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Ev. Familienbildungsstätte

Das Fremde und wir

Künstlerische Annäherungen an "das Fremde" präsentieren Kursteilnehmende der Ev. Familienbildungsstätte in einer Ausstellung in der Mülheimer "dezentrale" - zu sehen bis zum 28. Februar.  

Kriege und zu uns flüchtende Menschen – die Themen, die die Nachrichten bestimmen, hat Werner Kaiser vor einem Jahr zum Thema seiner Malkurse in der Evangelischen Familienbildungsstätte gemacht. Entstanden sind 23 sehr persönliche Bilder, die unter dem Titel „Das Fremde und wir“ zunächst in der Familienbildungsstätte am Scharpenberg gezeigt wurden und nun bis zum 28. Februar im Mülheimer Veranstaltungsraum „dezentrale“, Leinweberstraße 15-17, zu sehen sind.

„Wir wollten mit unseren Bildern nicht die Tagesschau abbilden“, erklärt Kursleiter Kaiser. „Sondern wir sind gemeinsam Fragen nachgegangen: Was berührt mich? Was macht mir Angst?“ Das zu beantworten, fiel den Teilnehmenden in den drei Malkursen nicht leicht. „Ich war zuerst wie blockiert“, berichtet eine Teilnehmerin bei der Vernissage in der dezentrale. Wie sie näherten sich Viele dem Thema mit Zurückhaltung. „Anfangs haben wir viel diskutiert, uns ausgetauscht“, erinnert sich Werner Kaiser. Und dann haben fast alle doch mit eigenen Bildern dem „Fremden“ angenähert. Begeistert von der Offenheit der Teilnehmenden für das schwere Thema zeigte sich FBS-Leiterin Inga-Dorothea Schlemmer bei der Ausstellungseröffnung. „Sprache begrenzt uns ja manchmal, umso besser ist es, wenn man sich auch über kreative Techniken ausdrücken kann“.

Für die Teilnehmenden waren die Kreativkurse durchaus eine Zeit der ernsthaften und sehr persönlichen Auseinandersetzung mit dem Thema. „Das waren schon Kämpfe, da ist nichts einfach dahingemalt“, sagt Kursleiter Werner Kaiser. Es kam vor, dass Auseinandersetzung nach dem Malen noch weiterging. Ein ausdrucksstarkes Kopfporträt mit einem blutenden Auge mochten Kursteilnehmende der Familienbildungsstätte scheinbar nicht ansehen und drehten das in den Kursräumen aufgehängte Werk um – eine Reaktion, die bei den Malerinnen und Malern nicht unbedingt auf Verständnis stieß.

Nicht alle kreativen Annäherungen sind derart explizit. In der dezentrale sieht man einige ganz zarte Zeichnungen, aber auch expressiv großflächigen Farbeinsatz, abstrakte Bilder ebenso wie figurative. Kursteilnehmerin Doris Diederich war bedrückt von Nachrichtenbildern aus dem zerstörten Aleppo und anderen Orten. Sie hat ein solches Szenario dargestellt, mit einer sich dunkel zusammenbrauenden Wolke über der zerstörten Stadt und in hellem Weiß skizzierten Menschen im Vordergrund – für sie scheint kein Platz mehr an diesem Ort zu sein. Christa Blöhdorn übernahm in einem ihrer Bilder die Perspektive der Flüchtenden – mit einem Blick auf bedrohliche Ungewissheit und auf die im Dunkel zu erahnenden Wogen auf dem Meer. „Ich habe mir vorgestellt, wie die Flüchtlinge da stehen, bevor sie ins Boot steigen, sich denken ,boah, da muss ich jetzt rein‘ und gar nicht wissen, was sie am anderen Ufer erwartet.“ In einer anderen Collage verarbeitete sie einen Zeitungsausschnitt mit der Überschrift „Geschlossene Gesellschaft“. Eigentlich war das Werk schon fertig, da dachte die Künstlerin „das kann doch nicht sein“, und griff doch noch einmal zum Pinsel. Deswegen ist die „geschlossene Gesellschaft“ jetzt von der Künstlerin gestrichen, durchgestrichen in leuchtend rot.

Wer die Ausstellung „Das Fremde und wir“ sehen möchte, kann noch bis zum 28. Februar in die dezentrale kommen, geöffnet montags bis freitags 10 bis 13 Uhr, mittwochs und donnerstags auch 14 bis 17 Uhr. Eintritt frei.

 

 

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ala / 18.01.2017



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