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Losung

für den 05.12.2020

Ein Vater der Waisen und ein Helfer der Witwen ist Gott in seiner heiligen Wohnung, ein Gott, der die Einsamen nach Hause bringt, der die Gefangenen herausführt, dass es ihnen wohlgehe.

Psalm 68,6-7

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Service

Kreissynode An der Ruhr

Superintendent und Skriba im Amt bestätigt

Die Mülheimer Kreissynode hat Superintendent Hillebrand und Skriba Zühlke im Amt bestätigt. Ein Beschluss über die Zukunft der Ladenkirche wurde vertagt. Die Tagung fand coronabedingt erstmals als Videokonferenz statt.

Superintendent,  Assessorin und Skriba leiteten die Kreissynode unterstützt von der Kirchenkreisverwaltung im Haus der Evangelischen Kirche. 

 

Mit großer Mehrheit wurden Superintendent Gerald Hillebrand und Skriba Gundula Zühlke in ihren Ämtern bestätigt. Sie standen turnusgemäß zur Wiederwahl, weitere Kandidierende hatte es nicht gegeben. Außerdem standen zwei Synodalälteste und zwei stellvertretende Synodalälteste zur turnusgemäßen Neuwahl an. Mit Felix Hofmann (24 Jahre, Vereinte Ev. Kirchengemeinde) und Christoph Hesse (28 Jahre, Markuskirchengemeinde) wurden zwei junge Vertreter neu in das höchste Leitungsgremium des Kirchenkreises gewählt. Stellvertreter wurden Hans-Joachim Behr (Lukaskirchengemeinde) und Hans Wennemers (Vereinte Ev. Kirchengemeinde). Synodalälteste sind die nicht-theologischen Mitglieder des Kreissynodalvorstands.

In seinem schriftlich vorgelegten Bericht an die Kreissynode ging Superintendent Gerald Hillebrand auf die besonderen Herausforderungen des Pandemiejahres 2021 ein. Auch die theologischen Implikationen nahm er in den Blick: „Meines Erachtens verbietet sich eine theologische Deutung der Pandemie. Solche Geschehnisse haben keine Offenbarungsqualität.“ Vielmehr gehe es darum, in der Pandemie eine Aufforderung zu tätiger Nächstenliebe zu sehen. „Menschen in dieser Lage zu helfen, sie seelsorglich zu begleiten, zu trösten und zu ermutigen und die Hoffnung zu stärken, dass Gott die Welt nicht verlassen hat, sondern auch in dieser Krise bei uns ist.“ Gleichfalls forderte Hillebrand eine offene Auseinandersetzung mit ethischen Fragestellungen, aufgeworfen durch Corona, etwa zu Kontaktbeschränkungen in Seniorenheimen oder Einschränkungen der Grundrechte „Ein offener Diskurs (darüber) sollte geführt werden und die Kirchen sollten (dabei) mit am Tisch sitzen.“

Als Beschleuniger wirke sich die Pandemie auf nötige Einsparprozesse in kirchlichen Haushalten aus. Aufgabenkritik und Einsparbemühungen auf allen Ebenen kündigte Superintendent Hillebrand an – auch wenn die unmittelbaren Finanzeinbußen bislang geringer ausfielen als zu Beginn der Coronakrise angenommen. Kalkuliert werde für 2020 mit einem Minus von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr, für 2021 mit einem Minus von fünf Prozent gegenüber 2019. „Wir müssen miteinander überlegen, was wir brauchen und uns noch leisten können, um als Kirche unseren Auftrag zu erfüllen und in unserer Stadtgesellschaft präsent zu sein.“ Um Synergien, und mittelfristig auch Einsparmöglichkeiten, zu erschließen, gehe der Kirchenkreis An der Ruhr auf eine Zusammenlegung der Verwaltungsämter mit dem Nachbarkirchenkreis Oberhausen zu

 

 

Im Amt bestätigt: Superintendent Gerald Hillebrand und Skriba Gundula Zühlke. 

 

Ziel der Bemühungen sei es, auch in Zukunft in den Worten von Alt-Bischof Wolfgang Huber „Existenzrelevanz“ zu beweisen. Dazu müsse Kirche digitaler werden und schlanker, so Superintendent Hillebrand. Sie müsse „groß“ denken im Sinne des Evangeliums, nicht um ihrer selbst willen. Es gelte Vernetzung zu suchen mit anderen sozialen Akteuren und aufsuchend zu arbeiten, um Menschen zu erreichen, die in gemeindlichen Kontexten keinen Anschluss haben.

Die ursprünglich vom Kreissynodalvorstand beantragte Beschlussfassung über die Zukunft der Evangelischen Ladenkirche wurde auf die kommende Frühjahrssynode vertagt. Der Kreissynodalvorstand hatte seinen Antrag zurückgezogen, um der Beratung in den Gremien mehr Zeit einzuräumen.

Im weiteren Verlauf hörten die Mülheimer Synodalen einen Bericht über die Fortführung der Schulreferatsarbeit. Diese werden die Kirchenkreise Essen, Oberhausen und An der Ruhr künftig in Kooperation betreiben. In Essen wird eine 100%-Referatsstelle in Kürze besetzt werden, der Mülheimer Stellenanteil von 30% ist zurzeit noch vakant. Der Kirchenkreis Oberhausen beteiligt sich finanziell an der Kooperation.

Ferner beschloss die Kreissynode An der Ruhr turnusgemäß Stellen- und Haushaltspläne für 2021, außerdem bestätigten die Synodalen mit ihrem Votum die Nominierungen für die kreiskirchlichen Ausschüsse und Kuratorien (Übersicht der Besetzungen hier).

 

 

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ala / 07.11.2020



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