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Immanuel-Nicht-Feiglinge
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Donnerstag, 20. Februar, 17.30 Uhr
Informationsveranstaltung zu Vorsorgevollmachten, Betreuungsverfügungen und Patientenverfügungen
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Losung

für den 18.02.2020

Fürchte dich nicht, liebes Land, sondern sei fröhlich und getrost; denn der HERR hat Großes getan.

Joel 2,21

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Service

Ev. Kirche im Rheinland

Diakonie im Sozialraum stärken

Mehr diakonisches Engagement im Sozialraum, Eintreten für eine Kindergrundsicherung und Unterstützung für "United4Rescue", dafür hat sich die soeben beendete Landessynode eingesetzt. Außerdem beschlossen: eine neue Struktur für die ökumenische Arbeit.

Lupe

Die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland hat zum Abschluss ihrer Tagung in Bad Neuenahr ihren Willen bekräftigt, das Verhältnis zwischen Diakonie und Kirche zu intensivieren. In den Fokus rückte dabei vor allem die Bedeutung des Sozialraums. Hier sollten die Stärken von Kirche und Diakonie – die Handlungsorientierung an den Bedürfnissen der Menschen sowie die flächenweite Präsenz – noch kräftiger zum Einsatz kommen. Denn dort ergeben sich beispielsweise für die Kirchengemeinden neue Chancen für ihre zumeist ehrenamtlich geprägte diakonische Arbeit. 

Kooperativ angelegte Projekte entwickeln
Durch eine intensivere Kommunikation können hier zwischen Gemeinden und Diakonischen Werken und Einrichtungen neue kooperativ angelegte Projekte entwickelt werden, etwa im Bereich Caring Community. Darunter werden Gemeinschaften verstanden, die sich umeinander sorgen. Es wird einander geholfen und es gibt soziale Angebote, die das Leben leichter machen.

Am Thema Diakonie und Kirche wird weitergearbeitet
Die Beratungen der Synodalen und der Gäste aus der Diakonie drehten sich um die eigenen Erfahrungen im Miteinander von Kirche und Diakonie sowie um Fragen nach den Herausforderungen für die Zukunft. Dabei wurde klar, wie unterschiedlich intensiv die Kooperationen zwischen Kirche und Diakonie derzeit noch geschehen. „Wir konnten uns nicht nur verbal mit dem Thema Diakonie auseinandersetzen, sondern auch in die Handlungsfelder eintauchen“, sagte Christoph Pistorius und gab sogleich eine Antwort auf die Frage, wie es weitergeht: „Wir haben als Präsidium der Synode vorgeschlagen, dass wir in einer Arbeitsgruppe die Eindrücke und Erkenntnisse der Synode nacharbeiten und miteinander überlegen, mit welchen Impulsen wir auf die Gemeinden, Kirchenkreise und auch auf die Diakonie zugehen.“

Richtungsweisender Beschluss zur Kirchlichen Hochschule
Als einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Verbindung zwischen Kirche und Diakonie sieht Christoph Pistorius auch den Beschluss zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel. Die Synode geht diesbezüglich davon aus, dass in der Ausbildung des theologischen Nachwuchses auch der Erwerb von Kompetenzen im diakonischen Handeln und der Diakoniewissenschaften in guter Weise weitergeführt und auch weiterentwickelt wird.

Synode legt Fokus auf Diakonie
Die Landessynode, das oberste Leitungsgremium der Evangelischen Kirche im Rheinland, hat während der vom 12. bis 16. Januar stattfindenden Tagung das Thema „Diakonie“ in den Mittelpunkt gestellt. In allen Andachten und geistlichen Unterbrechungen (Wort-Meldung von Sabine Boeger, Diakonie Mülheim) spiegelte sich das Thema wider. Sie wurden von Mitarbeitenden gestaltet, die vor dem Hintergrund ihres alltäglichen diakonischen Handelns die enge inhaltliche Beziehung zum Evangelium Jesu Christi verdeutlichten. Vizepräses Christoph Pistorius ermutigte in seiner Eröffnungspredigt mit Blick auf das Gleichnis „Die Speisung der 5000“ (Markus 6,30-44), die großen Zukunftsaufgaben in Kirche und Diakonie  mit Gottvertrauen anzunehmen und sich dabei nicht allein an den eigenen vorhandenen Ressourcen zu orientieren.

Kinderarmut und Seenotrettung 
Darüber hinaus hat die Synode laut Christoph Pistorius zwei weitere Beschlüsse gefasst, die in den Kontext Diakonie passen: Mit Blick auf die Bekämpfung von Armut und Armutsfolgen hat die Synode ein einstimmiges Votum für die Einführung einer Kindergrundsicherung verabschiedet. Diese zielt auf einen veränderten Politikansatz ab: An die Stelle der Förderung von Kindern über das Steuerrecht beziehungsweise über verschiedene Sozialleistungen soll eine Kindergrundsicherung als eine Leistung mit niedrigschwelligem Zugang treten. Zudem empfiehlt die Synode den Gemeinden, das Seenotrettungsbündnis „United4Rescue – Gemeinsam Retten“ sowie die Aktion des Bündnisses Seebrücke zu unterstützen.

"Rheinischer Dienst für internationale Ökumene“ (RIO) beschlossen
Die Landessynode hat zugleich die ökumenische Arbeit der Evangelischen Kirche im Rheinland neu aufgestellt. Dazu hat die Landessynode eine Satzung für einen neuen „Rheinischen Dienst für internationale Ökumene“, kurz RIO, als Körperschaft des öffentlichen Rechts beschlossen. Mitglieder sind die Landeskirche und die Kirchenkreise. Der bisherige Gemeindedienst für Mission und Ökumene (GMÖ) soll in diese neue Struktur überführt werden. Der neue Rheinische Dienst soll Kirchenkreise, Gemeinden und Einrichtungen in ihrer ökumenischen Arbeit unterstützen. Vorgesehen sind ein Rat als gesamtkirchliches Gremium sowie ein Vorstand. Der Rat hat Richtlinienkompetenz für die ökumenische Strategie. Kooperationen mit Dritten sind vorgesehen, ein Kooperationsvertrag mit der VEM ist auf dem Weg. Er sieht vor, dass der Vereinten Evangelischen Mission Dienst- und Fachaufsicht der Pfarrerinnen und Pfarrer sowie pädagogisch Mitarbeitenden des Rheinischen Dienstes übertragen wird.

 

 

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EKiR / ala / 16.01.2020



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