Gottesdienste

Jeden Sonntag und an vielen anderen Tagen wird in den Gemeinden Gottesdienst gefeiert. Die nächsten Termine finden Sie hier.

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Donnerstag, 13. Dezember, 13.00 Uhr
"Auf-LADEN-KIRCHE"
Evangelische Ladenkirche
Donnerstag, 13. Dezember, 16.00 Uhr
Büchercafé und Kleiderladen
Gemeindezentrum Albertstraße
Freitag, 14. Dezember, 17.00 Uhr
Teezeit im Petrikirchenhaus
Petrikirche

 

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Kirchengemeinden
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Losung

für den 13.12.2018

Ich tilge deine Missetat wie eine Wolke und deine Sünden wie den Nebel. Kehre dich zu mir, denn ich erlöse dich!

Jesaja 44,22

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Service

Kreissynode An der Ruhr

Kandidatinnenporträt: Pfarrerin Tietsch-Lipski

SuperintendentInnenwahl 2017: Kandidatinneninterview mit Pfarrerin Dagmar Tietsch-Lipski.

Im Porträt

Dagmar Tietsch-Lipski, seit 1985 verheiratet mit Martin Lipski, Mutter von zwei erwachsenen Söhnen und von Beruf Pfarrerin

  • 07.12.1958 in Dinslaken am Niederrhein geboren
  • langjährige Mitarbeit in der dortigen Kirchengemeinde im Kindergottesdienst und einer Theater-AG
  • Studium der Evangelischen Theogie in Bethel/Bielefeld, Göttingen und Marburg von 1977 -83
  • Vikariat in der Lutherkirchengemeinde Oberhausen 1983-85
  • Pfarrerin i.P. (damals Hilfsdienst genannt) von 1985-86 zur Entlastung des Superintendenten in der Markuskirchengemeinde in Mülheim an der Ruhr
  • Ordination am 09.02.1986
  • Einführung in die 1. Pfarrstelle der Evangelischen Johanniskirchengemeinde Mülheim an der Ruhr am 14.12.1986 – ohne weiteren Stellenwechsel heute Pfarrerin der Evangelischen Lukaskirchengemeinde
  • in den KSV gewählt noch unter Superintendent Kastrup, erst als stellvertr. Scriba, dann Scriba, dann Assessorin

 

Im Interview

 

Was motiviert Sie, als SuperintendentIn zu kandidieren?

Meine Mitarbeit im Kreissynodalvorstand hat mir gezeigt, dass Leitung keine leichte, aber eine notwendige Aufgabe ist. Es ist wichtig, dass sich Menschen bereitfinden, hier Verantwortung zu übernehmen. Auch ist es eine interessante, spannende Aufgabe. Wohl wissend, dass mit diesem Amt eine hohe Verantwortung verbunden ist, bewerbe mich darum, denn ich möchte gerne als Superintendentin meine Erfahrungen, Kompetenzen und meinen Glauben zum Wohl unserer Kirche einbringen. Von großer Bedeutung ist dabei, gemeinsam mit anderen stets neu darauf zu vertrauen, dass die Wahrnehmung von  Leitungsverantwortung eine bedeutsame Möglichkeit ist, die Zukunft unserer Kirche mit zu gestalten, mögen die Gestaltungsspielräume manchmal auch klein sein. Ich möchte gerne unseren Kirchenkreis, seine Gemeinden und Einrichtungen bei den bevorstehenden Aufgaben und Entscheidungen mit Rat und Tat verantwortlich begleiten. Das Interessante und Spannende dabei zählt für mich dabei mehr als das Anstrengende.

 

 

Was macht Kirche für Sie persönlich aus?

 

Gemeinschaft ist für mich wohl das entscheidende Stichwort. Kirche ist die Gemeinschaft der Kinder Gottes. Kirche ist ein „Haus aus lebendigen Steinen“. Hier teilen Menschen miteinander Freude und Leid. Sie feiern Gottesdienst und Abendmahl, diskutieren über den Glauben, beten für sich und andere, tragen einer des anderen Last. Hier hat die Hoffnung ein Zuhause, dass Gott aus allem, selbst aus dem Bösen, Gutes entstehen lassen kann und will – wie Dietrich Bonhoeffer es einmal formuliert hat.

Kirche ist eine bunte Gemeinschaft, in der ganz unterschiedliche Menschen gemeinsam ein Zuhause finden können. Es gibt viele wunderschöne Kirchen und doch wird Kirche immer auch dort sichtbar, wo Menschen im gemeinsamen Bekenntnis zu Jesus Christus (konfessionelle) Grenzen überwinden. 

