Gottesdienste

Jeden Sonntag und an vielen anderen Tagen wird in den Gemeinden Gottesdienst gefeiert. Die nächsten Termine finden Sie hier.

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Donnerstag, 13. Dezember, 13.00 Uhr
"Auf-LADEN-KIRCHE"
Evangelische Ladenkirche
Donnerstag, 13. Dezember, 16.00 Uhr
Büchercafé und Kleiderladen
Gemeindezentrum Albertstraße
Freitag, 14. Dezember, 17.00 Uhr
Teezeit im Petrikirchenhaus
Petrikirche

 

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Kirchengemeinden
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Losung

für den 13.12.2018

Ich tilge deine Missetat wie eine Wolke und deine Sünden wie den Nebel. Kehre dich zu mir, denn ich erlöse dich!

Jesaja 44,22

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Service

Kreissynode An der Ruhr

Kandidatenporträt Pfarrer Hillebrand

SuperintendentInnenwahl 2017: Kandidateninterview mit Pfarrer Gerald Hillebrand.

Pfarrer Gerald Hillebrand Pfarrer Gerald Hillebrand

Im Porträt

Gerald Hillebrand, 60 Jahre alt, seit 38 Jahren verheiratet, 3 Kinder, 3 Enkelkinder

 

  • Studium der Ev. Theologie in Wuppertal und Bochum, Vikar in Barmen (Wupperfeld)
  • von 1983-1993 Pfarrer in Wuppertal (Langerfeld), seit 1993 Pfarrer in Mülheim (zunächst in  Broich, seit 2011 in Broich-Saarn)
  • seit 1999 Diakoniebeauftragter des Kirchenkreises, Mitglied in Kuratorium und Geschäftsleitung  des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis, Mitglied im Aufsichtsrat der Diakoniewerk  Arbeit  & Kultur gGmbH und der Ev. Altenhilfe Mülheim an der Ruhr gGmbH
  • seit vielen Jahren nebenamtlich Dozent  für Berufsethik am Fachseminar für Altenpflege der Theodor-Fliedner-Stiftung  in Mülheim

  

Im Interview

 

Was motiviert Sie, als SuperintendentIn zu kandidieren?

 

Ich bin seit fast 25 Jahren als Gemeindepfarrer und seit gut 17 Jahren als Diakoniepfarrer in Mülheim tätig. Dadurch kenne ich unseren Kirchenkreis, seine Stärken und Schwächen, recht gut. Doch Faktoren wie sinkende Gemeindegliederzahlen, rückläufige Finanzen und weniger Mitarbeitende nötigen uns, die Strukturen unserer Arbeit zu verändern. Der notwendige Veränderungsprozess kommt aber nicht richtig voran. Ihn anzukurbeln und dabei möglichst viele Beteiligte in Gemeinden und Kirchenkreis mit ins Boot zu holen, ist  das Gebot der Stunde. Daran würde ich als Superintendent gern mitarbeiten. Einige Kompetenzen dafür bringe ich mit: langjährige Erfahrung in Gremien- und Leitungsarbeit sowie mit Fusionsprozessen; große Offenheit anderen Menschen und Meinungen gegenüber; die Fähigkeit, zwischen unterschiedlichen Positionen zu vermitteln. Das  möchte ich gern einbringen – neben der Freude an der Arbeit in meiner Kirche und ihrer Vertretung in der Öffentlichkeit.

 

Was macht Kirche für Sie persönlich aus?

Kirche ist für mich sowohl Glaubens- als auch Lebensgemeinschaft. Uns  verbindet der gemeinsame Glaube. Dabei kann es in den Glaubensüberzeugungen wie in der Glaubenspraxis große Unterschiede geben. Diese  Vielfalt ist eine der  Stärken unserer Kirche. Ich persönlich liebe meine Kirche gerade deshalb und hoffe, dass die Vielfalt noch lange erhalten bleibt. Ebenso ist Kirche für mich eine Lebensgemeinschaft. In der Kirche teilen wir unseren Glauben und unsere Zweifel, unsere Freude, unsere Ängste, Hoffnungen und unseren Alltag. Wir sind füreinander da – auch wenn das durch die Anonymität großer Gemeinden nicht immer richtig gelingt. Gemeindefeste und Ausflüge sind für mich dabei genauso wichtig wie gemeinsame Gottesdienste; denn Gott ist nicht nur am Sonntag gegenwärtig, sondern auch dort, wo Menschen ihren Alltag miteinander teilen. Auf diese Weise gibt mir meine Kirche Gemeinschaft und Halt. Sie zeigt mir, dass ich mich immer und überall bei meinem Gott geborgen fühlen kann.

