Gottesdienste

Hier finden Sie die Gottesdiensttermine in unseren Kirchengemeinden. Bitte helfen Sie mit, die nötigen Regeln zum Infektionsschutz einzuhalten.

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Donnerstag, 11. November, 00.00 Uhr
Spendenaktion für die Mülheimer Tafel
Gemeindehaus Speldorf-Mitte
Donnerstag, 2. Dezember, 19.00 Uhr
Werktags-Evensong
Petrikirche
Freitag, 3. Dezember, 17.00 Uhr
Adventscafé
Petrikirchenhaus

 

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Kirchengemeinden
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Losung

für den 02.12.2021

Merke auf mich, mein Volk, hört mich, meine Leute! Denn Weisung wird von mir ausgehen, und mein Recht will ich gar bald zum Licht der Völker machen.

Jesaja 51,4

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Service

Flüchtlingsarbeit

Deutschlehrer sagen "Danke!"

Mit einem kleinen Einblick in ihre Arbeit bedanken sich die ehrenamtlichen Sprachvermittler und Kursteilnehmer der Gemeinden Links der Ruhr bei ihren Spendern. Dank einiger Zuwendungen konnten Lehrbücher und Unterrichtsmaterial angeschafft werden.

Deutschunterricht im Gemeindehaus Deutschunterricht im Gemeindehaus

100 Männer und Frauen aus Syrien, Irak, Albanien, Ägypten, Nigeria, Pakistan und vielen anderen Ländern kommen seit dem vergangenen Jahr in die ehrenamtlich organisierten Deutschkurse in den Evangelischen Kirchengemeinden Broich-Saarn und Speldorf. Mit einem kleinen Einblick in die Arbeit bedankt sich das ehrenamtliche Team Links der Ruhr nun bei seinen Spenderinnen und Spendern. Durch Gaben von Bürgern, Firmen und Organisationen konnten die ehrenamtlichen Kursleiter in den Kirchengemeinden Lehrbücher und Unterrichtsmaterial anschaffen.

Ein reichlich gedeckter Vokabeltisch hilft beim Lernen. Ein reichlich gedeckter Vokabeltisch hilft beim Lernen.

Nicht durch Geld allein lebt das Angebot für die Flüchtlinge. Unverzichtbar ist ehrenamtliches Engagement. 36 Freiwillige machen mit und geben ehrenamtlich Deutschstunden in den Gemeindehäusern von Speldorf und Broich-Saarn. Die ersten drei Lerngruppen nahmen im vergangenen Juni in Speldorf die Arbeit auf, es folgte im Oktober ein weiterer Kurs in Saarn und seit Januar 2016 lernen Flüchtlinge auch in Broich. „Zwischen den Lehrenden und den Lernenden hat sich ein persönlicher und effektiver Unterricht entwickelt. Bemerkenswert ist, wie schnell die Flüchtlinge die deutsche Sprache lernen wollen und auch lernen. Allen Schülerinnen und Schülern und auch den Ehrenamtlichen macht es sehr viel Spaß, viele persönliche Kontakte sind entstanden“, berichtet Pit Schulz, ehrenamtlicher Koordinator der Deutschkurse Links der Ruhr.  

Verstärkung im Team der ehrenamtlichen Sprachvermittler ist übrigens höchst willkommen. Wer sich vorstellen kann, Flüchtlingen etwas Deutsch beizubringen, kann sich bei Pit Schulz unterdeutschkurs-links-der-ruhr@gmx.demelden.

 

Erfahrungen der ehrenamtlichen Sprachvermittlerin Katrin H.:

„Im Januar habe ich mich auf das Abenteuer Sprachvermittlung für Flüchtlinge eingelassen. Meine Motivation war, mit Flüchtlingen zu reden, anstatt nur über sie. Der Chef unserer Ehrenamtlertruppe, Pit Schulz, hat uns sehr gut vorbereitet und tolles Unterrichtsmaterial gestellt. Die weitere Unterrichtsgestaltung ist unserer Fantasie überlassen. Wir unterrichten im Gemeindehaus der Wilhelminenkirche in Broich, dort haben wir Gruppen bis zu zehn Schülern je nach Leistungsvermögen gebildet.

Bei der ersten Begegnung mit den Flüchtlingen im Januar war ich sehr aufgeregt. Wer würde kommen? Würde überhaupt jemand kommen? Wie stimmt die Chemie? Kann ich unterrichten? Das waren nur einige Fragen, die mich damals bewegten. Aber sie kamen und zwar sehr viele, Menschen aus Syrien, dem Iran, Irak, Afghanistan, Afrika usw.. Christen, Jesiden, Moslems, Freikirchlicher, alle friedlich an einem Tisch.

Ich erlebte von Anfang an hoch motivierte Menschen, sicher mit unterschiedlichen intellektuellen Voraussetzungen, die zum einen gerne Deutsch lernen möchten zum anderen aber auch sehr froh darüber sind, ihrem tristen Alltag im Flüchtlingscamp für wenige Stunden zu entkommen. Und diese Menschen lernen, vielleicht nicht immer so schnell, wie wir uns das vorstellen, aber bei der Vermittlung merke ich, dass Deutsch wirklich eine schwere Sprache ist.

Wir lernen zusammen, auch ich lerne viel von den Flüchtlingen. Vor allem habe ich gelernt, gelassen zu sein und die Erwartungen nicht zu hoch zu schrauben. Natürlich erfahre ich durch den Kontakt auch viele interkulturelle Dinge.

Wir respektieren uns gegenseitig und helfen einander. Wir sprechen deutsch, unterhalten uns mit Händen und Füßen, manchmal englisch und manchmal lachen wir einfach nur. So versuchen wir Sprachvermittler, Deutschkenntnisse zu vermitteln, damit die Menschen, die zu uns geflohen sind, eine Chance haben, sich im deutschen Alltag zu unterhalten und irgendwann Fuß zu fassen.

Unsere Schüler kommen sehr regelmäßig, so dass wir eine sehr eingeschworene Gruppe geworden sind, die sich auch emotional gebunden hat. Ich empfinde meine Arbeit als Sprachvermittlerin sehr befriedigend und höchst sinnvoll, denn Sprache ist das, was uns Menschen verbindet.“

 

 Bericht der Schülerin Suela O.:

„Ich bin 40 Jahre alt. Ich bin in Deutschland seit 2 Jahren. Ich suche seit 2 Jahren einen Deutschkurs, aber ich habe leider nichts gefunden. Im Januar 2016 habe ich gehört, dass sie möglischkeiten ambieten und war ich sofort interessiert. Ich habe die Kirche besucht und habe im Januar Deutschkurs angefangen aber das war super. Ich habe in letzten 6 Monaten viel gelernt. Als ersters haben wir mit den Buch „Berliner Platz 1“ angefangen aber das haben wir schon fertig. Jetzt haben wir mit den zweiten Buch „Berliner Platz 2“ angefangen. Ich kann schon besser lessen und schreiben. Ich kann sogar meinen einigen lebenslauf vorbereiten. Ich kann besser Deutsch sprechen und verstehen schon sehr viel. Im Unterricht passe ich immer auf und ich finde es immer interessant, weil jedes mal etwas neues lernen.“

 

 

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ala / 14.07.2016



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