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Broich-Saarn

Letzte Ruhe an der Ruhraue

Eine letzte Ruhestätte an der „Ruhraue“ bieten die neuen Gemeinschaftsgräber auf dem Aubergfriedhof. Die pflegefreie Anlage ist dem Flusslauf zwischen Mintard und Schlossbrücke nachempfunden.

Eine letzte Ruhestätte an der „Ruhraue“, das bietet jetzt die Evangelische Kirchengemeinde Broich-Saarn auf ihrem Friedhof auf dem Auberg an. Die neue Gemeinschaftsgrabanlage ist optisch dem Flusslauf zwischen Mintard und der Mülheimer Schlossbrücke nachempfunden, sogar die Mendener Brücke und die Ruhrinsel sind im Kleinformat angelegt. 

„Wir beobachten eine Veränderung der Bestattungskultur“, erklärt Pfarrer Christoph Pfeiffer von der Evangelischen Kirchengemeinde Broich-Saarn. Viele Familien können die Grabpflege nicht mehr leisten, so hat die Nachfrage nach pflegefreien Gräbern in den letzten Jahren stetig zugenommen.“ So kommen die Friedhofsbetreiber den Wünschen der Angehörigen entgegen: Es gibt eine ansprechend gestaltete Ruhestätte, aber niemand braucht sich um wucherndes Unkraut oder das Gießen im Sommer zu sorgen, denn für die Pflege der gesamten Anlage sorgt die Friedhofsgärtnerei. 

Der Pfarrer kommt selber oft als Besucher auf den Aubergfriedhof und findet „Die neue Anlage ist wirklich etwas fürs Auge“. Basaltsteine bilden das Flussbett, die „Ufer“ sind bepflanzt, zum Beispiel mit Vergissmeinnicht oder mit Gräsern wie Lampenputzer- oder Tropfengras, die man so auch einige hundert Meter weiter am Ruhrufer findet. „Wir haben uns um eine naturnahe Gestaltung bemüht“, erklärt Friedhofsgärtnermeisterin Melanie-Voeßing-Setzer, die die „Ruhraue“ mit den Mitarbeitenden ihrer Gärtnerei angelegt hat. Auf der „Ruhrinsel“ in der Gemeinschaftsgrabanlage steht ein Zierapfel, „ein besonderer Magnet für die Bienen im Sommer“. Im Frühjahr wird sich ein rosa-weißes Blütenband entlang der „Aue“ ziehen, rund 400 Tulpen-zwiebeln haben die Gärtnerinnen und Gärtner in den letzten Tagen eingesetzt. 

Die Idee zur Gestaltung als Flusslauf hatte Thomas Schmitt von der Friedhofsverwaltung. Die liegt seit Beginn des Jahres in den Händen der Kir-chenkreisverwaltung Niederberg. Dorthin kann man sich auch wenden, wenn man sich für eines der Grabfelder interessiert (Kontakt: Telefon 02051. 965436, friedhof@kkva.de). Platz gibt es zunächst für zwölf Erdbe-stattungen und rund 70 Urnengrabfelder. Sie ergänzen die bisherigen Ge-meinschaftsgrabflächen, die eher einfach gehalten waren und auch schon an ihre Kapazitätsgrenzen stießen. Die Kosten für ein Grab in der neuen „Ruhraue“ liegen sogar noch unter denen für ein Reihengrab oder für einen Urnenplatz im Kolumbarium. „Fläche bietet der Friedhof genug, da müssen wir gar nicht, wie beim Kolumbarium, in die Höhe bauen“, erklärt Thomas Schmitt von der Friedhofsverwaltung. 30 mal sechs Meter misst das neue Gemeinschaftsgrabfeld.

Gemeinschaftsgrab bedeutet nicht „anonym“: Zu jeder Grabstelle gehört ein Stein mit Namen und Lebensdaten. „Die werden flach aufgestellt, aber mit leichter Neigung, sodass man sie vom Weg aus lesen kann“, erklärt Gärt-nermeisterin Voeßing-Setzer. Die konkrete Grabstelle innerhalb der Anlage können die Angehörigen selber aussuchen. Sind einmal alle Erdbestat-tungsfelder belegt, ist auch hier an eine blühende Bepflanzung anstelle des nun vorhandenen Rasens gedacht. Die Liegezeit im Gemeinschaftsgrabfeld beträgt 20 Jahre. 

Auch für die Aufenthaltsqualität für Angehörige und Besucher aus dem Stadtteil ist gesorgt, zwei zusätzliche Bänke ergänzen die Gemeinschafts-grabanlage, Ablageflächen für Blumen und Kerzen kommen noch hinzu. „Wir wollen bewusst einen Friedhof für alle gestalten“, betont Pfarrer Pfeiffer von der Kirchengemeinde Broich-Saarn. „Wir sehen hier oft Spaziergänger, die die Natur in der nahen Umgebung genießen, natürlich sind auch sie auf dem Friedhof willkommen.“
 

 

 

 

 

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ala / 10.10.2019



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