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Theodor Fliedner Stiftung

Interdisziplinäre Hilfen nötig

Mediziner, Pflegende und Interessierte informierten sich im Altenhof über „Demenzarbeit bei geistiger Behinderung“ Die Theodor Fliedner Stiftung hatte zur Abschlusstagung ihres Projektes eingeladen.

Tagung im Haus der Ev. Kirche / Altenhof LupeTagung im Haus der Ev. Kirche / Altenhof

Kein Platz war mehr frei im Saal des Mülheimer Altenhofs. Rund 200 Menschen aus Medizin, Pflege und Betreuung nahmen am Symposium „Demenzarbeit bei geistiger Behinderung“ (DAGBE) teil. „Das zeigt, wie wichtig es ist, dass wir uns dem Thema stellen“, sagt Mitveranstalterin Dr. Claudia Gärtner, verantwortlich für die Abteilung Wissenschaft, Forschung und Entwicklung in der Theodor Fliedner Stiftung und Koordinatorin des DAGBE-Projekts. In einleitenden Worten dankte Pfarrer Martin Bach, Vorstandsvorsitzender der Theodor Fliedner Stiftung, allen beteiligten Partnern. Denn das Projekt ist kein Alleingang, sondern wird mit der Ostfalia Hochschule – Fakultät Soziale Arbeit und der Diakonie Michaelshoven gemeinsam durchgeführt. Nicht zuletzt, weil das Projekt mit Unterstützung der Stiftung Wohlfahrtspflege, der Pflegekassen sowie dem Erzgebirgskreis und dem Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW realisiert werden konnte, richtete Ministerin Barbara Steffens Worte an die Teilnehmer: „Wir müssen zu dem Punkt gelangen, an dem sich die Gesellschaft, an dem wir alle uns, dem Menschen mit Demenz anpassen und nicht wie bisher zwanghaft das Umgekehrte versuchen.“ Den Beteiligten sprach sie ihren Dank aus und erhofft sich „viele Synergieeffekte von denen Alten-, Behinderten- und Krankenhilfe profitieren“.

Bei der Veranstaltung stellten die Beteiligten Ergebnisse der dreijährigen Projektarbeit vor. Eine wesentliche Forderung stellte Dr. Claudia Gärtner in den Raum: „Wir brauchen zwingend einen neuen zusätzlichen Leistungstyp im Vergütungssystem der Eingliederungshilfe.“ Gerade bei der Versorgung von Menschen mit Behinderung und einer Demenz zeige sich, dass eine Versorgung in einem interdisziplinären Team dringend notwendig sei. Hier sei es wichtig die Zusammenarbeit zwischen Behindertenhilfe, Altenhilfe und Medizin weiter auszubauen.

Prof. Dr. Sandra Verena Müller von der kooperierenden Ostfalia Hochschule in Wolfenbüttel betonte in ihrem Vortrag die Wichtigkeit der Fort- und Weiterbildung aller an der Versorgung beteiligten Berufsgruppen. Darüber hinaus wurde auch in der abschließenden Diskussion noch einmal deutlich, dass eine umfassende Biografiearbeit die Basis jeglicher Interventionen bilden muss. Bei der Veranstaltung wurden zudem ethische und theologische Fragen angesprochen. Das DAGBE-Projekt war und ist ein voller Erfolg mit vielen wichtigen Erkenntnissen in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung und wird weiter fortgeführt. Beide Träger werden sich auch weiterhin intensiv der Arbeit mit Menschen mit Demenz und einer geistigen Behinderung widmen. Pfarrer Martin Bach betonte abschließend: „Die im Projekt geschaffenen Strukturen im Dorf der Theodor Fliedner Stiftung sind und bleiben fester Bestandteil.“

 

 

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Niclas Kurzrock / 23.06.2016



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