Akzeptanz Respekt Toleranz – Kirche ist die Kunst, die Vielfalt der Konfessionen als Schatz zu begreifen. Die Einheit der weltweiten Kirche, die Ökumene, spiegelt sich in jedem Menschen, der guten Willens ist.
 

 

Welches Bibelwort hat Sie geprägt?

 

Zu unterschiedlichen Zeiten meines Lebens waren es ganz unterschiedliche Worte, die mich begleitet haben oder mir in besonderen Situationen Trost oder Zuversicht geschenkt haben. Mein Konfirmationsspruch, den ich mir selbst ausgesucht habe, war mir allerdings schon als Jugendliche ein starker Halt, weil mein damaliges Engagement in der kirchlichen Jugendarbeit von vielen belächelt und nicht ernst genommen wurde. Der Spruch lautet: Ich schäme mich des Evangeliums von Jesus Christus nicht, denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben (Röm 1,16). Ich denke, dass mich dieser Vers aus dem Römerbrief sehr geprägt hat und vermutlich auch bei der Berufswahl eine wichtige Rolle gespielt hat. Als Pfarrerin ist es schließlich eine meiner zentralen Aufgaben, das Evangelium von Jesus Christus zu verkünden und dafür zu werben.

 

 

Was machen wir im Kirchenkreis An der Ruhr richtig gut?

 

Unser Kirchenkreis ist klein, aber fein. Schon seit vielen Jahren sind wir mit der gemeinsamen Verwaltung von Gemeinden und Kirchenkreis Wege gegangen, die zukunftsweisend waren und sind. Der Wunsch nach dem Erhalt von Bestehendem und die Notwendigkeit von Veränderungen spielen in unseren Überlegungen gleichermaßen eine Rolle. Gemeindefusionen sind gut gelungen, weil sie nicht erzwungen wurden, sondern in einem kommunikativen Prozess vorbereitet und beschlossen wurden. Das große Pfingstfest, das wir im olympischen Abstand alle vier Jahre feiern, ist ein tolles „Aushängeschild“ von Kirche und bietet denen, die mitfeiern, ein wunderbares Erleben von Gemeinschaft. Unsere Kirchenkreiskonzeption hat sich die Stärkung von Familien und Kindern als eine wesentliche Aufgabe gesetzt. Und mit der Einstellung eines hauptamtlichen Jugendreferenten sind wir gut gerüstet für die Zukunft.   

 

 

Wo sehen Sie Herausforderungen? Welche Ziele würden Sie in Ihrer Amtszeit angehen?

 

Unsere Kirche mit ihren zahlreichen Aufgaben, Einrichtungen und Gemeinden vor Ort steht natürlich auch in Mülheim an der Ruhr vor großen Herausforderungen, die durch den sogenannten demographischen Wandel nur unzureichend beschrieben sind. Es gilt, Bewährtes zu bewahren, wo immer das möglich und sinnvoll ist, ohne die Notwendigkeit von Veränderung zu vernachlässigen. Oft wird gefragt, ob unser Kirchenkreis als solcher noch die Kriterien für seine Eigenständigkeit erfüllt. Diese Frage darf und muss gestellt werden. Und diese Frage erfordert mittelfristig eine Antwort. Der KSV und die Synode dieses Kirchenkreises werden das miteinander tun.

Eine nicht zu unterschätzende Herausforderung für den/die neue Superintendentin liegt nach meiner Einschätzung aber auch in den gesellschaftspolitischen Themen unserer Zeit. Dass unsere Kirche hier einen wichtigen Beitrag leisten kann, davon bin ich überzeugt und möchte meinen Teil dazu beitragen, dass  die Stimme der Kirche auch gehört wird.

 

 

Wie verbringen Sie am liebsten freie Zeit?

 

Erholsam und entspannend ist es für mich, wenn ich mich nach langen Stunden am Schreibtisch oder nach einer langen Sitzung endlich wieder richtig bewegen kann. Ich treibe also gerne Sport, z.B. durch regemäßiges Joggen. Aber auch ein spannender Krimiabend auf der Couch hat etwas Erholsames ebenso wie die Lektüre eines guten Buches.  Am schönsten aber ist es für mich, wenn ich die freie Zeit mit meinem Mann teilen kann – besonders in unserem gemeinsamen Urlaub.

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08.05.2017



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