 

Welches Bibelwort hat Sie geprägt?

Ein wichtiges Bibelwort ist mein Konfirmationsspruch aus dem 32. Psalm: „Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, den du gehen sollst. Ich will dich mit meinen Augen leiten.“ (Psalm 32, 8) Diese Zusage Gottes habe ich  immer auch als Zusage an mich persönlich verstanden. Darauf kann ich mich verlassen:  dass Gott mich im Auge behält und mir hilft, meinen Weg  zu finden. Er ist mein Wegweiser  und mein Wegbegleiter. Das ist mir an entscheidenden Punkten meines Lebens eine Hilfe gewesen - auch jetzt bei meiner  Kandidatur. Ein zweites Bibelwort  hat eine ähnliche große Bedeutung für mich – unser Trauspruch aus dem Buch des Propheten Micha: „Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert: nichts als Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.“ (Micha 6, 8) Damit ist alles Wesentliche gesagt – auch heute noch! Deshalb ist dieses Wort für mich eine wichtige Leitlinie meines beruflichen, aber auch privaten Lebens.

 

Was machen wir im Kirchenkreis An der Ruhr richtig gut?

Unser Kirchenkreis An der Ruhr hat viele Stärken. Wir  haben unsere Verwaltung in einem zentralen,  gut erreichbaren Amt zusammen gefasst.  Wir verfügen über leistungsfähige  Einrichtungen im Bereich der Diakonie, der Beratung und der Bildungsarbeit. Wir haben die Ladenkirche mit  Kircheneintrittsstelle, eine gute Notfall- und eine engagierte Krankenhausseelsorge. Das alles wird in der Öffentlichkeit  sehr geschätzt. Für einen kleinen Kirchenkreis machen wir ein großes Angebot. Vieles geschieht auch in den Gemeinden. Die haupt- und die zahlreichen ehrenamtlich Mitarbeitenden dort sorgen dafür, dass die Gemeinden Anlaufstellen für Menschen aller Altersgruppen sind: für Kinder, Jugendliche und Familien, für Seniorinnen und Senioren, für Menschen zwischen Arbeit und Eintritt in den Ruhestand (Netzwerke). Nicht zu vergessen auch unsere Kindergärten, in denen Kinder von engagierten Mitarbeitenden gut aufs Leben vorbereitet werden und auch unseren Glauben vermittelt bekommen.

 

Wo sehen Sie Herausforderungen? Welche Ziele würden Sie in Ihrer Amtszeit angehen?

Eine Aufgabe des Superintendenten ist, die notwendigen Veränderungsprozesse im Kirchenkreis voran zu bringen und das nicht immer einfache Miteinander von Gemeinden und kreiskirchlichen Einrichtungen zu fördern. Denn wir werden in Zukunft noch stärker zusammen arbeiten müssen. Doch dürfen wir bei aller notwendigen Konzentration die Bedeutung der persönlichen Beziehungen „vor Ort“ in den Gemeinden nicht vernachlässigen. Die Balance zwischen diesen beiden Polen ist zu finden. Hier liegt eine weitere Aufgabe des Superintendenten: die Ebenen zu verbinden und zusammen zu halten. Außerdem werden wir künftig verstärkt die Zusammenarbeit mit benachbarten Kirchenkreisen suchen müssen. Der Superintendent ist zusammen mit dem KSV für das Erkunden möglicher Kooperationen verantwortlich. Diese Ziele würde ich vor allem angehen. Überdies liegt mir die Förderung der ökumenischen Zusammenarbeit in der Stadt, insbesondere mit der katholischen Kirche sehr am Herzen. Da ist noch mehr drin!

 

Wie verbringen Sie am liebsten freie Zeit?

Meine freie Zeit verbringe ich gern mit meiner Frau, unseren Kindern und Enkeln, unseren beiden kleinen Hunden sowie mit unserer recht großen weiteren Familie. Ich verreise gern, ich freue mich über einen Konzertbesuch und ein gutes Buch. Und ich singe sehr gern zusammen mit anderen  im Chor.

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08.05.2017



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