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für den 23.10.2020

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Diakoniewerk

Ein Brunnen für Burure

"Kein Wasser, keine Nahrung, kein Geld, dafür viel Gewalt", beschreibt Ulrich Schreyer die Situation in Simbabwe. Das Diakoniewerk hat nun mit der Lutherischen Kirche vor Ort einen Partnerschaftsvertrag unterzeichnet. Ziel: direkte Hilfe

Kein Dschungellidyll, sondern Quelle von Keimen und Schmutz: die Wasserstelle von Burure. LupeKein Dschungellidyll, sondern Quelle von Keimen und Schmutz: die Wasserstelle von Burure.

Seit drei Jahren unterhält das Diakoniewerk Arbeit & Kultur Kontakte nach Simbabwe, speziell in die Östdiözese mit der Hauptstadt Harare. "Im Diakoniewerk haben wir Mitarbeitende aus 26 Nationen, haben uns schon in Projekten in Moldawien, Kasachstan und anderswo engagiert. Nun wollten wir unsere Aktivitäten konzentrieren. Da war klar: Wenn wir etwas machen, dann in Afrika", erklärt Ulrich Schreyer.

 

 

Eine Schulklasse in Burure, insgesamt gehen hier 1300 Kinder zum Unterricht. LupeEine Schulklasse in Burure, insgesamt gehen hier 1300 Kinder zum Unterricht.

Erstes Projekt wird sein, einen Brunnen für eine Schule in Burure zu bauen. Der Ort liegt rund sieben Autostunden entfernt von Harare, fast ohne Anbindung an städtische Infrastruktur. Elektrizität, fließendes Wasser, Telekommunikation - nichts ist selbstverständlich. Die Schule in Burure wird von 1300 Jungen und Mädchen besucht. Die bislang genutzte Wasserstelle liegt sieben Kilometer vom Ort entfernt und liefert nur verdrecktes Wasser. Bis zum Beginn der nächsten Regenzeit wird nun in Burure mit Unterstützung des Mülheimer Diakoniewerks ein Bohrloch in die Erde getrieben.

Unterstützung bekommt außerdem ein Pfarrer der Diözese. "Der geht jeden Sonntag 50 Kilometer zu Fuß, um drei Gottesdienste an verschiedenen Orten zu feiern", berichtet Schreyer. Auch für den Pfarrer gilt: Nichts ist sicher, nicht mal ein Gehalt.

Die Bedingungen, unter denen Nichtregierungsorganisationen in Simbabwe arbeiten können, sind sehr wechselhaft. Mal wird Hilfe zugelassen, mal werden Hilfsorganisationen ausgewiesen. Vorteil des Diakoniewerks ist, auf kirchliche Strukturen und Partner vor Ort zugreifen zu können.

 

 

Bischof John S. Moyo von der simbabwischen Ostdiözese und Ulrich Schreyer mit dem Partnerschaftsvertrag. LupeBischof John S. Moyo von der simbabwischen Ostdiözese und Ulrich Schreyer mit dem Partnerschaftsvertrag.

Nicht nur die Simbabwer profitieren von der Partnerschaft. "Auch für unsere Mitarbeitenden ist es toll zu sehen, dass nicht nur immer sie es sind, die Hilfe empfangen, zu sehen ,auch ich kann Unterstützung geben", sagt Anke Werner, stellvertretende Geschäftsführerin des Diakoniewerks. Geld sammeln wollen die Diakoniewerker zum Beispiel mit dem Speisen- und Getränkeverkauf bei eigenen Festen.

Der neue Partnerschaftsvertrag des Diakoniewerks läuft nun vorerst für fünf Jahre, danach entscheiden die Partner neu über eine weitere Zusammenarbeit. Geplant ist bereits ein Besuch des simbabwischen Bischofs in Mülheim. Im kommenden Jahr möchte man gegebenenfalls auch die Situation weiterer Gemeinden der Diözese in den Blick nehmen.


Informationen über die Lutherische Kirche in Simbabwe auf www.oikumene.org

 

ala /

 



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