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für den 19.12.2018

Das Zeugnis des HERRN ist gewiss und macht die Unverständigen weise.

Psalm 19,8

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Service

Neujahrsempfang

Was die Kirche vom "Limbi" lernt

Miteinander in Frieden leben, das gibt die Jahreslosung 2019 den Christen auf, betonte Superintendent Hillebrand zum Neujahrsempfang. Daran schloss sich der illustrierte Vortrag "Simplify your church" von "Tiki" Küstenmacher an.

Superintendent Gerald Hillebrand bei seiner Ansprache zum Neujahrsempfang Superintendent Gerald Hillebrand bei seiner Ansprache zum Neujahrsempfang

„Suche Frieden und jage ihm nach“, lautet die Losung für das nun beginnende neue Kirchenjahr. Diese Aufforderung ist „gerade jetzt besonders aktuell“, hob Superintendent Gerald Hillebrand in seiner Ansprache zum Neujahrsempfang im Kirchenkreis An der Ruhr hervor. „Die Suche nach dem Frieden muss bei mir selber beginnen“, rief Superintendent Hillebrand die Gäste im Mülheimer Haus der Evangelischen Kirche auf „und ich hoffe, dass sich möglichst Viele um diesen Frieden bemühen. Genau davon handelt das Evangelium, das wir zu Weihnachten verkünden. Gott lädt uns zum Frieden ein, in dem wir uns so akzeptieren, wie wir sind.“ Wer selber im Frieden mit sich sei, so Superintendent Hillebrand, sei in der Lage, auch Andere wertzuschätzen und auch im Anderen „den von Gott bejahten Menschen zu sehen.“ Für den Frieden entscheidend sei es, im Gegenüber immer auch Menschen mit eigenen Bedürfnissen zu erkennen, ohne gleich zu fragen ,Was nehmen ,die‘ mir weg?‘. „Frieden beginnt in jeder Gemeinde, in allen Orten in der Stadt, wo Menschen sich wahrnehmen und einander wertschätzen“, so Superintendent Hillebrand. „Ich wünsche mir, dass wir die Hoffnung darauf in das Jahr 2019 hineintragen und immer wieder Zeichen des Friedens setzen.“

Illustrierter Vortrag von Werner Illustrierter Vortrag von Werner "Tiki" Küstenmacher

Wie die Menschen mit sich selber - und mit ihrer Kirche - umgehen, darum ging es auch im anschließenden reich illustrierten Vortrag „Simplify your Church“ von Werner „Tiki“ Küstenmacher. Der Theologe, Zeichner und Autor befasst sich damit, wie das menschliche Gemüt so tickt – und dabei spielt „Limbi“ eine große Rolle. Küstenmachers „Limbi“ ist eine liebevoll gezeichnete Strichfigur mit Kulleraugen, meist ziemlich impulsgesteuert und selten zugänglich für komplexe Argumente. Der niedliche „Limbi“, mit dem die Gäste des Neujahrsempfangs Bekanntschaft machen, verkörpert das limbische System, eine neuronale Struktur, der die Verarbeitung von Gefühlen zugeschrieben wird.

Werner „Tiki“ Küstenmacher erfreute die Gäste des Empfangs mit vielen mitgebrachten und live ergänzten Zeichnungen, die er groß sichtbar projizierte. „Limbi mag die Abwechslung“, erfuhren die Zuhörerinnen und Zuhörer in Mülheim. „Das heißt für uns als Kirche: Wir müssen mehr bieten als die eine Hauptmahlzeit am Sonntag“. Überhaupt seien Mahlzeiten in Gemeinschaft dem „Limbi“ äußerst willkommen, wird doch beim Zusammensein in netter Runde reichlich „Wohlfühlhormon“ Oxytocin ausgeschüttet, was das limbische System gleich honoriert. „Jesus hat’s wohl gewusst, deswegen war das Abendmahl bei ihm so zentral“, so Küstenmacher. Er wünschte, dass die Kirche sich mehr vom Positiven beflügeln lasse, stärker auf Visionen setzt. „Wir müssen klar sagen: Was wollen wir eigentlich“. Ein Ziel bloß zu nennen, könne schon etwas bewirken: „Denken Sie nur an die Urlaubsvorfreude.“

Nicht zuletzt schloss sich der Gastredner auch dem Friedensappell von Superintendent Hillebrand an. Auch da ist der „Limbi“ im Spiel, nimmt nämlich Gefahren viel stärker wahr als positive Nachrichten. Küstenmacher: „Trump hat auch deswegen gewonnen, weil er den Leuten mehr Angst gemacht hat als andere. Da ist es erste Christenpflicht, gegen Angstmacher einzutreten“. Mittel der Wahl sei dabei „GNADE“ – „G-laube N-icht A-ll D-einen E-motionen“ – gerade dann, wenn der „Limbi“ wieder einmal zum Schwarzmalen neigt. Küstenmacher: „Wir sollten uns nicht von Populisten verrückt machen lassen. Nicht dem ,alles wird schlechter‘ verfallen, sondern lieber fragen: Was können wir vor Ort anders machen?“.

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ala / 04.12.2018



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