, so wie es der barmherzige Samariter tat.

In der Religion finden die Christen Antworten auf Zweifel und auf Sinnfragen. "Wir sind Geliebte von Anfang an. Das ist immer ein Geschenk, dass man sich nicht er-leisten, nicht verdienen kann." Gute Bildung könne sich nicht allein daran messen, "immer mehr, besser und Schneller zu lernen". Vielmehr müsse es auch um die Frage gehen "Wie wird Vertrauen stark und der Glaube erwachsen, so dass wir darüber ins Gespräch kommen können, was Grund unserer Hoffnung ist."

Handlungsbedarf für Kirche und Gesellschaft attestierte Eberl in vielen Feldern, zum Beispiel bei der Finanzierung der KiTas, insbesondere nach dem Kinderbildungsgesetz: "Unsere Staatsausgaben für frühkindliche Bildung sind skandalös niedrig". Und in den Schulen sollen die Kirchen "nicht zu sehen, wie der Religionsunterricht zu Gunsten von Religionskunde oder LER (Lebensgestaltung-Ethik-Religion) unter den Tisch fällt." Ein besonderes Augenmerk gelte der kirchlichen Jugendarbeit: "Hier lernen Jugendliche Verantwortung, dürfen sich verrennen und neu anfangen. Wir müssen eine fehlerfreundliche Kultur entwickeln, in der sich jeder auf den Zuspruch Gottes verlassen darf."

 

 

ala /

 



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