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für den 06.12.2019

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Service

Themenabend in der Ladenkirche

Evangelisch - Katholisch, Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Evangelisch - Katholisch, wo sind die Gemeinsamkeiten und wo die Unterschiede? Darum ging es beim Themenabend mit Pfarrer Frank Kastrup in der Evangelischen Ladenkirche.

Über die großen christlichen Konfessionen referierte Pfarrer Frank Kastrup. LupeÜber die großen christlichen Konfessionen referierte Pfarrer Frank Kastrup.

Das Verhältnis der beiden christlichen Konfessionen zueinander war nach der letzten Verlautbarung der römischen Glaubenskongregation ein viel diskutiertes Thema. Rund dreißig Interessierte wollten mehr erfahren und besuchten den Themenabend "Unterschiede und Gemeinsamkeiten der christlichen Kirchen" mit Pfarrer Frank Kastrup in der Evangelischen Ladenkirche.

Die katholische Kirche hat, na klar, den Papst, es gibt den Zölibat und Frauen sind noch immer weit davon entfernt, ins Priesteramt zu kommen. Als eigentlichen "Knackpunkt" im Evangelisch - Katholischen Verhältnis beschrieb der ehemalige Superintendent beim Themenabend in der Ladenkirche das unterschiedliche Amts- und Kirchenverständnis der beiden Konfessionen: hier das "Priestertum aller Gläubigen" und dort die per Priesterweihe tradierte "apostolische Sukzession". Will sagen: "Die katholische Kirche sieht ihre Bischöfe in der direkten Tradition und Nachfolge (Sukzession) der Jünger Jesu. Durch ihre Weihe reihen sich die Priester in diese Nachfolge ein", so erklärte der Theologe. Die protestantischen Prioritäten liegen, ermöglicht nicht zuletzt durch Luthers Bibelübersetzung, etwas anders: "selber lesen und selbst bestimmt glauben", formulierte Kastrup.

 

 

Viele interessierte Zuhörinnen und Zuhörer diskutierten engagiert mit beim Themenabend in der Ladenkirche. LupeViele interessierte Zuhörinnen und Zuhörer diskutierten engagiert mit beim Themenabend in der Ladenkirche.

Nicht nur am Amtsverständnis, sondern auch an unterschiedlichen Auffassungen des Abendmahls wurden zuletzt Unterschiede zwischen den Konfessionen deutlich. Kastrup: "Spätestens seit dem ökumenischen Kirchentag in Berlin wissen wir, dass es in der Abendmahlsfrage ganz schwierig ist."

"Wie steht es denn nun in der Ökumene?" vor diese Frage stellte sich der Referent selbst. "Die Erklärung ,Dominus Jesus' hat so ziemlich eingeschlagen", stellte er fest. "Ich glaube, dass sich durch diesen und den derzeitigen Papst eine deutlich antiprotestantische Richtung durchgesetzt hat." Nichtsdestotrotz sei in den vergangenen Jahren Vieles in der Beziehung der Evangelischen und Katholischen Kirche aufgearbeitet worden "und wir gehen vernünftiger miteinander um". Unumgänglich sei es, den eigenen Standpunkt und unterschiedliche Auffassungen klar zu benennen.

 

 

Gemeinsamer Boden sei im kritischen Dialog schon an einigen Stellen gut gemacht worden, so etwa die geteilte Rechtfertigungslehre (Rechtfertigung vor Gott allein aus dem Glauben, nicht aufgrund ,gerechten' Tuns) und die wechselseitige Anerkennung der Taufe. Was letztlich zähle, sei nicht allein der Dialog der Kirchenoberen: "In den Gemeinden haben wir viel Übung in der Ökumene und das sollten wir auch weiter tun. Oft ist es die Basis, die die Dinge weitertreiben kann", machte Kastrup den Zuhörerinnen und Zuhörern Mut. 

 

Die Themenabende in der Ladenkirche sind eine Einladung zum Nachdenken und zum Ins-Gespräch-Kommen an alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt. An den Themenabenden geht es in den Räumen an der Kaiserstraße 4 um aktuelle Inhalte aus Wirtschaft, Glauben und Gesellschaft und auch um Fragen, die die Referenten persönlich bewegen. Der Eintritt ist frei.

Beim nächsten Themenabend am Dienstag, 11. März, geht es um "Juristische Fragen rund um die Patientenverfügung". Referent ist Rechtsanwalt und Notar Uwe Reuter.

 

 

ala /

 



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