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für den 03.08.2020

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Aktionswoche "DIe Unterschiede sind sichtbar"

Im Gespräch mit Politik und Kultur

Mülheim an der Ruhr: 46 Einkommensmillionäre und 900 tägliche Kunden an der Tafel. "Die Unterschiede sind sichtbar" unter diesem Titel diskutierten Hannelore Kraft, Helmut Schäfer und Ulrich Ernst beim Diakoniewerk Arbeit & Kultur.

Es diskutierten Hennelore Kraft (2. v.l.), Helmut Schäfer (3. v.l.) und Ulrich Ernst (4.v.l.) mit Moderator Andreas Heinrich (li.). LupeEs diskutierten Hennelore Kraft (2. v.l.), Helmut Schäfer (3. v.l.) und Ulrich Ernst (4.v.l.) mit Moderator Andreas Heinrich (li.).

Montagabend, Kranhalle des Diakoniewerks an der Georgstraße: Dort, wo sonst die lebensmittel der Tafel ausgegeben werden sprachen eine Landespolitikerin, ein Sozialdezernent und ein Dramaturg über die Armut in der Stadt mit einer der höheren Millionärsdichten in NRW. Hannelore Kraft, Vorsitzende der NRW-SPD, Ullrich Ernst, Sozialdezernent der Stadt Mülheim und Helmut Schäfer, Dramaturg des Theaters an der Ruhr waren die Teilnehmer der abendlichen Gesprächrunde. Unter dem Titel "Die Unterschiede sind sichtbar" lädt das Diakoniewerk Arbeit & Kultur gGmbH zurzeit zu einer Themenwoche ein.

 

 

Zahlreiche Besucherinnen und Besucher erlebten die Gesprächsrunde in der Kranhalle. LupeZahlreiche Besucherinnen und Besucher erlebten die Gesprächsrunde in der Kranhalle.

Es gibt sie, die "abgeschotteten bereiche der Ausgeschlossenen unserer Gesellschaft", stellte Ulrich Ernst zu Beginn des Abends fest. Um Strukturen verfestigter Armut aufzubrechen, da waren sich alle Diskutierenden einig, müsse man bei den Kindern und Jugendlichen anfangen und auch investieren. Die heute junge Generation "haben wir aber nicht aufgenommen, viele der jungen Leute stellen heute fest: Wir werden weder gebraucht noch erwartet", legte der Dramaturg den Finger in die Wunde. 

Doch "was tun?", richtete Moderator Andreas Heinrich, Redaktionsleiter WAZ Mülheim, die Frage an die Runde. Barrieren abbauen, das sei sicherlich eine Antwort. "Wir lassen Hartz-4-Empfänger kostenlos ins Theater", berichtete Dramaturg Schäfer. "Die Gesellschaft kann nicht ohne die Kultur, die Kultur nicht ohne soziales Engagement", so hatte Ulrich Schreyer, Geschäftsführer des Diakoniewerks schon in den Themenabend eingeführt. "Wir brauchen endlich die Erbschaftssteuer", forderte Hannelore Kraft, "Vier Milliarden Euro stecken da in einer Hängepartie" und "Warum nicht auch eine Vermögenssteuer durchsetzen?". "Sozialraumorientiertes Handeln", so nannte Ulrich Ernst wiederholt seinen Ansatzpunkt. Spezielle Förderung in speziellen Quartieren der Stadt sei nötig. "Man darf Ungleiches nicht gleich behandeln."

 

 

Lupe

Trotz allem: ein Patentrezept wurde natürlich auch an diesem Abend nicht gefunden. Sozialdezernent Ernst machte deutlich, dass auch viele dicke Bretter zu bohren seien. Schnelle Lösungen könne niemand versprechen "Wir dürfen nicht lügen. Wir müssen zugeben: Wir kriegen das Problem so schnell nicht in den Griff."

Die Mülheimer Tafel versorgt rund 900 Menschen an jedem Tag.

Alle Informationen über die Aktionswoche auf: diakoniewerk-muelheim.de.

 

 

ala /

 



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