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für den 23.08.2019

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1.Chronik 29,11

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"Kulturführerschein"-Anwärter entwickeln Stadt-Visionen

Anstiftung zum Einmischen - Impulse aus dem Netzwerk Saarn und Broich

Wie soll ein öffentlicher Platz aussehen, damit man sich gerne dort aufhält? Visionen für die Architektur im städtischen Raum entwickelten nun die Teilnehmer des Fortbildungsangebots Kulturführerschein der "Netzwerke 50+" in Saarn und Broich.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer präsentieren ihre Arbeitsergebnisse. Teilnehmerinnen und Teilnehmer präsentieren ihre Arbeitsergebnisse.

Barocker Pflasterschmuck, Großzügigkeit und Weite oder Wasserspiele und Wandeln unter Säulengängen  - die Ideen waren vielfältig. Rund 20 Anwärter auf den "Kulturführerschein" hatten sich im Gemeindezentrum an der Holunderstraße getroffen, um gemeinsam Ideen und Visionen zu etwickeln, es ging um die Gestaltung öffentlicher Plätze.

Fachliche Impulse lieferte Prof. Roland Günther in seinem Referat. Nach dem Zuhören nahmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Weiterbildung die Dinge selber in die Hand. Mit bunten Holzklötzen, Pappe, Tüchern und Glitzersteinen gestalteten sie in Gruppen drei "Traumplätze".

 

 

Bauklötze geben der Vision eine Form: "Wasser-Sonne-Ruhr-Platz". Bauklötze geben der Vision eine Form: "Wasser-Sonne-Ruhr-Platz".

Ein Wasserbecken stand im Mittelpunkt des ersten Entwurfs "über Größe und Gestaltung habe wir lange gerungen",  berichteten die Teilnehmer im Saarner Gemeindesaal. Herausgekommen ist ein "Wasser-Sonne-Ruhr-Platz" mit einem rechteckigen Bassin in der Mitte und viel Raum drumherum. Aus dem Vortrag von Prof. Günther hatten die Teilnehmer mitgenommen: weiger ist mehr und Großzügigkeit ist Trumph, also durfte der Platz nicht mit Statuen oder Denkmälern überfrachtet werden. Das Wasserbecken in der Mitte war ein Muss, "weil es in Zukunft ja immer heißer werden wird."

Der nächste Entwurf aus bunten Bauklötzen und blauer Stoffbahn stellt einen "Platz am Fluss" dar, erinnert in Lage und Wegführung etwas an die MüGa. "Eine Alternative zu Ruhrbania vielleicht", meint einer.

"Barocken Anspruch" pflegen die Architektinnen und Architekten des dritten Entwurfs. Die bunte Bodenpflasterung ist das prägende Element. Außerdem gibt es rundherum Arkaden mit Boutiquen und Gastronomie . "Platz der Harmonie", wird das Projekt spontan getauft.

 

 

Lebhafte Manöverkritik rund um den "Platz der Harmonie". Lebhafte Manöverkritik rund um den "Platz der Harmonie".

Auf die öffentlichen Plätze in Mülheim angesprochen, hat es mit der Harmonie schnell ein Ende. "Zu viel Gastronomie an der falschen Stelle" lautet die Teillnehmerkritik am Victoriaplatz ebenso wie an der Gestaltung des Kurt-Schumacher-Platzes vor dem Forum. Einen Fan hat dagegen der Saarner Pastor-Luhr-Platz gefunden, "Der ist groß und offen, lädt richtig ein, sich hinzusetzen", begeistert sich eine Teilnehmerin.

Die Plätze in ihrer Heimatstadt nahmen die Kulturführerschein-Anwärter in der zweiten Tageshälfte unter die Lupe. Vor Ort verschafften sie sich einen frischen Eindruck von Gestaltung und Atmophäre an verschiedenen Stellen: Kirchenhügel, Schleuseninsel, Kurt-Schumacher- und Rathausplatz wurden auf Schusters Rappen erkundet.

Viel Inspiration lieferte die Auseinandersetzung mit der Architekltur den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Für einige war es sogar eine Anstiftung zum Einmischen: Warum nicht einen Brief an die Stadt schreiben, und eigene Ideen für die Gestaltung des öffentlichen Raumes vorbringen? Gemeinsam wollen die Saarner und Broicher am Ball bleiben, möglicherweise künftig Aktionen entwickeln, um einen Platz mit neuem Leben zu erfüllen. 

 

Der "Kulturführerschein" ...

... ist das aktuelle Fortbildungsangebot der "Netzwerke für Menschen ab 50" in den evangelischen Kirchengemeinden Broich und Saarn. Von März bis November laden die Veranstalter alle Interessierten monatlich zu einer Tagesveranstaltung  ein. Auf dem Programm steht Theoretisches und Praktisches aus den Bereichen Kunst, Musik, Film, Tanz, Fotografie, Literatur, Architektur und Schauspiel. Außerdem unternehmen die Teilnehmenden eine Exkursion zu Kultureinrichtungen in der näheren Umgebung. Ziel ist es, mit dem "Kulturführerschein" das nötige Handwerkszeug zu erwerben, um selbst Kulturangebote und Veranstaltungen organisieren zu können.

Falls sich eine genügende Zahl neuer Interessenten für einen weiteren Durchgang des "Kulturführerscheins" findet,  soll das Angebot demnächst in die zweite Auflage gehen. Interessenten melden sich bei: Ragnhild Geck, Netzwerk Saarn, Telefon 3776637 und Johanna Geistert, Netzwerk Broich, Telefon 427120.

 

 

Annika Lante /

 



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