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Jeden Sonntag und an vielen anderen Tagen wird in den Gemeinden Gottesdienst gefeiert. Die nächsten Termine finden Sie hier.

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Mittwoch, 17. Juli, 14.30 Uhr
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für den 15.07.2019

Der HERR, euer Gott, versucht euch, um zu erfahren, ob ihr ihn von ganzem Herzen und von ganzer Seele lieb habt.

5.Mose 13,4

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Evangelisch An der Ruhr

Karwoche und Ostern

Karfreitag, dieses Jahr am 19. April, endet die Passionszeit, dann beginnen die Osterfeiertage. An Ostern feiern die Christinnen und Christen ihr höchstes Fest: die Auferstehung von Jesus Christus. Alle Gottesdiensttermine finden Sie auch online.

Foto: pixabay LupeFoto: pixabay

An Ostern feiern die Christen ihr höchstes Fest: die Auferstehung von Jesus Christus. Im Neuen Testament wird über Jesu Tod am Kreuz berichtet. Sein Leichnam wird in einem Felsengrab bestattet. Zwei Tage später kommen zwei Frauen dorthin und finden das Grab leer (Markus 16,1-8). Jesus ist von den Toten auferstanden. (1. Korinther15) Das geschah am ersten Tag der Woche, dem Sonntag, der deshalb zum "Tag des Herrn" wurde. Er erinnert wöchentlich an Ostern.

Seit dem zweiten Jahrhundert feiern die Christinnen und Christen Jesu Auferstehung am Sonntag nach dem jüdischen Passa-Fest. Sie sahen Parallelen zwischen der dort gefeierten israelischen Befreiung aus der Knechtschaft und Jesu Auferstehung von den Toten. Heute lässt sich der Zusammenhang noch in vielen Sprachen erkennen: "Pâques" nennen die Franzosen das Osterfest "Pasen" die Niederländer, usw. Das Konzil von Nicäa bestimmte 325, dass Ostern immer am Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühjahr gefeiert wird. Dies gilt auch heute noch. Frühestes Osterdatum ist der 22. März, spätestes der 25. April.

Gottesdienste und Kollekte

Alle Termine der evangelischen Gottesdienste zu Ostern und in der Karwoche in Mülheim finden Sie hier.

Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, ruft dazu auf, in der Passions- und Osterzeit für die Aktion „Hunger nach Gerechtigkeit“ zu spenden. Mit dieser Aktion setzt sich das evangelische Hilfwer Brot für die Welt für die Rechte von Textilarbeiterinnen in Nicaragua ein. Das Motto steht für die Sehnsucht nach einer gerechteren Welt, in der Menschen ihre Rechte einfordern und ein Leben frei von Hunger und Armut führen können

Brot für die Welt unterstützt in Nicaragua die Arbeit einer Frauenorganisation, die sich für menschenwürdige Arbeitsverhältnisse in Textilfabriken einsetzt. Sie unterstützt Frauen dabei, ihren Lohn einzuklagen oder eine medizinische Behandlung nach Unfällen zu erhalten. Außerdem schult sie Frauen darin, wie sie sich gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz und zuhause wehren können. Weitere Informationen gibt es hier: https://www.brot-fuer-die-welt.de/projekte/nicaragua-textilfabriken/ „Für 50 Euro kann eine Honorarkraft einen Workshop zu Arbeits- und Menschenrechten durchführen. Mit 120 Euro kann die Arbeit einer Psychologin für eine Woche gefördert werden“, schreibt der Präses in einem Brief an die 687 rheinischen Kirchengemeinden und bittet sie, das Projekt mit Spenden oder Gemeindekollekten zu unterstützen.

Zu Ostern wird in den rheinischen Kirchengemeinden traditionell für Brot für die Welt gesammelt.

 

Passionszeit und Ostern

In den sieben Wochen vor Ostern begehen die Christinnen und Christen die Passionszeit, die traditionell eine Fastenzeit ist. Diese Zeit erinnert an die vierzig Tage und Nächte, die Jesus nach seiner Taufe in der Wüste verbrachte und fastete. Seit Jesu Tod besinnen sich Christen durch Fasten auf das Leiden und Sterben Jesu Christi. Mit Passion (lateinisch passio = Leiden) wird die Leidensgeschichte Jesu beschrieben, wie sie in den Evangelien geschildert wird: den Todesbeschluss der Gegner Jesu, die Einsetzung des Abendmahls, den Verrat des Judas und seine Enttarnung, das Gerichtsverfahren vor Pontius Pilatus, die Leugnung des Petrus, Jesus zu kennen, die Verurteilung Jesu, seine Kreuzigung, seinen Tod sowie seine Grablegung. Am Ende der Fastenzeit steht Ostern, das Fest der Auferstehung, das Leben nach dem Tod.

 

Schon gewusst? Fragen und Antworten rund um die Feiertage

Rund um die Passionszeit - Was ist eigentlich ...

... Palmsonntag?
Bei seinem Einzug in Jerusalem wurde Jesus von der Menge am Straßenrad mit Palmzweigen begrüßt. So berichtet es das Johannesevangelium im 12. Kapitel. In der evangelischen Kirche heißt der erste Sonntag der Karwoche daher „Palmarum“. Während katholische Kirchengemeinden diesen Sonntag mit Palmzweigen oder Buchsbaum begehen, kennt die evangelische Kirche keinen derartigen Brauch.

... Gründonnerstag?
Der Name leitet sich wahrscheinlich von „grinen“ (Greinen) her, dem mittelhochdeutschen Wort für „weinen“. In der Alten Kirche wurden an diesem Tag die Büßer wieder in die Kirche aufgenommen. Heute gedenkt die Kirche an diesem Tag vor Karfreitag an das letzte Abendmahl, das Jesus am Abend vor seiner Kreuzigung mit seinen Jüngern feierte. Evangelische und katholische Gemeinden laden daher zu abendlichen Abendmahlsgottesdiensten ein – in diesem Jahr am 18. April.

