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für den 22.05.2019

Das ist der HERR, auf den wir hofften; lasst uns jubeln und fröhlich sein über sein Heil.

Jesaja 25,9

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Service

"Energie-Forum 2007" in der Wolfsburg

Präses Schneider "Das Thema ist in den Gemeinden angekommen"

Hochkarätig besetzt waren die Podien beim "Energie-Forum 2007", zu dem gemeinsam die Evangelische Akademie im Rheinland, die Evangelische Akademie Iserlohn und die Katholische Akademie Wolfsburg ins Mülheimer Tagungshaus eingeladen hatten.

Verantwortung und Verfügbarkeit waren zentrale Punkte beim Energie-Forum in Mülheim. Verantwortung und Verfügbarkeit waren zentrale Punkte beim Energie-Forum in Mülheim.

"Ist es so, dass wir auf Kosten kommender Generationen Zukunftschancen vernaschen?", formulierte Weihbischof Franz Grave eine Befürchtung, die längst zur Gewissheit geworden ist und von vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Energie-Forums geteilt wurde. "Die Menschen, die hierher gekommen sind, erwarten eine Orientierung von uns, den Kirchen", so Grave.

Rund 200 Teilnehmer waren in die Akademie "Wolfsburg" gekommen, um Vorträge von Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft zu hören und mit ihnen zu diskutieren. Über die Klimasituation als globale Herausforderung sprach beispielsweise Prof. Dr. Peter Hennicke vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie. Plädoyers für Nachhaltigkeit und ökologische Gerechtigkeit hielten Vertreter des Naturschutzbundes NABU und des Berliner Öko Instituts. Vertreter von Vorstand und Geschäftführung von RWE  und STEAG traten gleichfalls zur Standortbestimmung an.

 

 

Präses Nikolaus Schneider Präses Nikolaus Schneider

"In den Debatten am Morgen haben wir die Spannung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft deutlich erlebt", blickte Nikolaus Schneider, Präses der Rheinischen Landeskirche in der Pressekonferenz auf die erste Hälfte der Veranstaltung zurück. In der Kirchenwelt sei man sensibilisiert für verantwortungsvolles Vorgehen bei der Energiegewinnung. Da war sich Präses Schneide mit Weihbischof Franz Grave einig. Deutlich machten beide auch, "dass wir bei dem Thema noch nicht so weit sind, wie wir sein könnten." Dennoch betonte Präses Nikolaus Schneider: "Das Thema ist in den Gemeinden angekommen." Mit einem Energiesparfonds unterstütze die Rheinische Landeskirche Baumaßnahmen für effizientere Heizungsanlagen, Stromgewinnung per Photovoltaik etc.

"Vor welchen Herausforderungen steht das Energieland NRW?", so lautete der Untertitel der Konferenz. Für Präses Schneider liegt eine solche Herausforderung in der Diskussion um die heimische Steinkohle. "Natürlich stellen wir uns die Frage ,Was soll den aus unseren Bergleuten werden?’ Diese Frage kann man aber nicht beantworten, ohne darüber zu reden, wie man Energiepolitik weltweit verantwortlich gestalten kann." Verantwortungsvolle Energiepolitik funktioniere nicht ohne den Blick über den Tellerrand. Wir Kirchen spielen nicht nur in de Industrieländern, sondern auch in Afrika und Lateinamerika eine wichtige Rolle, war die gemeinsame Botschaft von Präses Schneider und Weihbischof Grave. "Es kann nicht sein, dass die einen Länder ihr Fortkommen auf Kosten der anderen sichern", so Schneider. Aufgabe der Kirchen ist es, international "die Debatte zusammenzuhalten" und "Brüche zu verhindern". 

Das Thema "Globalisierung" steht auf der Agenda der kommenden Synode der Rheinischen Landeskirche.

 

 

Annika Lante /

 



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