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für den 23.10.2020

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Themenabend "Hospiz"

Kein Ort, sondern eine Lebenshaltung

Mülheim bekommt ein Hospiz. Darüber, was das Leben im Hospiz ausmacht, berichtete Pfarrerin Klaudia Schmalenbach in der Evangelischen Ladenkirche.

Logo des Mülheimer Hospizes Logo des Mülheimer Hospizes

"Ein Hospiz ist eine pflegerische Einrichtung für unheilbar kranke Menschen. Dort wird eine würdige Begleitung in der letzten Lebensphase ermöglicht", erklärte Pfarrerin Klaudia Schmalenbach, selbst Vorstandsmitglied im Förderverein des Mülheimer Hospiz, in der Informationsveranstaltung. Im Hospiz gibt es keine Chemotherapie und auch keine Intensivmedizin, aber professionelle Schmerztherapie und die Möglichkeit, den letzten Abschnitt seines Lebens selbstbestimmt zu verbringen.

 

 

Pfarrerin Klaudia Schmalenbach stellte den Hospizgedanken und die Planungen für Mülheim vor. LupePfarrerin Klaudia Schmalenbach stellte den Hospizgedanken und die Planungen für Mülheim vor.

"Es geht nicht darum, dem verbleibenden Leben mehr Tage zu geben, sondern den verbleibenden Tagen mehr Leben", zitierte Pfarrerin Schmalenbach die Gründerin der Hospizbewegung, Cicely Saunders. Selbstbestimmtes Leben im Hopsiz, das bedeute auch: jeder Gast bestimmt selbst, wie lange er schlafen möchte, ob er gepflegt werden will und ob Besuch kommen darf oder nicht. "Uns geht es darum, Lebensqualität zu ermöglichen", betonte Pfarrerin Schmalenbach.

Anliegen der Hospizbewegung sei es, das Sterben als Teil des Lebens anzunehmen. Mit dieser Intention sei der Titel des Themenabends in der Evangelischen Ladenkirche gewählt: "Das Hospiz ist kein Ort, sondern eine Lebenshaltung."

Daran, dass diese Lebenshaltung in Mülheim künftig besser verwirklicht werden kann, arbeitet die Evangelische Hospiz gGmbH. Bereits gekauft ist die "Thyssen-Villa" an der Friedrichstraße 40. Sie wird im kommenden Jahr renoviert und mit einem Anbau versehen, so dass zehn Gäste im Hospiz Platz finden. Das stationäre Hospiz sehe sich als ein Partner im lokalen Netzwerk, erklärte Klaudia Schmalenbach, man kooperiert mit dem ambulanten Hospiz, den Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten.

Die Fragen der Besucherinnen und Besucher in der Ladenkirche, zeigten, wie sehr das Thema auf Interesse stößt. Auf Nachfrage erklärte Pfarrerin Schmalenbach, dass es keine maximale Aufenthaltsdauer im Hospiz gebe. "Was ist denn mit Muslimen?", wollte eine Fragestellerin wissen. Antwort: Das Hospiz ist für alle Menschen offen, gleich welche Religion oder Weltanschauung sie haben. Wichtig natürlich auch: Die Frage nach dem Geld. "Bei uns muss kein Gast einen Eigenanteil aufbringen", erklärte Pfarrerin Schmalenbach. Das Hospiz werde über die Kranken- und Pflegeversicherungen finanziert, aber der Träger müsse auch einen Eigenanteil aufbringen.

Gesucht werden daher schon jetzt Spender, die zum Beispiel einen symbolischen Baustein erwerben können. Mehr dazu auf den Webseiten des Mülheimer Hospizes. Doch nicht nur Geld wird gebraucht. "Ohne ehrenamtliches Engagement kann kein Hospiz leben", betonte Pfarrerin Klaudia Schmalenbach. Wer sich vorstellen kann, ehrenamtlich im Hospiz mitzuarbeiten, kann sich bei Ihr melden (Telefon 0208. 309-2640 oder Klaudia.Schmalenbach@evkmh.de).

 

 

ala /

 



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