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für den 03.03.2021

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Hand aufs Herz: Ab ins Bett?

Entspannt einschlafen, gar nicht so einfach, wenn zum Streitfall wird, ob das Kind noch im Elternbett schlafen soll. Volker Rohse von der Evangelischen Beratungsstelle Mülheim erklärt, welche Schritte helfen können.

Mit dem ersten Kind erhalten Eltern oft eine Fülle an Tipps – etwa dazu, ab wann das Kind im eigenen Bett schlafen sollte. Aber wie geht es weiter, wenn sich die Eltern dann nicht sicher oder einig sind? Volker Rohse, Leiter der Evangelischen Beratungsstelle in Mülheim an der Ruhr und selbst Vater, berät Familien in solchen Fragen. Für das Evangelische Elternmagazin zehn14 gab er dazu Auskunft: „Eltern kommen zu uns, wenn ein Leidensdruck zu groß geworden ist. Häufig werden wir von Kindertageseinrichtungen empfohlen, was eine sehr positive Entwicklung ist: Wir können unterstützen, bevor Schwierigkeiten sich festfahren.“ Rohses Beratungsstelle arbeitet systemisch, mit großem Respekt vor dem herausfordernden Elternjob.

„Es lastet oft großer Druck auf ihnen. Den möchte ich nehmen und gemeinsam Lösungen erarbeiten, beispielsweise wenn es um das Schlafen im eigenen Bett geht.“ Wünschten sich Mama und Papa, dass ihr Kind aus dem Elternschlafzimmer ausziehe, aber der geeignete Zeitpunkt sei verpasst, entstehe Druck. „Das ist auch so, wenn nur einer von beiden sich mit der Situation wohlfühlt, der andere das Elternbett aber als Paarbereich zurück möchte. Druck und Schlaf sind nicht kompatibel“, betont Rohse. Das wisse jeder, der nachts schon einmal wach gelegen habe.

„Säuglinge allein in einem Raum schlafen zu lassen, kommt in anderen Kulturen seelischer Grausamkeit nahe“, weiß der Diplom-Psychologe. Dort sei das Schlafen im Familienbett ebenso Normalität, wie es das bei uns noch im vergangenen Jahrhundert gewesen sei. Der Impuls zur Autonomie sei aber in Kindern angelegt. „Die meisten entwickeln zwischen dem zweiten und dritten Lebensjahr selbst den Wunsch, im eigenen Bett zu schlafen“, sagt der Familientherapeut. Vorher erlebte Sicherheit ermöglicht das: „Autonomie wächst, wenn man sich gut aufgehoben fühlt!“

Volker Rohse, Leiter der Ev. Beratungsstelle Volker Rohse, Leiter der Ev. Beratungsstelle

Erst wenn dieser Schritt nicht von allein gegangen wird, sucht der 49-Jährige Lösungswege mit der ganzen Familie – über kleine Erfolge. Jeder einzelne dürfe gefeiert werden. „Tatsächlich haben Kinder sogar sehr genaue Vorstellungen davon, wann sie etwas allein können werden oder was sie dazu brauchen. Aber dazu wird Sicherheit durch Nähe gebraucht.“ Sie ihnen zu geben, bedürfe oft Geduld und Verständnis aller Beteiligten. Aber es lohnt sich, ist sich Rohse sicher: „Entspannt einschlafen kann, wer sich geborgen fühlt! Egal, wo.“

 

 

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Mülheim an der Ruhr / Claudia Keller für "zehn14" / 22.01.2021



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