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Nachbarschaftshilfe gefragter denn je

Sie schrauben, hämmern und helfen, wenn Menschen das nicht (mehr) selber können: 380 mal waren die ehrenamtlichen Heinzelwerker 2015 im Einsatz.

Das Heinzelwerker-Team stellte nun den Jahresbericht 2015 vor. (Foto: Reichertz) Das Heinzelwerker-Team stellte nun den Jahresbericht 2015 vor. (Foto: Reichertz)

Die Zahlen lassen für Erich Reichertz nur einen klaren Schluss zu: „Das Heinzelwerk hat bewiesen, dass es keine Eintagsfliege ist.“ Im Gegenteil: Seitdem er diese ehrenamtliche Initiative im Jahr 2009 initiierte und das Centrum für bürgerschaftliches Engagement (CBE) und das Diakonische Werk als Kooperationspartner gewinnen konnte, ist das Heinzelwerk kontinuierlich gewachsen. Jahr für Jahr nehmen mehr Menschen diese moderne Form der Nachbarschaftshilfe in Anspruch. Das geht aus dem nun veröffentlichten Jahresbericht des Heinzelwerks hervor. Der listet für 2015 genau 400 Anfragen auf, die die Ehrenamtlichen erreichten; im Vorjahr waren es noch 373. In 2016 sind bis Mai schon 280 Anfragen eingegangen.

Das Heinzelwerk ist ein Zusammenschluss von handwerklich begabten Ehrenamtlichen, die für Senioren, gehandicapte und bedürftige Menschen kleinere Reparaturen im Haushalt übernehmen. Das Spektrum der geleisteten Arbeiten ist ein weites. Erich Reichertz zählt das Wechseln von Glühbirnen und das Aufhängen von Lampen ebenso auf wie den Aufbau von Schränken und Möbeln. Damit reagiert die Initiative auch auf gesellschaftliche Veränderungen: „Wir helfen zum Beispiel auch Flüchtlingsfamilien bei der Wohnungseinrichtung.“ Grundsätzlich gilt aber nach wie vor: Das Heinzelwerk übernimmt keine Aufträge, die in das Angebot von Handwerksbetrieben fallen. Solche Anfragen werden abgelehnt: In 2015 waren das 20. „Von den 400 Anfragen wurden 380 zur Zufriedenheit der Kunden erledigt“, fasst Erich Reichertz zusammen.

Rund 60 Prozent der Anfragen erreichen die Heinzelwerker „aus dem sozial bedürftigen Milieu“. Jedoch wenden sich auch immer mehr Senioren an die Initiative. Das freut die Heinzelwerker – derzeit sind es 22 Herren und eine Dame – besonders, war dies doch die ursprüngliche Hauptzielgruppe. „Meistens sind es alleinstehende Damen, deren verstorbener Mann bisher alle Arbeiten erledigt hat“, berichtet Heinzelwerker Jürgen Schausten. Bei diesen Einsätzen gehört dann meist der Sozialkontakt – ein kurzer Plausch bei einer Tasse Kaffee – mit dazu.

Ein Ausnahmeprojekt war in 2015 die Zusammenarbeit mit Jugendlichen: Die Heinzelwerker unterstützten Schüler des Gymnasiums Heißen bei Renovierungsarbeiten in der Grundschule am Dichterviertel. „Die Schüler haben toll mitgezogen“, lobt Jürgen Schausten. Jedoch sind das äußerst zeitintensive Projekte, die eine ehrenamtliche Initiative sehr fordern.
Rund 2000 ehrenamtliche Stunden haben die Heinzelwerker in 2015 geleistet und sind dabei 4175 Kilometer mit ihren Privatwagen durch Mülheim zu ihren Einsatzorten gekurvt. Die Fahrtkosten werden den Ehrenamtlichen aus Spenden erstattet. Gleiches gilt für Werkzeug und Material. Daher freuen sich die Heinzelwerker sehr über jede Spende.

„Wir begegnen bei unserer Arbeit Menschen aus allen Bevölkerungsgruppen“, sagt Erich Reichertz, gerade diese Begegnung mache Spaß. Wohl auch deshalb konnte das Heinzelwerk in 2015 drei neue Mitstreiter gewinnen, zwei von ihnen wurden durch die praktische Arbeit im Rahmen der CBE-Aktion „24 mal Mülheim“ überzeugt.
„Eine tolle Truppe“ nennt Erich Reichertz die Heinzelwerker. Einmal im Monat treffen sie sich zum Erfahrungsaustausch. „Man merkt, dass es den Leuten Spaß macht und solange das so ist, mache ich mir über die Fortführung des Heinzelwerks keine Sorgen.“

Das „hohe Maß der Eigenverantwortlichkeit“ ist für CBE-Geschäftsführer Michael Schüring eine Besonderheit des Heinzelwerks. Aus seiner täglichen Arbeit mit Ehrenamtlichen weiß er: „Das ist nicht selbstverständlich und kann nicht genug wertgeschätzt werden.“ Auch Hartwig Kistner als Geschäftsführer des Diakonischen Werkes, in dessen Telefonzentrale die Aufträge für das Heinzelwerk angenommen werden, ist es wichtig, den Ehrenamtlichen „Dank und Anerkennung“ zukommen zu lassen. Nur ihr unermüdlicher Einsatz habe das Heinzelwerk zu solch einer Erfolgsgeschichte gemacht.

Kontakt

Menschen, die sich als Heinzelwerker einbringen möchten, können sich beim Centrum für bürgerschaftliches Engagement (CBE) melden: Tel. 97 068 13.

Menschen, die bedürftig oder aufgrund ihres Alters oder einer Behinderung nicht in der Lage sind, einfache handwerkliche Arbeiten selbst zu erledigen, können sich an das Diakonische Werk wenden: Tel. 3003 -277.

 

Spendenkonten

CBE
IBAN: DE03 3625 0000 0365 0069 70
BIC: SPMHDE3EXXX Sparkasse Mülheim an der Ruhr

Diakonisches Werk
IBAN: DE74 3625 0000 0300 0555 59
BIC: SPMHDE3EXXX Sparkasse Mülheim

 

 

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Julia Blättgen / 07.06.2016



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