... Karfreitag?
Am Karfreitag – dieses Jahr am 19. April – gedenkt die Kirche der Kreuzigung und des Sterbens Jesu Christi. Der Tag steht ganz im Zeichen der Trauer, was auch der Name anzeigt: Das Althochdeutsche „Kara“ bedeutet „Klage“. In den Gottesdiensten schweigen an diesem Tag Glocken und Orgel, und auch auf Blumen und anderen Schmuck wird verzichtet. Der Karfreitag ist ein stiller Feiertag, an dem nicht nur die Kirchen
innehalten, auch im gesellschaftlichen Leben sind besondere Einschränkungen zu beachten. So gilt etwa am Karfreitag ein Tanzverbot. 

 

Bräuche und Symbole zu Ostern

Was das Ei mit Ostern zu tun hat
Das Ei ist Sinnbild für das Leben und wurde in der Christenheit bereits früh als Symbol für die Auferstehung verwendet, als Zeichen für das neue Leben, das in Jesus Christus in die Welt gekommen ist. Auch die Schale des Eis hat diese Deutung angeregt: So wie das Küken die Schale zerbricht, erhebt sich Jesus aus dem Grab. In einem Osterspruch aus dem 17. Jahrhundert heißt es beispielsweise: „Wie der Vogel aus dem Ei gekrochen, hat Jesus Christus das Grab zerbrochen.“ Geschrieben wurde er – auf Ostereier.

Eier mit bunten Farben zu schmücken, hat ebenfalls Tradition. Im 16. und 17. Jahrhundert wurden mit religiösen Motiven verzierte Eier beliebt, was protestantische Seelsorger und Pädagogen zuweilen als „Getue um die Ostereier“ kritisierten. Heute gehören bunte und verzierte Eier zum Osterfest in vielen Familien, egal ob sie sich kirchlich gebunden fühlen oder keinen Bezug mehr zum christlichen Glauben haben. Auch in vielen evangelischen Kirchen gibt es zum Osterfest Eier, beispielsweise beim Osterfrühstück.

Wie der Hase in das Osterfest gekommen ist
Osterhasen aus Schokolade gehören zum Osterfest wie Schoko-Nikoläuse zur Weihnachtszeit. Der Hase galt in heidnischer Zeit wegen seiner kurzen Fortpflanzungszyklen als Symbol der Fruchtbarkeit und der erwachenden Natur im Frühling. Die christliche Tradition verband diese heidnische Sicht dann mit der Auferstehungshoffnung.
Warum der Hase allerdings Ostereier bringt, ist bis heute nicht geklärt.

Warum das Osterlamm auf dem Tisch steht
Das Osterlamm ist ein typisches Gebäck für die Osterzeit. Es nimmt die Vorstellung vom Opferlamm auf, mit dem die Christenheit seit ihren Anfängen den Kreuzestod Jesu gedeutet hat. So heißt es etwa im Evangelium nach Johannes, Kapitel 1,29: „Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt!“

Warum in der Osternacht eine Kerze angezündet wird
Osterkerzen werden seit dem vierten Jahrhundert in christlichen Ostergottesdiensten entzündet. Sie leuchten als erstes Licht in der noch dunklen Kirche und verweisen so auf den auferstandenen Christus als das „Licht der Welt“, wie es im Johannesevangelium heißt. Osterkerzen werden mit dem ersten und letzten Buchstaben des griechischen Alphabets verziert, dem „Alpha“ und „Omega“ als Zeichen für Christus, der als Anfang und Ende die ganze Welt umfasst. Sie tragen zudem ein Kreuzzeichen, da Ostern als Fest der Auferstehung nicht ohne den Kreuzestod Jesu an Karfreitag zu denken ist. Osterkerzen begleiten die Kirchengemeinden in jedem Gottesdienst. In zahlreichen evangelischen Kirchengemeinden werden an ihnen auch die Taufkerzen entzündet.

Warum die orthodoxen Kirchen Ostern an einem anderen Termin feiern
Seit der Kalenderreform Papst Gregor XIII. von 1582 feiern die orthodoxen und die Kirchen des Westens Ostern an unterschiedlichen Terminen. Mit der Reform sollten Kalender und Sonnenstand wieder in Einklang gebracht werden und der Ostertag auf dem ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling liegen. Die Vollmondregel soll garantieren, dass es Karfreitag zu keiner Sonnenfinsternis kommt. Die orthodoxen Kirchen haben jedoch am julianischen Kalender festgehalten.

Multimediastory zum Kreuz

Das Kreuz ist das wichtigste Symbol des Christentums. Es steht für den Tod von Jesus am Kreuz, dessen Karfreitag gedacht wird, aber verweist auch schon auf seine Auferstehung, die Christinnen und Christen an an Ostern feiern. Die Multimediastory nähert sich diesem Kreuz:  Eine Diakonin zeigt im Video, was das Kreuz für sie persönlich bedeutet. Landeskirchenmusikdirektor Ulrich Cyganek demonstriert an der Orgel, dass man das Kreuz auch hören und im Notenbild sehen kann. Und eine Goldschmiedin zeigt Konfirmandinnen und Konfirmanden, wie sie selbst Kreuzanhänger schmieden können. Diese Arbeit hat ihre Sicht auf das Kreuz verändert. Abgerundet wird die Multimediastory mit Bibelzitaten und Cartoons.

Hier gehts zur Multimedia-Story: http://story.ekir.de/kreuz

 

 

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